Privatinsolvenz und trotzdem Gehaltspfändung und Aufforderung zur Ratenzahlung - könnt Ihr mir einen Rat geben?

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2 Antworten

Warum möchte denn der Verwalter mehr als 3.000 Euro von Dir? Da muss es doch einen Grund geben.

meine Rechnungen belaufen sich auf knapp 1300€

Dass ist stramm. Hast Du unterhaltsberechtigte Personen?

Nicht direkt BZW. die werden nicht als unterhaltsberechtig anerkannt (Mutter), da sie nur eine Mickrige Rente Bekommt von 160€ und kein Anspruch auf Sozialhilfe hat, unterstütze ich sie von meinem Gehalt.

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@Stibel

Trotzdem musst Du Deine Obliegenheiten erfüllen und den pfändbaren Teil deines Einkommens abführen. Die muss klar gewesen sein, dass Du nicht das volle Gehalt behalten kannst, wenn der Arbeitgeber - warum auch immer - die Abtretung nicht bedient.

Aber das kann ich nicht da ich nicht genug Geld habe um meine Rechnungen und die Forderung zu Bezahlen.

Du lebst auf zu großem Fuß. Von 1.400 Euro können auch 2 Personen leben.

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@jurafragen

Wie gesagt er macht es ja auch, die Pfändung läuft ja auch ab Juli und nicht davor, und alle anfallenden Überschüsse die vor der Pfändung angefallen sind muss ich aus meiner Tasche bezahlen, es wäre nicht das Problem es zu bezahlen wen mir mehr Geld übrig bliebe.

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@Stibel

die Pfändung läuft ja auch ab Juli

Da läuft überhaupt keine Pfändung, da im Insolvenzverfahren nicht gepfändet wird. Es dürfte sich um eine Abtretung handeln.

es wäre nicht das Problem es zu bezahlen wen mir mehr Geld übrig bliebe.

Seit wann läuft denn das Verfahren? Wann ist es eröffnet worden?

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@jurafragen

Da läuft überhaupt keine Pfändung, da im Insolvenzverfahren nicht gepfändet wird. Es dürfte sich um eine Abtretung handeln.

Ich weiß nicht wie du darauf kommst aber ne Pfändung läuft auf jeden Fall da ich vom Arbeitgeber einen Brief bekommen habe in dem Steht das ein Antrag auf Gehaltspfändung gestellt wurde und mir seit Juli in der Gehaltsabrechnung Sachpfändungen berechnet werden plus Pfändung Gebühr von 15€ berechnet werden..

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@Stibel

Ich weiß nicht wie du darauf kommst

Vermutlich habe ich - im Gegensatz zu Deinem Arbeitgeber - einen Blick ins gesetz geworfen. Vielleicht unterscheidet die Software Deines Arbeitgebers auch nicht zwischen Pfändung und Abtretung.

Und wäre es eine Pfändung, dann würdest Du auch noch einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zugestellt bekommen. Hier geht es aber allein um die Abtretung, die Du beim Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens unterschrieben hattest.

plus Pfändung Gebühr von 15€ berechnet

Wer berechnet hier Gebühren? Dein Arbeitgeber? Das kann dann aber wirklich lustig werden.

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Ich versuche das mal zu rekonstruieren: Du bist seit 2011 insolvent, aber Dein Gehalt wird erst jetzt gepfändet. Also hattest Du vorher Einkommen unter der Freigrenze? Und verdienst jetzt schon länger mehr? Und das hat Dein Verwalter jetzt gemerkt und Du musst das, was Dir vorher schon gepfändet hätte werden sollen/können nun nachzahlen/abbezahlen?  

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Ich verstehe es noch nicht so ganz.
1. Warum will Dein AG, dass Du 3.000 Euro bezahlst und
2. Warum sollst Du 200 Euro an den Verwalter bezahlen??

  1. nicht der AG sondern der Insolvenzverwalter es ist so ich muss jeden Monat an ihn meine Lohnabrechnung schicken damit der sieht ob ich zu viel Verdiene als in der Pfändung Tabelle vorgesehen ist.
  2. ich habe heute einen Brief von ihm bekommen in dem Steht das ich 3202,35€ selber zahlen muss, die Gehaltspfändung läuft aber erst seit Juli, und alles davor muss ich selber zahlen und wird nicht vom AG Getragen, und das sind die 3202,35€. Aber das kann ich nicht da ich nicht genug Geld habe um meine Rechnungen und die Forderung zu Bezahlen.
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Also alles, was bis zum Stichtag angemeldet wurde, fällt in die Insolvenz. Da spielt es keine Rolle, seit wann gepfändet wird. Es ist normal, dass es etwas dauert, bis die erste Pfändung kommt. Ab dem Tag, an dem Du insolvent gemeldet bist, musst Du überhaupt nichts mehr zahlen. Was soll denn das für ein Posten sein, den Du selbst zahlen musst???

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Korrigiere: Alle Schulden die bis zur Anmeldung angefallen sind.... Danach kann und darf man ja keine mehr machen.

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Naja, also wenn ich in der Insolvenz bin, darf ich doch keine neuen Schulden machen oder nicht?!?

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@DieMoneypenny

Naja, also wenn ich in der Insolvenz bin, darf ich doch keine neuen Schulden machen oder nicht?!?

Oder doch.

Der Stromzähler wird abgeesen, es kommt eine Nachzahlung heraus -> neue Schulden.

Du bringst Dein Auto zur Reparatur, die Reparatur kostet 200 Euro -> neue Schulden

Du schließt eine neue Kfz-Haftpflicht ab, die schicken Dir eine Rechnung -> neue Schulden

Du gehst in die Kneipe, lässt DIr dein Bier anschreiben, weil Du das Geld zuhause vergessen hast -> neue Schulden.

Du baust fahhrlässig einen Unfall, der Gegner hat einen Schaden und Du hast -> neue Schulden.

Und das könnte ich jetzt ewig so weiter führen und da ist nichts illegales dabei.

Gerade die alten Folgen von Raus aus den Schulden waren vom Inhalt her qualitativ so schlecht, dass jeetzt offenbar jeder Mist geglaubt wird.

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Solange Du es bezahlen kannst, nicht.
Aber hier scheint es sowieso um etwas anderes zu gehen. Offensichtlich wurde versäumt, dem Verwalter mitzuteilen, dass man plötzlich mehr verdient und der Überschuss auch nicht rechtzeitig abgeführt. Jetzt sind über 3.000 Euro aufgelaufen, die er schon seit Monaten zu viel in der Tasche hatte. Wenn ich das nun so richtig zusammengetragen habe, hat mit einer "Nachzahlung" noch Glück gehabt...

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@DieMoneypenny

Solange Du es bezahlen kannst, nicht.

Den Schaden aus dem Verkehrsunfall kann er - beispielsweise - nicht bezahlen. Und jetzt?

Und auch außerhalb von Insolvenzverfahren kann ein Betrug vorliegen, wenn man Verbindlichkeiten eingeht, von denen man weiß, dass man sie nicht wird erfüllen können.

Aber hier scheint es sowieso um etwas anderes zu gehen.

Allerdings, ja.

Wenn ich das nun so richtig zusammengetragen habe, hat mit einer "Nachzahlung" noch Glück gehabt...

Jein, ein Verstoß gegen die Obliegenheiten im Restschuldbefreiungsverfahren liegt nicht vor, wenn er den ggf. erfolgten Wechsel des Arbeitgebers mitgeteilt hat, hier wurden offenbar zumindest die Lohnabrechnungen eingereicht, so dass das also zeitnah bekannt geworden wäre.

Um das vollständig beurteilen zu können, müsste man wissen, ob das eigentliche Verfahren bereits aufgehoben wurde.

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