Privatinsolvenz-Steuererklärung

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2 Antworten

Guten Morgen

Der Insolvenzverwalter hat die (Einkommens-) Steuerklärungen im Insolvenzverfahren abzugeben. Das entschied jam 18.12.2008 der Bundesgerichtshof.

Diese Pflicht des Verwalters ergibt sich unmittelbar aus dem Übergang der Verwaltungsbefugnis aus § 80 Insolvenzordnung (InsO) – folglich auch der steuerlichen Pflichten aus § 34 Abgabenordnung (AO). Auf Verlangen des Verwalters ist der insolvente Schuldner lediglich zur Vorlage der für die Steuererklärung notwendigen Unterlagen verpflichtet.

Fordern Sie den Insolvenzverwalter auf diesen Pflichten nachzukommen. Sollte er sich weiterhin weigeren, beschweren beim Gericht und beim Finanzamt.

Hallo,

das Thema ist vor allem insofern ärgerlich, weil Du ja in der Wohlverhaltensphase wieder selbst Deine Steuererklärungen machen musst und spätestens dann das Finanzamt nach den vorherigen Steuererklärungen nachfrägt.

Ich habe es daher so gemacht, dass ich während der Insolvenzphase praktisch eine Mini-Steuererklärung gemacht habe, d.h. nur die Minimaldaten in die Erklärung eingetragen und natürlich vorher noch überprüft, dass keine Nachzahlung dabei rauskommt.

Dann habe ich die Erklärung unterschrieben und an den Treuhänder geschickt, mit der Bitte um Weiterleitung an das Finanzamt. Theoretisch könntest Du die Erklärung auch gleich an das Finanzamt schicken die müssen sich dann noch nachträglich eine Unterschrift vom Treuhänder holen.

Du bist dann aber den Ärger schon mal los.

Viel Glück

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