Privatinsolvenz bei Selbständigen

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1 Antwort

Hallo Ulrike,

leider ist es Richtig, dass die Titulierte Forderung wenn diese bereits vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestanden hat unter die Restschuldbefreiung fällt und somit keine Vollstreckung mehr möglich ist. Das gilt aber nur für Forderungen die vor der Eröffnung der InsO bestanden und nicht für Forderungen die während der laufenden InsO hinzugekommen sind, denn dieses sind Neue-Verbindlichkeiten und unterliegen nicht der Restschuldbefreiung und können ganznormal in der Einzelvollstreckung vollstreckt werden.

Es wäre auch zu Prüfen, ob eventuell der Tatbestand der Lohnverschleierung greifft, wenn Du nachweisen kannst das dein Ex-Mann mehr Einkommen hat als er angibt, wäre dies eine Gläubigerbenachteiligung und kann zur Versagung der Sestschuldbefreiung führen. Dieser Antrag muss aber beim Schlußtermin durch Dich n und auch Nachgewiesen werden.

Hilfreich wäre auch ein Gespräch mit der Unterhaltsvorschusskasse, denn auch die können einen entsprechenden Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen, wenn von deren Seite ebenfalls Unterhaltsforderungen bestehen.

Ich empfehle Dir jedoch einen Rechtsanwalt für Insolvenzrecht zu kontaktieren (Stelle einen Antrag auf Beratungshilfe) damit Du dich noch genauer erkundigen kannst.

Kontaktiere auch den vom Gericht eingesetzten Treuhänder / Insolvenzverwalter, dieser ist wenn er sein Amt richtig wahrnimmt der Vertreter der Gläubiger und muss prüfen ob es Verstöße gegen die Obliegenheitspflichten innerhalb der Wohlverhaltensperiode gibt.

Ich hoffe etwas helfen zu können.

Gruß Roland Schuldnerberater

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