Private Krankenversicherung, wie kommt man als Rentner da raus?

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8 Antworten

 Private Krankenversicherung, wie kommt man als Rentner da raus?

Wenn er bereits das 55. Lebensjahr erreicht hat, gibt es keinen Weg mehr in die GKV.

 Dieses Jahr hat die DKV den monatlichen Beitrag um 45€ auf 445 € erhöht.

Nach dem die Frage sich auf einen Rentner bezieht, gehe ich mal davon aus, dass dein Mann Angestellter ist und einen Verdienst über der Jahresarbeitsentgeltgrenze hat.

Dies bedeutet doch dann, dass er von den 445 € nur die Hälfte zahlt, also 223 € (den Rest zahlt doch der Arbeitgeber).

Würde er als freiwilliges Mitglied in der GKV versichert sein, müsste er doch mindestens 100 € pro Monat mehr zahlen.

Weshalb legt er diese 100 € mtl. nicht in eine Altersvorsorge an - z.B. in eine betriebliche Altersvorsorge ?  Alternativ gibt es bei seiner Krankenversicherung sicher auch einen Tarif  Beitragsentlastung im Alter, der dann die Beiträge ab dem Rentenalter reduziert.  Auch an diesem Tarif-Beitrag beteiligt sich der AG.

Ergänzend sollte man auch nicht vergessen, dass die Deutsche Rentenversicherung sich im Alter an den Beiträgen der PKV beteiligt.

Dann fällt mit dem 60. Lebensjahr der gesetzliche Zuschlag von 10 % weg. Bei Renteneintritt wird der Krankentagegeldtarif nicht mehr benötigt und die Altersrückstellungen werden auch noch berücksichtigt.

Und wenn alle Stricke reißen, können PKV-Versicherte die bereits 2009 PKV-versichert waren in den preisgünstigen Standard-Tarif in der PKV wechseln. Vergleichbar mit der GKV vom Beitrag und der Leistung.

Also weshalb macht man sich Gedanken über einen Wechsel in die GKV.

Auch sollte man daran denken, dass die Leistungen in der PKV umfangreicher und auch besser sind als in der GKV.

Um den Standard einer PKV zu erreichen, müsste man ja auch noch Zusatzkrankenversicherungen als GKV-Versicherter abschließen. Auch diese Kosten spart man doch.

Gruß N.U.

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Wenn Ihr Mann vor 2009 in der PKV war hat er die Möglichkeit in den Standardtarif der DKV zu wechseln. Dieser ist sogar, was Leistungen angeht, noch etwas besser aufgestellt als der Basistarif. Ansonsten innerhalb der DKV nach §204 VVG unter Mitnahme der Rückstellungen anfragen. Übrigens ist eine PKV auch eine Solidargemeinschaft in der einem geholfen wird wenn es denn möglich ist. Dieser Link wird Ihnen viele nützliche Infos geben bzgl. Standard / Basistarif etc.
http://www.finanztip.de/pkv-standardtarif/

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An alle Kommentatoren, herzlichen Dank.

Mein Mann ist jetzt 78 Jahre alt, also ein Wechsel ist nicht mehr möglich, das habe ich dank Ihrer Antworten begriffen. Zur Lage möchte ich noch ergänzen, dass mein Mann eine Firma hatte, der Fenster und Wintergärten gefertigt und eingebaut hat. Also war er selbständig und nach dem Anfang hat er auch gut verdient. Leider hat sein Versicherungsvertreter ihn nicht darauf aufmerksam gemacht, dass er schon Vorkasse in die PKV einzahlen kann, das hätte er gerne gemacht. War auch nachlässig von ihm, diese Police nicht durchzulesen, er hat sich eben auf seinen Steuerberater und Versicherungsfachmann verlassen. Nun hat er seine Firma seinem Sohn übergeben und das Privathaus zur Liquidität dazu geschenkt. Sohnemann hat ihm jetzt den Rücken gezeigt und damit mein Mann nicht so leiden muss, sind wir mit dem Abfindungsgeld aus dem Privathaus ausgezogen worden, weil Sohn das Haus verkauft hat. Es sind so viele Fehler gemacht worden und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, das wissen wir auch. Habe nur versucht hier evtl. einen Tipp zu bekommen, ob doch noch ein Schlupfloch zu erkennen ist, aber für die Kleinen ist das nicht möglich. Unsere Abfindung ist bald alle und danach resignieren wir. Und wie das mit der Solidaritätgemeinschaft in Deutschland aussieht, dass bekommen wir fast täglich im Fernsehen vorgeführt. 

Danke für Ihre Antworten und für Ihre Zeit, die Sie mir geschenkt haben. Liebe Grüße

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http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/

da wir eure Verhältnisse nicht kennen, sag ich mal keine Chance. 

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Kommentar von ceriada
21.04.2016, 23:17

Danke für den Link, der ist wenigsten aufschlussreich! Doch die Zukunftsangst bleibt!

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Bei Geldmangel bleibt nur der Wechsel in den Basistarif, wenn möglich. Bei Hilfsbedürftigkeit wird der Beitrag halbiert. Ist auch das noch zu teuer sind Zuschüsse vom Amt möglich. Eine Rückkehr in die GKV ist als Rentner jedoch kaum mehr möglich. Und das ist auch gut so.

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Kommentar von ceriada
21.04.2016, 23:15

Danke für die Antwort. Den Basistarif kann man sich schenken, dort ist man nur versichert, wenn man ins Krankenhaus muss und /oder im Sterben liegt. Kein Arzt wird dir Blutdruck messen oder Blutuntersuchungen machen, wenn du das nicht privat bezahlst. Den Tarif hatten wir schon! Wieso ist das gut, dass Rentner nicht in die GKV kommen dürfen?

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Genau deshalb rate ixch immer wieder ab sich privat zu versichern:

Zitat
Dieses Jahr hat die DKV den monatlichen Beitrag um 45€ auf 445 € erhöht.
Nun haben wir Zukunftsängste, wenn das so weiter geht, sind wir in 2
Jahren Sozialhilfeempfänger,........

Deshalb rate ich immer wieder: selbstständige und Menschen die die   Beitragsgrenze überschreiten sind mit einer freiwilligen Versicherung in der GKV = gesetzl. Krankenversicherung, kostengünstiger versichert und besser aufgehoben. Insbesondere im Rentenalter.

Die PKV interessiert die Höhe deiner Rente nicht. Die Buchen die Beiträge deiner Abgeschlossenen Versicherungen knadenlos ab.

Bei der GKV zahlst du den üblichen Beitragssatz berechnet auf deine Rentenhöhe.

Eine Rückkehr als Rentner in die GKV ist kaum noch möglich.

Jetzt bleibt euch nur noch übrig: alle Verträge  bis auf die Basisversicherung

bei der GKV zu kündigen.

In der Basisversicherung muss die PKV die gesetzl. vorgegeben mind. Leistungen anbieten.

Und somit steht ihr schlechter da als GKV versicherte.

Die GKV bietet jedoch meist deutlich mehr an Leistungen. Diese stehen dann in den Satzungen der Kassen als sogenannte Satzungsleistungen.

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Kommentar von DolphinPB
22.04.2016, 09:11

Schön, das Ganze, aber weiter hilft es dem Fragesteller nicht.

Und, es ist viel zu pauschal und auch noch teilweise falsch (z.B. kein Unterschied zwischen pflicht- und freiwillig versichertem Rentner)

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Kommentar von Apolon
22.04.2016, 10:09

 Deshalb rate ich immer wieder: selbstständige und Menschen die die   Beitragsgrenze überschreiten sind mit einer freiwilligen Versicherung in der GKV = gesetzl. Krankenversicherung, kostengünstiger versichert und besser aufgehoben. Insbesondere im Rentenalter.

Dies trifft natürlich immer zu, wenn man die PKV nur wählt um Beiträge zu sparen und den ersparten Teil nicht in eine Altersvorsorge einzahlt um im Rentenalter damit die Beiträge zur Krankenversicherung zu zahlen.

Als Arbeitnehmer über der Jahresarbeitsentgeltgrenze spart man in der Regel ca. 100 - 150 € pro Monat. Diese so sollte man z.B. in eine steueroptimierte Kapitalanlage (Betriebliche Altersversorgung) einzahlen und kann dann im Alter oft die kompletten Beiträge für die PKV damit zahlen. Außerdem bekommt ein PKV-Versicherter dann auch noch einen Zuschuss von der deutschen Rentenversicherung.

 Eine Rückkehr als Rentner in die GKV ist kaum noch möglich.

Wäre wohl auch nicht sinnvoll, denn der Rentner würde dann im Alter nicht in die KVdR kommen, sondern müsste als freiwilliges GKV-Mitglied dann für alle Einkünfte Krankenversicherungsbeiträge entrichten.

Allerdings kann der PKV-Versicherte, der bereits 2009 in der PKV war, auch in den Standard-Tarif wechseln.

Ist vergleichbar mit der GKV von der Leistung und auch vom Beitrag.

 

Jetzt bleibt euch nur noch übrig: alle Verträge  bis auf die Basisversicherung

bei der GKV zu kündigen.

Sollte wohl heißen:  bei der PKV zu kündigen.

Aber auch dieser Hinweis wäre falsch.

Nein - er kann seine PKV im Rentenalter in den Standard-Tarif umstellen.

Was er allerdings nicht bräuchte, hätte er von Anfang an die ersparten Beiträge in eine Altersversorgung eingezahlt.

Gruß N.U.

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GKV Zug ist abgefahren.

Es bleibt ein Tarifwechsel nach § 204 VVG oder der Basistarif.

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Hier wäre unbedingt ein Tarifwechsel gem. § 204 VVG zu prüfen, aber Vorsicht - das geht garantiert in die Hose wenn wenn man das "einfach mal so" als Privatmensch ohne Kenntnisse hierüber und ohne fachliche Hilfe versucht.

Als Erstes würde ich mich an den zuständigen Betreuer des DKV-Vertrages wenden.

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