privatinsolvenz Insolvenz Verwalter rechnet falsch

3 Antworten

Mein Arbeitgeber berechnet es nicht wie die überschrift es ja sagt mein insolvenzverwalter berechnet es ich gebe jeden monat meine lohnabrechnung meinen insolvenzverwalter ab.ich habe einen netto lohn von 1645 netto die überstunden sind im netto schon drinne.überstunden brutto habe ich 234,47€ 25% überstundenzuschlag 15,75€ 50% überstundenzuschlag 85,73.die kann er doch nicht einfach mit berechnen da es doch 50% pfändbar ist.er wollte von mir 428.78€ haben.dann habe ich angerufen das das nicht richtig sein kann.danach wollte er 392,78€ haben aber das kann auch nicht richtig sein.

Hallo,

Überstundenvergütungen unterliegen nur zu 50 v.Hdtt. der Pfändung, wie z.B. Urlaubsgeld auch. Zulagen und einmalige Untertsützungsleistungen unterliegen niccht der Pfändung.

Bevor Sie den pfändbaren Betrag aus Ihrem Nettolohn ermitteeln können, müssen Sie also erst den sog. bereinigten Nettolohn ermitteln, auf den die Pfändungsfreigrenzentabelle anzuwenden ist. Je höher Ihr bereinigter Nettolohn ist, umso geringer wird der relative Anteil der pfändbar ist. Der pfändbare Betrag entwickelt sich also nicht linear zum bereinigten Nettolohn. Da gibt es auch diverse Seiten, wo Sie sich detailliert informieren können.

http://www.meine-schulden.de/uebersichten___berechnungen/pfaendungstabelle

Wenn des Ergebnis des Insolvenzverwalters abweicht von Ihrem, dann sollten Sie sich mit einer Beschwerde (Rechtsmittel) an das Inssolvenzgericht wenden und die Zahlen deutlich darlegen und Ihre Behauptungen bewweisen (Lohnabrechnung, Kontoauszug mit der Gutschrift auf Bankkonto, Auskunft / Berechnung des Insolvenzverwalters) und beantragen, die Entscheidung des Insolvenzverwalters gerichtlich zu Ihrem Gunsten abzuändern.

Rein vorsorglich und hilfsweise sollten Sie aber auch erklären, dass die Beschwerde nur für den Fall gilt, dass das Gericht zu einem Ergebnis zu Ihrem Vorteil gelangt, anderenfalls gilt die Beschwerde als zurückgenommen. Das ist zwar prozessual nichtt ganz sauber, nicht so recht möglich, aber Sie können dadurch versuchen, sich "nach hinten abzusichern". Sie können ja vorher nie genau wissen, ob der Richter bzw. der Rechtspfleger der Meinung folgt, dass diese Klauseel prozessual nicht möglich ist.

Vor Gericht und auf hoher See ...

Viele Grüsse

Vielen dank sowas habe ich gesucht da kann man es genau berechnen.sind den meine Überstundenzuschläge auch nur 50% pfändbar?

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@gtireccy

Moin,

nach meiner Rechtsauffassung gelten die 50% für die gesamte Vergütung der Mehrarbeit, also nicht nur für die Zuschläge.

Hier mal ein Auszug aus § 850a Nr 1 ZPO

  1. zur Hälfte die für die Leistung von Mehrarbeitsstunden gezahlten Teile des Arbeitseinkommens;

Die Lohnbuchhaltung des Chefs muss also erstmal ermitteln, was der Lohn bei Normalstunden wäre.

Dazu müssen Ü-Stunden, Zulagen und sonstige Zuwendungen, die der Arbeitgeber durchaus legal zahlen darf extra auf der Abrechnung ausgewiesen sein.

Zudem muss die Lohnbuchhaltung auch unterscheiden, ob eine Zwendung des Aerbeitgebers z.B. steuer- u. soz.vers.frei ist, wie z.B. Fahrtkostenerstattungen o. VMA usw.

Die Lohnbuchhaltung hat damit also schon etwas Arbeit.

Einfach den Überweisungsbetrag der Abrechnung in die Pfändungstabelle übertragen und dann den dort stehenden Betrag zur Abführung nehmen wäre zu einfach.

Weil solche Sachen, das ist ja das gleiche Procedere wie wei ner Lohnpfändung, Aufwändug sein können und weil der Arbeitgeber für falsche Berechnungen haftet, streuben sich viele Arbeitgeber Leute einzustellen, die mit Lohnpfändungen zun tun haben.

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@gtireccy

Hallo,

ja auf jeden Fall!

Wie das Wort schon sagt, gehören die Überstundenzuschläge zur Überstundenvergütung dazu.

Eher hätte man jetzt noch denken können, weil Zuschläge nicht pfändbar sind, dass die Überzuschläge gar nicht pfändbar seien. Das stimmt so aber - leider - nicht. Mit "Zuschläge" sind Überstundenzuschläge nicht gemeint bzw. nicht mit umfasst. Mit Zuschlägen sind Entgelte bzw. Entgeltbestandteile gemeint, die für Erschwernisse aller möglicher Art vom Arbeitgeber gewährt werden, z.B. Schmutz-, Gefahren-, Schwerarbeitzulagen, wobei diese Aufzählung nicht abschliessendsein soll und ist. Theoretisch gibt es sehr viele Möglicchkeiten für Zuschläge, wobei bisweilen der Übergang zum herkömmlichen Entgelt fliessend sein kann. Die Differenzierung zwischen Zuschlag und Lohn kann bisweilen schwierig sein, man muss zunächst vom Arbeitsvertrag ausgehen und auf die genaue Definition und den Charakter des Lohns abstellen. Ohne Zweifel gehören aber Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge auch zu den Zuschlägen, schon auch, weil sie steuerfrei sind.

Wenn Sie Zweifel haben über den Charakter des einen oder anderen Entgeltbestandteils, dann sollten Sie versuchen, entweder zunächst bei der Gewerkschaft jemand zu finden, der von Lohnrechnung etwas versteht; suchen Sie nach Begriffssdefinitionen im Internet und wenn Ihnen das alles nicht überzeugend weiter hilft, versuchen Sie mit jemand vertrauenswürdigem in der Lohnbuchhaltung Ihres Arbeitgebers zu reden und wenn das auch scheitert, hilft nur eine fundierte Rechtsberatung, an vorderster Stelle würde ich hier versucchen, jemand bei einer Schuldnerberatung zu finden, der bereit ist, sich eingehend mit dem fachlichen Problem und Ihren Argumenten auseinanderzusetzen; sonst kommen eben auch Selbsthilfevereine, Sozialvereine, Rechtsbeistände und Rechtsanwälte in Betracht. Bei letzteren ist aber zu beaachten, dasss es vielen von denen nur auf ihr Honorar ankommt, ohne sich allzuviel Mühe machen zu müssen.

Viele Grüsse

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@Vollstreckerin

habe jetzt alles genau berechnet der insolvenzverwalter rechnet definitiv falsch.an wem muss ich mich jetzt wenden.rechsanwalt ist zu teuer.und mein insolvenzverwalter da komme ich auch nicht viel weiter weil ich dort schon so oft angerufen habe und es mit den überstunden den gesagt.

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@gtireccy

Hallo,

bitte lesen Sie nochmal gewissenhaft meine ursprüngliche Antwort auf Ihre Frage, da hatte ich Ihnen bereits eingehend erläutert, wie Sie vorgehen müssen. Ich hatte ja damit gerechnet, dass Sie zu dem ergebnis kommen, dass die Rechnung des Insolvenzverwalters zu Ihrem Nachteil ausfällt.

Besser weiss ich jetzt auch nicht und ich will das nicht alles nochmal schreiben müssen, sorry!

Einen Rechtsanwalt brauchen Sie für so eine Banalität nicht. Das können Sie alleine, Sie haben es ja auch schon verstanden, erstens den fehler zu untersuchen und zweitens sich darüber Gewissheit zu verschaffen. Dann können Sie das alles auch nochmal schön ordentlich und säuberlich detailliert darlegen; oben drüber bitte nicht das Geschäftszeichen Ihres Insolvenzverfahrens vergessen!

Sie müssen Rechtsmittel beim Insolvenzgericht einlegen und das nennt man in diesem Fall "Beschwerde" und Ihre Darlegungen müssen Sie bitte mit hinreichend Belegen versehen und Ihre eigene Rechnung am besten im Schriftsatz selbst nochmal vorführen.

Viele Grüsse

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Wieso kann das nicht richtig sein? Du hast Geld bekommen, und das nimmt man halt um seine Schulden zu begleichen.

weil überstunden nur 50% Pfänbar sind er kann nicht einfach mein netto lohn nehmen und es nach pfändungstabelle berechnen.

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@gtireccy

Ich will wissen wie ich das genau selber berechnen kann.ich kann ja nicht jeden monat zum anwalt gehen um es überprüfen zu lassen.

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