Private Nachhilfe unter Schülern - Steuern?

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1 Antwort

Die Mutter meines potenziellen Nachhilfeschülers möchte gerne eine Rechnung erhalten.

Damit kann sie aber nichts anfangen, Nachhilfeunterricht ist nicht steuerbegünstigt. Im Gegensatz zu Babysitten. Solltest Du allerdings Nachhilfeunterricht geben und Babysitten auf die Rechnung schreiben, wäre das Beihilfe zur Steuerhinterziehung und strafbar.

weil man einen gewissen Betrag frei hat, bis zu dem man nichts versteuern muss.

Für die Einkommensteuer gibt es den Grundfreibetrag von ca. 8000 Euro im Jahr (für alle Einnahmen zusammengerechnet), darunter muss weder eine Steuererklärung abgegeben noch Steuer bezahlt werden.

Für die Umsatzsteuer gibt es die sog. Kleinunternehmerregelung in Par. 19 Umsatzsteuergesetz. Solange Dein Umsatz (plus Steuer, auch wenn Du sie im Endeffekt gar nciht zahlen musst!) unter 17.500 Euro im jahr bleibt, bist Du von der Umsatzsteuer verschont. Es sei denn, Du willst unbedingt.

Soll ich auf der Rechnung dann einfach schreiben, dass ich keine Steuern abführe,

Halte ich bei einer Rechnung an Nicht-Unternehmer für überflüssig. Wichtig ist nur, dass Du keinerlei Hinweise wie "enthält 19% MWSt" oder auch nur "inkl. MWSt" machst.

So rein theoretisch musst Du trotzdem eine USt-Erklärung abgeben. Spätestens dann, wenn das FA Dich dazu auffordert.

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