privatinsolvenz gericht

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Wenn man zu Beginn des Verfahrens die Verfahrenskostenstundung beantragt hat und die Kosten des Verfahrens gestundet werden, dann zahlt zunächst der Staat alle Kosten für das Insolvenzverfahren. Das sind insbesondere die Gerichtskosten und die Kosten des Insolvenzverwalters / Treuhänders.

Wenn im eröffneten Verfahren keine Insolvenzmasse vorhanden ist, also weder zu verwertendes Vermögen, noch pfändbare Beträge aus dem Einkommen, bleiben die Kosten bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung gestundet. Danach muss man sie zurückzahlen, sofern man leistungsfähig ist. Wenn man keine pfändbaren Beträge aus dem Einkommen hat, ist nichts zurückzuzahlen. Man kann mit dem Gericht auch Raten aushandeln. Dafür ist der Rechtspfleger zuständig, der das Verfahren betreut. Die Rückzahlungszeit beträgt 4 Jahre. Wenn man also in den 4 Jahren keine pfändbaren Einkünfte hat und nichts zahlt, dann ist die Rückzahlungspflicht nach 4 Jahren erledigt und man hat die Insolvenz sozusagen "kostenlos" bekommen.

Die Kosten variieren je nachdem, um welche Verfahrensart es sich handelt (siehe hier: http://www.gutefrage.net/tipp/wann-man-von-privatinsolvenz-spricht) zwischen 2.500 und 3.500 EUR (grobe Richtwerte).

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