privatinsolvenz Eröffnung Darlehen jobcenter fändbar?

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5 Antworten

Das Darlehen ist zweckgebunden und wird dir gar nicht direkt ausgezahlt. Das kann aber nicht gepfändet werden. Andererseits gefährden die neuen Schulden die Restschuldbefreiung. Du musst das auf jeden Fall mit dem Insolvenzverwalter besprechen

Im übrigen kann dir genau so gut der Arbeitgeber ein Darlehen geben, wenn er dich unbedingt einstellen will.

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Die Frage ist interessant ....... Ich weiß es nicht , könnte mir aber vorstellen das es nicht gepfändet wird . Wohlgemerkt " nicht gepfändet wird " , nicht " nicht pfändbar " ! Während einer Insolvenz ist man verpflichtet sich um einen Arbeitsplatz zu bemühen . Das hat dein Bekannter getan ! Nun braucht er ein Auto um von A nach B zu kommen . Wenn er das dem Treuhänder nun begründet ( schriftlich , musste ich auch , war in einer ähnlichen Situation ) , zudem ja noch das entsprechende Schreiben des Jobcenters ( Bewilligung des zinslosen Darlehns zwecks Anschaffung eines Fahrzeugs ) sollte das keine Probleme geben . Ich würde sogar soweit gehen das Fahrzeug zu kaufen . Noch wurde die Insolvenz nicht eröffnet ! Er braucht das Auto und riskiert andernfalls den Job nicht zu bekommen .

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Einen Insolvenzverwalter fragen (das muss jeder wissen, nicht nur derjenige, der zuständig ist) - der weiß das sofort und Du bist dann auf der sicheren Seite! - Meiner Meinung nach ist es nicht pfändbar!!!! LG

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Bitte wende Dich unbedingt an eine Sozialberatung. Google dazu mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Um die Sache beim jobcenter zu klären, geh unbedingt hin mit einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse genannt (dazu gleich mehr).

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Diese Hinweise besser (für Dich) spät als nie:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

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Richtig! Keine Unternehmungen ohne Zustimmung des Inso- Verwalters

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