Private oder gesetzliche Krankenkasse für angehende Selbstständige?

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11 Antworten

Eine PKV für einen Selbständigen kann man dann empfehlen, wenn seine Tätigkeit einen mtl. Gewinn von mindestens 4.000 € abwirft.

Der mtl. Betrag incl. Krankentagegeld und Pflegeversicherung dürfte so bei mindestens ca. 350 € liegen unter der Voraussetzung dass er kern gesund ist und das Eintrittsalter von 28 Jahren nicht überschritten hat.

Man sollte aber nicht den billigsten Tarif wählen, sondern einen guten Leistungstarif.

Außerdem sollte der Selbständige auch darüber nachdenken, dass seine Kinder auch privat versichert werden müssten.

Und wenn seine Ehefrau selbst nicht arbeitet, dann wird diese entweder auch privat über ihn versichert mit eigenem Beitrag, oder er müsste diese freiwillig versichern, und die Hälfte seines mtl. Einkommens wird als Berechnungsgrundlage berücksichtigt. 

Daher mein Tipp:  bleibe vorerst in der GKV und schließe eine Zusatz-Krankentagegeldversicherung über die PKV ab.

Gruß N.U.

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Gesetzlich, ohne wenn und aber.

Die meisten privaten würden dich ohne entsprechendes Einkommen ohnehin nicht nehmen und ich als Makler würde auch nicht 5 Jahre dafür haften wollen, dass dein Geschäft läuft.

Du kannst einen sog. Optionstarif privat absichern, damit frierst du quasi deinen heutigen Gesundheitszustand ein, wenn du später vielleicht mal wechseln willst (Wenn dein Gewinn deutlich 4-stellig im Monat ist).

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Die private Krankenversicherung ist für alleinstehende Selbständige zwar oft günstiger, als die GKV (je nach Einkommen), aber sie ist als Sparmodell nicht geeignet.

Einige gestzliche Kassen nutzen ihren Spielraum und senken die Mindestbeiträge für junge Selbständige (befristet). Solange man sich finanziell auf wackeligen Beinen befindet, ist das eine gute Sache.

Bei der Überlegung für das eine oder andere System solltest Du Dich nur auf die Leistungen konzentrieren. Wenn Du einen Topschutz haben möchtest, schau Dir die PKV an. Wenn Dir der normale Schutz + ggfs. einzelne Zusatzversicherungen genügt, dann bleibe in der GKV. Die gesetzlichen Beiträge sind mit Deinem Einkommen (innerhalb bestimmter Grenzen) verknüpft.

Wenn Du erfolgreich bist und die GKV-Beiträge in Richtung Höchstbeitrag gehen, dann kannst Du einen Wechsel noch einmal in Betracht ziehen. Dazu gibt es übrigens Optionstarife bei den PKV-Gesellschaften. Heute abschließen, Gesundheitszustand "einloggen" - dann kann später nichts dazwischen kommen. Kostet monatlich unter 5 EUR.


 

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Kommentar von Bleistein
24.10.2016, 14:08

von www.dak.de:

* Sonderfall für Existenzgründer, die Förderleistungen der Agentur für Arbeit beziehen, sowie (auf Antrag) bei niedrigen Einkünften unter 2.178,25 EUR:

  • Mindestbemessungsgrundlage 1.452,50 EUR
  • monatlicher Mindestbeitrag in der Krankenversicherung 225,14 €, mit Krankengeldanspruch 233,86 EUR
  • monatlicher Mindestbeitrag in der Pflegeversicherung: 34,13 EUR oder mit Beitragszuschlag bei Kinderlosen ab 23 Jahren 37,77 EUR
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Nimm die gesetzliche, die kannst du dir auf jeden Fall als freiwillig Versicherter leisten.

Die private KV  ist auf jeden Fall teurer (vor allem mit zunehmendem Alter) und wird ab Januar noch einmal empfindlich erhöht werden.

Du kannst zur gesetzlichen ggf. ein privates Zusatzversicherungspaket abschließen für Zahnersatz, Sehhilfe, Reisenkrankenversicherung, Chefarzt und was es sonst alles noch so gibt - erkdundige dich halt.

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Hi Alanis24,

da findest du 'ne Menge Hinweise, Infos und Tipps in klicktipps.de unter "Eigenes Gewerbe gründen" u.a. auch wg. der Krankenkasse in Teil 3 bzw. hier in dem Link: www.klicktipps.de/gewerbe3.php#krankenkasse

Viel Erfolg damit wünscht dir siola55 ;-)

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bei dieser Überlegung musst du weit in die Zukunft schauen. man wird nicht jünger und auch nicht gesünder. die PKV versichert das Gesundheitsrisiko und das wird natürlich nach und nach teurer.

und wenn du eine Familie gründen willst, dann solltest du auf die PKV gänzlich verzichten. das bringt dir, Frau und Kind überwiegend Nachteile und ist unterm Strich unter Umständen ein sehr teures Pflaster.

und wenn die Selbständigkeit mal nicht mehr ist, keine Beschäftigung in Aussicht ist, keine ALG1 gezahlt wird, dann bleibt man weiter PKV und muss die Beiträge weiter selbst zahlen.

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Kommentar von kevin1905
24.10.2016, 14:09

Das Jobcenter muss die Kosten für den Basistarif tragen.

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Fürs Erste definitiv gesetzlich freiwillig. Ist mit Existenzgründer Nachlass vermutlich sogar günstiger. Nach ein paar Jahren kann man da gern nochmal schauen wie das Geschäft dann tatsächlich läuft und ob man sich die PKV überhaupt leisten könnte (und auch dann müssen natürlich noch Vor- und Nachteile abgewogen werden).

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Wie bist du denn JETZT versichert?

Während der Eixistenzgründung kannst du auf Antrag bis zu 3 Jahren zum Mindestbeitragssatz von ca 170 € versichert werden. Dabei läufst du aber Gefahr, Nachzahlungen leisten zu müssen.

Dies passiert aber natürlich nur, wenn deine Selbständigkeit auch Früchte trägt.

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Kommentar von Alanis24
24.10.2016, 13:59

Mindestbeitragssatz von ca 170 € habe ich momentan. Dieser wäre schon der niedrigste Beitrag? 

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Kommentar von kevin1905
24.10.2016, 14:07

Auch der Existenzgründer ist hauptberuflich Selbständig und darf nicht mit weniger als 257,- € im Monat verbeitragt werden.

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Auf alle Fälle gesetzlich. Zusatzbonbons kannst Du Dir privat immer noch zukaufen.

Aber sobald da eine Familie gegründet werden soll und Kinder ins Spiel kommen oder Du einfach alt wirst, kommst du so einfach aus der Privaten nicht mehr heraus und die wird dann richtig teuer.

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Würde zur gesetzlichen Krankenkasse raten.

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Gesetzlich.

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