Privatinsolvenz bekommt der gläubiger seine ganze Forderungen?

6 Antworten

Wenn er alles bekommen würde, wäre das Insolvenzverfahren ja sinnlos. In diesem geht es um die gemeinschaftliche Befriedigung aller Gläubiger unter Verwendung des vorhandenen Vermögens und Einkommens. Es wird also das an die Gläubiger ausgeschüttet (nach Abzug der Kosten), was reinkommt. In seltenen Fällen kommt der Schuldner während des Verfahrens an Geld. Reicht dieses für alle Gläubiger aus, erhält auch jeder die volle angemeldete Forderung. Ansonsten gehen die Gläubiger nach der Restschuldbefreiung leer aus.

Der Gläubiger bekommt in der Regel gar nichts. Der Schuldner bekommt nur das Geld abgezogen, das über den Pfändungsfreibetrag liegt. Dieses Geld wird prozentual an die Gläubiger verteilt.

Wenn nichts über dem Pfändungsfreibetrag liegt (was die Regel ist) wird auch nichts an die Gläubiger verteilt.

https://www.youtube.com/watch?v=DSFiYEwfyOE

Er bekommt nur was, wenn der Schuldner was in den 6 Jahren bezahlt. Und diese Zahlungen werden nach einer Quote auf alle Gläubiger verteilt. Es kann also eine 0 Runde geben. In der Regel muss man sich mit einem Bruchteil zufrieden geben.

Es sei denn, es gab eine Forderung aus einer "vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung" oder einen anderen Grund, die Restschuldbefreiung zu versagen. Dann geht's nach 6 Jahren weiter. Ein Selbstläufer ohne Bedingungen ist das ja nicht.

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Aufhebung Pfändungen im Regelinsolvenzverfahren?

Schuldner A bekommt eine Kontopfändung für alle seine Konten durch eine Behörde. Er eröffnet ein Regelinsolvenzverfahren. Die Forderung der Behörde ist mit in die Insolvenztabelle aufgenommen worden. Schuldner A beantragt vor Eröffnung ein P-Konto bei seiner Hausbank. Sämtliche andere Konten, z.B. Sparbuch und ein mit seiner Lebenspartnerin gemeinsam geführtes Wertpapierdepot, ohne Betand, fallen in die Insolvenzmasse. Nach 2 oder 3 Jahren möchte Schuldner A das Wertpapierdepot auflösen, da es nicht mehr genutzt werden soll. Es befindet sich aber noch die Pfändung der Behörde auf diesem Depot und diese sträubt sich, das Depot freizugeben. Würde die Behörde nicht gegen geltendes Inso-Recht, welches Schuldner A zusteht, verstoßen? Meiner Rechtsauffassung nach sind sämtliche Pfändungen, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens getätigt wurden, aufzuheben. Frage: Gibt es öffentliche Behörden, also Gemeinden, Finanzämter, Landkreise, etc, wo bei einer Forderung des jeweiligen Gläubigers dieser Pfändungschutz nicht aufgehoben werden kann?

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Wie hoch muss die Rate der Schulden sein, oder lieber doch Privatinsolvenz?

Hallo,

mein Papa bekommt 600 € Rente.

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Was bedeutet "Schulden aufkaufen"?

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Hallo, folgende Situation: Schuldner geht in Pflegeheim, hat viele Schulden und kein Geld Muss man alle Gläubiger anschreiben oder wo kann man sich hilfe holen?

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Hallo.

Ich stehe vor der Entscheidung in eine 6 jährige Privatinsolvenz einzutreten. Mein Schuldner- und Insolvenzberater will die Gläubiger länger hinhalten, ich jedoch möchte lieber in die Privatinsolvenz gehen um mir selbst weitergehende Sicherheit zu gewährleisten. Zumal mir die ständigen Anrufe und Briefe den letzten Nerv rauben und mich psychisch zusätzlich belasten.

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Liebe Grüße und danke schon mal für jede Antwort!

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Bekommt es der schuldner oder die anderen glaeubiger mit, wenn man einen schufaeintrag einsieht?

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