Privatinsolvenz Zahlung rückständiger Unterhalt?

3 Antworten

Du bekommst auf jeden Fall Deinen Anteil am Verkaufserlös ausgezahlt.

Von seinem Anteil muss Dein Mann rückständigen Trennungsunterhalt zahlen, wenn das Gericht Deiner Unterhaltsklage recht gibt.

Rückständigen Kindesunterhalt muss er nur zahlen, wenn dieser Kindesunterhalt in der Vergangenheit bereits nachweislich geltend gemacht (gefordert) wurde.

Ist der Eigentumsanteil Deines Mannes allerdings gepfändet, so siehst Du von ihm evtl. kein Geld. Denn solche bestehenden Pfändungen gehen Deinem Unterhaltsanspruch (und evtl. einem Unterhaltsanspruch der Kinder) vor. Wer zuerst pfändet, bekommt zuerst Geld, egal ob es sich bei den weiteren Forderungen um Unterhalt handelt oder nicht. Unterhalt wird nicht besser behandelt als andere Schulden.

Ist nicht der Eigentumsanteil Deines Mannes am Haus gepfändet, sondern hat er eine Kontopfändung, so muss verhindert werden, dass sein Erlösanteil auf sein Konto fließt. Da Du offenbar einen Anwalt hast, wird er wissen, was zu tun ist.

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Kindesunterhalt ist betitelt und auch beim Jugendamt eine Beistandschaft eingerichtet.

Heute wurde mir ein Rückstand von 4.500€ von seinem Anteil zugesprochen. Wird auch so im Notarvertrag nachgetragen.

Was die Konto oder Lohnpfändung betrifft habe ich keinen Einblick. Ich weiß nur, dass das Jugendamt schon die Hand drauf hat, was den Kindesunterhalt angeht.

Da die 4.500€ Trennungsunterhalt-Rückstände gerichtlich und notariell festgelegt sind, wird mir das Geld dann trotzdem „weggenommen“?

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@Barenko

Entschuldige bitte, aber um Deine Frage beantworten zu können, müsste man genau wissen, welche Pfändungen vorliegen, welche Titel es gibt und wie der Notarvertrag lautet. Deshalb kann Dir das hier keiner seriös beantworten. Aber ich denke, Du hast einen Anwalt, der Dir das alles erklären kann?

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Kindesunterhalt ist betitelt und auch beim Jugendamt eine Beistandschaft eingerichtet. 

Heute wurde mir ein Rückstand von 4.500€ von seinem Anteil zugesprochen. Wird auch so im Notarvertrag nachgetragen.

Was die Konto oder Lohnpfändung betrifft habe ich keinen Einblick. Ich weiß nur, dass das Jugendamt schon die Hand drauf hat, was den Kindesunterhalt angeht.

Da die 4.500€ Trennungsunterhalt-Rückstände gerichtlich und notariell festgelegt sind, wird mir das Geld dann trotzdem „weggenommen“?

Soweit ich das verstanden habe ist die Insolvenz noch nicht beantragt.

Theoretisch müsste also der Trennungsunterhalt an Dich ausgezahlt werden.

Achte aber darauf, dass Du das Geld eventuell an eine Person Deines Vertrauens überwiesen wird, falls Dein Konto gepfändet wird.

Für den Kindesunterhalt könntest Du gemeinsam mit der Beistandschaft ebenfalls eine Lösung finden. Auch Dein Anwalt dürfte Dir weiter helfen.

Grundsätzlich sollten diese Leistungen gemäß § 850 b ZPO unpfändbar sein.

https://www.juraforum.de/gesetze/zpo/850b-bedingt-pfaendbare-bezuege

Mit dem Erlös aus dem Haus ist das eine andere Sache. Sofern Dein Insolvenzverfahren eröffnet ist, wird der Erlös wahrscheinlich in die Insolvenzmasse fließen.

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stimmt, diese ist noch nicht eingereicht. Hätte erst einen Termin beim Schuldenberater. Der mir diese nahe gelegt hat.

mir gehts halt darum, dass die Zunkunft abgesichert ist.

habe bereits ein P - Konto eingerichtet. Das dürfte ja dann wohl geschützt sein, wenn das Geld dorthin überwiesen wird, oder!?

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@Barenko

Ein P-Konto ist nur in Höhe eines gewissen Betrages geschützt, je nach Personen in Deinem Haushalt (1133,- bis höchstens 1809,- Euro) geschützt. Darüber hinaus gehende Beträge sind pfändbar.

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Berufsunfähigkeitsrente Berufsunfähgikeitsversicherung?

Angenommen ein Azubi wird Berufsunfähig. Der Azubi ist z. B. seit April 2018 krankgeschrieben. Im Juli 2018 schließt er eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Z. B. im Oktober 2018 wird eine Berufsunfähigkeit oder komplette/teilweise Erwerbsminderungsrente/Erwerbsunfähigkeit festgestellt.

Muss die Versicherung zahlen?

Zahlt eine Versicherung auch rückwirkend?

Muss die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Erwerbsunfähigkeit zahlen?

Z. B. verdient der Azubi im Normalfall 1000 Euro netto.

Monatlich zahlt der Azubi 100 Euro in die Versicherung bei einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente von 1500 Euro. Würde der Azubi die 1500 Euro bekommen oder wird das anders verrechnet? (Vorausgesetzt, aufgrund der kurzen Versicherungsdauer zahlt die Versicherung überhaupt?)

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