Privatinsolvenz - arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersvorsorge

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7 Antworten

Aber ja doch! Schließlich ist der AG Vertragsnehmer und bezahlt auch die Prämien. Anders kann es aussehen, wenn die Versicherungssumme zugeteilt wird. Dann kann der Insolvenzverwalter zuschlagen - sofern die Insolvenz noch besteht.

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Hallo,

ja, die baV ist geschützt, und der arbeitgeber kann seine beiträge die, wenn es keine entgeltumwandlung oder deshalb gekürztes gehalt in höhe der beitrgassumme ist, dem mitarbeiter zukommen lassen. zu beachten wäre hier der gelichbehandlungsgrundsatz gegenüber anderen mitarbeitern. der mitarbeiter darf nicht ebsser gestellt werden, wie mitarbeiter seiner berufsgruppe oder ähnlichem. das einzigste was dem mitarbeiter passieren kann ist, wenn er in der leistungsphase (rentenzahlung) noch schulden hat, kann er gepfändet werden, wenn seine gesamteinkünfte über den pfändungsbeitrag liegen.

beste grüsse

dickie59

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Das ist kein Problem, denn die betriebliche Altersvorsorge ist geschützt. Hier ist sogar der Vorteil, dass der Bruttobeitrag einer betrieblichen Altersvorsorge das pfändungsfreie Einkommen maßgebend beeinflusst. Normalerweise ist es so, dass du alles, was über der Pfändungsgrenze liegt abgeben musst, wird also an dich erst garnicht ausgezahlt. Da aber der Gesetzgeber sagt, dass jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge hat gibt es eben hier die Möglichkeit sein pfändbares Einkommen entsprechend zu reduzieren.

Ein Beispiel: Ein Alleinstehender ohne Unterhaltspflicht verdient netto 1.190 €. Er bekommt von seinem Chef vermögenswirksame Leistungen in Höhe von 40 €, welche hier vom Netto noch abgezogen werden. Er hat bisher keine BAV. Es bleiben 1.150 € übrig. Hiervon müsste er jetzt per Gesetz 120,01 € abgeben. Nun kommt die betriebliche Altersvorsorge ins Spiel. Er entscheidet sich diese 120 € vom Netto in eine betriebliche Altersvorsorge zu investieren und die VWL mit einzubeziehen. Durch die Steuerersparnis und der Tatsache, dass er auch noch keinen alten 40 B Vertrag hat, kann er nun brutto 286 € im Monat investieren. Sein neues Netto beträgt nun genau 1029 €, da er ja vom Netto die 120 € invetiert. Da kann auch keiner was dagegen sagen. Der Insolvenzverwalter bekommt jetzt nix, da er innerhalb der Pfändungsgrenze bleibt.

Wir haben das inzwischen schon einige male mit Hilfe eines Anwaltes sehr erfolgreich vollzogen. Den Anwalt haben wir als Rechtsbeistand hinzu gezogen, weil wir hier einfach sicher sein wollten, dass der Insolvenzverwalter als verlängerter Arm der Gläubiger nicht auf dumme Ideen kommt.

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die betriebliche Altersvorsorge ist nicht Teil der Insolvenzmasse.

Selbstverständlich möglich.

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Na selbstverständlich! Das ist sogar eine recht geschickte Form des Zahungsaufschubs, das heißt ein Geldzufluß in einem späteren Zeitpunkt, zumindest wenn die Wohlverhaltensphase bereits verstrichen ist. Genauso verhält es sich übrigens auch, wenn Mitarbeiter einer Firma zur betrieblichen Altersversorge einen Teil ihres Gehalts z.B. in eine Direktversicherung einfließen lassen und hierneben Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten noch haben (z.B. Unterhaltsfordereungen). KEIN ZUFLUSS >> KEIN EINKOMMEN im Heute bzw. entsprechend gemindertes Einkommen. Auch kann es Sinn machen, eine Abfindung bei Arbeitgeberwechsel in eine vom Gesetzgeber anerkannte Altersvorsorge einfließen zu lassen anstatt der (VOLL STEUERPFLICHTEN) Auszahlung im Heute... Wer dazu näher informiert/beraten werden möchte... gern.

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Hallo, frage doch den Insolventsverwalter, denn der bestimmt die Ausgaben, oder???

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Sicher, warum denn nicht?

das erhöht ja die schuldenlast nicht!

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