Privaten Autokauf rückgängig machen (arglistige Täuschung?)

6 Antworten

Euer Vorhaben ist schwierig bis unmöglich. 

BGB § 434:

"Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist die Sache frei von Sachmängeln,

1.wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, sonst2.wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann.

..."

Generell ist Rost bei einem alten Auto kein Mangel sondern vielmehr ein normaler Alterungsprozess. Bei einem alten Auto muss man mit Rost rechnen. 

Gerade bei einem wie du schreibst verhältnismäßig alten Auto mit höherer Km-Zahl, das wahrscheinlich auch relativ wenig gekostet hat, würde ich sagen: Nein! Dass da Reparaturen auf einen zukommen, Rost vorhanden ist & andere Mängel sich zeigen, die beim Kauf nicht ersichtlich sein müssen, muss man als Käufer eines solchen Wagens billigend in Kauf nehmen! Unter dem Aspekt würde ich sagen, dass man den Kauf nicht rückgängig machen oder gar vor Gericht etwas erreichen kann. Da werdet ihr keine ernsthafte Chance haben, erst recht nicht beim Privatkauf ohne Garantie und Gewährleistung!

Und man muss dem Kfz'ler auch erstmal nachweisen können, dass er diese Schäden wusste: Das beweisen zu können ist sehr schwer zumal idR Aussage gegen Aussage stehen wird..

Ich würde nicht immer alles negativ sehen bzw. so auslegen.. man darf nicht in jedem einen potenziellen Verbrecher sehen --------> ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube der heutigen Zeit! Neuer TÜV bei einem solchen Auto ist nicht ungewöhnlich & oft ein Verhandlungsargument.

Einmal zahlt man leider immer Lehrgeld. Ich würde es gut sein lassen & den alten Hobel in absehbarer Zeit abtreten oder eben bis zum Exitus fahren.. bis er eben den Geist aufgibt.

Machen würde ich da nix.

Hallo,

kann man den Kauf rückgängig machen? 

wenn Ihr beweisen könnt, dass Ihr getäuscht worden seid, ja. Aber diesen Beweis zu führen ist schwierig und teuer (Gutachter). Fragt einen Anwalt, evt. läßt sich daraus etwas stricken, dass der Verkäufer vom Fach ist.

Gruß

dervagabund

Ein altes Auto mit hoher Laufleistung zum billigen Preis. Da ist Rost zu erwarten. Somit dürfte der Rost noch nicht einmal einen Mangel darstellen und schon gar keine arglistige Täuschung. 

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Privatkauf (Auto) Rückgabe? Ich bitte um Hilfe, da ich komplett verzweifelt bin..

Hallo, ich habe am Samstag ein Auto gekauft von Privat aus, er war zwar ein Händler aber verkaufte das Auto im Kundenauftrag. Das Auto hat vorne ein Wildschaden gehabt, was er mir natürlich gesagt hat und dass die eine Stoßstange gekauft haben, was nicht dem Original Teil entspricht sondern nur ein Zubehör Teil. Ich habe extra davor gefragt gehabt, ob bei dem Unfall dem Motor was passiert ist die haben gemeint nein ist es nicht. Der Kühlergrill vorne war eingebogen und die meinten das muss so sein sonst wäre die Stoßstange soweit vorne gewesen. Ich habe das gestern einem Freund von mir gezeigt das Auto (KFZ MEISTER) er hat gemeint dass das Auto total der Reinfall wäre und ich denke das nämlich auch. Die Motorhaube geht nicht mal richtig zu. Als ich das Auto besichtigt habe funktionierte eig. alles. Das Auto hat keinen Scheckheft hat aber unter 130.000 km. Ich habe einen Kaufvertrag da steht auch "nicht fachmännisch reparierter Unfallschaden" und da steht auch bei dem Außschlussklausel " Auschluss der sichtbaren und unsichtbaren Mängel, insbesondere auf den Kilometerstand etc." Hätte ich ein Rückgaberecht? Ich weiß dass es bei Privatverkauf keinen Rückgaberecht gibt, aber er darf mich dabei nicht anlügen, bzw. hat es mir verschwiegen dass der Kühlergrill eingedrückt ist aufgrund des Unfalles. Das ist doch arglistige Täuschung oder? Außerdem hat er frisch TÜV bekommen, und der Typ der das Auto verkauft hat hat gemeint der ist problemlos durch TÜV gegangen, aber mein Kumpel meint, dass das Auto niemals durch TÜV gegangen wäre, da unten am Auto alles undicht wäre etc. Könnte ich rechtlich gegen den Verkäufer inkl. dem TÜV-Mann angehen? Ich finde es vorallem eine Frechheit von ihm, da ich ihm vor Ort schon gesagt hab, dass ich ein Azubi bin und das ich mir das Geld gespart habe und dass das Auto wirklich in Ordnung ist und dabei lügt er mich so dreist an und sagte das Auto ist in Ordnung etc. Ich brauche eure Hilfe :(

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