Privatinsolvenz und gerichtliche Forderungen

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Es gibt bestimmte Forderungen, die von der Restschuldbefreiung ausgenommen sind, z.B. "Verbindlichkeiten des Schuldners aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung, sofern der Gläubiger die entsprechende Forderung unter Angabe dieses Rechtsgrundes nach § 174 Abs. 2 angemeldet hatte" (§ 302 Nr. 1 InsO, http://www.gesetze-im-internet.de/inso/__302.html). Die Frage, ob das in diesem Fall zutrifft, sollte im Zweifelsfall lieber ein Jurist beantworten. Denn selbst wenn die Forderung aus einem rechtskräftigen Urteil ausgenommen sein könnte, müsste sie entsprechend angemeldet werden, damit sie nicht am Ende doch verfällt.

Berufungsverfahren bei Insolvenz?

Hallo zusammen, habe da einen Sachverhalt, wo ich nicht weiß wie die Sache weitergeht.

Ich habe vor 2 Jahren meine Eigentumwohnung verkauft. Eine sehr hochwertige Küche die in der Wohnung verbaut war, wollte ich in meine neue Wohnung mitnehmen. Es stellte sich aber heraus, dass der Umbau der Küche zu teuer wäre. Der Käufer der Wohnung machte mir ein sehr gutes Angebot ( 14000,- Euro ), wenn ich die Küche in der gekauften Wohnung bleibt. Bedingung war, das erst in 6 Monaten die Küche bezahlt wird. Leider blieb die Zahlung trotz Mahnungen aus. Den Prozess den ich geführt habe, habe ich gewonnen. Darauf legte der Beklagte ( Schuldner ) Berufung ein. Doch leider konnte das Berufungsverfahren nicht weitergeführt werden, da der Beklagte ( Schuldner ) Privatinsolvenz angemeldet hat. Ein Insolvenzverwalter der bestellt wurde, lehnte es ab, dass Berufungsverfahren weiter zu führen, weil keine Erfolgsaussichten bestehen. Es sind mir Anwalts und Gerichtskosten entstanden sowie die Erstattungskosten der Küche.

Meine Fragen :

1 . Was passiert jetzt weiter mit dem ruhenden Berufungsverfahren ?

2 . Habe ich nach dem Insolvenzverfahren noch Anspruch auf meine Forderungen ?

3. Kann nach der Insolvenz das Berufungsverfahren weitergeführt werden ?

Ich Danke für hilfreiche Antworten

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Schuldanerkenntnis während Privatinsolvenz?

Guten Tag,

vielleicht hat jemand einen Rat für mich.

Ich habe vor 10 Jahren einem Bekanntem privat Geld geliehen.

Ich wußte das er kurz vor der Eröffnung einer Privatinsolvenz steht. Natürlich habe ich über diese Aktion einen von Ihm unterschriebenes Schuldanerkenntnis.

Kurz dannach hat er den Antrag auf Privatinsolvenz gestellt. Ich habe aus Gutgläubigkeit jedoch meine Forderungen nicht angemeldet da ich mich darauf verlassen hatte mein Geld auch so zurück zu bekommen.

Am Anfang hat das ja auch geklappt,jedoch wuren die Zahlungen nach einer gewissen Zeit eingestellt da er arbeitslos wurde.

Die Restschuldbefreiung hat er mittlerweile bekommen und ich wollte nun meine restlichen Forderungen bekommen.

Jetzt stellt er sich quer weil ich ja meine Forderungen nicht angemeldet habe und ist der Meinung seine Verbindlichkeiten mir gegenüber seien mit der Restschuldbefreiung erledigt.

Hat es Sinn ein Mahnverfahren anzustreben oder ist das eher sinnlos?

Für eine fundierte Antwort wäre ich sehr verbunden.

Mfg Walther

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