private Krankenversicherung - Altersrückstellungen

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3 Antworten

Hallo,

wenn man in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert ist, kann man auch in der GKV bleiben. Als Polizist mit Heilfürsorge kann man eine GKV-Anwartschaft für 47,29 Euro abschließen (inkl. Pflegeversicherung).

Eine kleine PKV-Anwartschaft sichert nur die garantierte Aufnahme in die PKV (unabhängig vom Gesundheitszustand). Bei der großen PKV-Anwartschaft werden zusätzlich Altersrückstellungen gebildet, damit ab 65 der Beitragsanstieg gemildert wird (laut gesetzlicher Vorgabe mindestens 10% des Normalbeitrages).

Bei Abbruch bzw. Beendigung der Ausbildung kann man bis zum 23. Geburtstag als Nicht-Polizist in die Familienversicherung der Eltern zurückkehren (§ 10 SGB V).

Folgende Punkte sollte man bei der oft lebenslangen Entscheidung beachten:

  • Dienstunfähigkeit (nach dem 23. Geburtstag)

  • Heirat und Einkommen/Gesundheitszustand des Ehegatten

  • Zahl und Gesundheitszustand von Kindern/Stiefkindern

  • Wechsel in eine Beamtentätigkeit mit prozentualer Beihilfe (statt 100% Heilfürsorge)

  • Aufnahme einer selbständigen Töätigkeit nach dem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis

Die GKV-Anwartschaft kann dann jederzeit in eine Vollversicherung umgewandelt werden: Beitragshöhe: 14,9% und ca. 2% der Bruttoeinnahmen

  • kostenlose Familienversicherung der Angehörigen nach den Voraussetzungen des § 10 SGB V (unanhägig vom Gesundheitszustand der Angehörigen)

  • bei einer unbezahlten Berurlaubung als Beamter kostengünstiger einnahmeabhängiger Beitrag (mindestens 155 Euro monatlich)

Bei einem PKV-Anwartschaftstarif auf jeden Fall genau klären, wann später eine PKV-Vollversicherung unter welchen Bedingungen möglich ist. In manchen Tarifen kann es Probleme geben, wenn man die Polizei weder wegen Dienstunfähigkeit noch wegen der Altersgrenze verlässt! Manchmal ist die Anwartschaft auch nur auf bestimmte Tarife bezogen. Fehlende Tarife wären dann bei Dienstunfähigkeit oder Erreichen der Altersgrenze ohne Anwartschaft (fast) nicht mehr bezahlbar.

Gruß

RHW

Man unterscheidet zwischen der kleinen und großen Anwartschaft. In der kleinen Anwartschaftsversicherung wird lediglich auf eine spätere Gesundheitsprüfung verzichtet, wohingegen in der großen Anwartschaftsversicherung sich auch der spätere Beitrag nach dem Datum der Anwartschaftsversicherung bemisst. Der Beitrag ist hier auch entsprechend höher.Besonders für Berufsoldaten und Polizisten ist die große Anwartschaft besonders sinnvoll, weil hier erst 20-30 Jahre vergehen, ehe von der freien Heilfürsorge in die private Krankenversicherung gewechselt werden kann. Bei Zeitsoldaten empfiehlt sich eher eine kleine Anwartschaft.

http://www.wissen-private-krankenversicherung.de/anwartschaftsversicherung

Da musst Du die Versicherungen i. e. fragen. Vermutlich ist die Beitragsanhebung im Alter geringer, wenn Du jetzt mehr zahlst. Ob sich das lohnt, solltest Du an neutraler Stelle z. B. Verbraucherzentrale erfragen.

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