Private Insolvenz.....Nachteile/Vorteile

5 Antworten

So viel ich weiss, bleibt der Eintrag 10 Jahre nach Insolvenzbeginn in der Schufa stehen, danach ist man wieder ein unbeschriebenes Blatt. Wenn die Schuldenlast zu hoch und erdrückend für deine Freundin ist, dann ist eine Privatinsolvenz immer von Vorteil. Sie bekommt halt ihre Einkünfte 6 Jahre lang bis zu einer bestimmten Freigrenze gepfändet - aber man kann davon leben. Häufig besser als vorher mit Gerichtsvollzieher, Druck, Mahnungen ect. Deine Freundin sollte sich dringend an eine Schuldnerberatung wenden, denn dort kann man prüfen, ob nicht auch ein Vergleich helfen kann. Sie kann dort auch alle ihre Fragen stellen und bekommt Hilfe beim Insolvenzantrag!

Das einzige was eine PI überlebt, sind Forderungen aus vorsätzlicher, unerlaubter Handlung und ähnlich schwerwiegende Sachen. Diese nehmen zwar an der Insolvenz teil und bekommen auch ihren Anteil an den Ausschüttungen, fallen aber nicht unter die Restschuldbefreiung.

Vielleicht sollte man mal Ordnung in das Ganze bringen: Vorteile: -Restschuldbefreiung 6 Jahre nach Eröffnung des Verfahrens. Damit sind alle Forderungen, die bei Eröffnung bestanden uneinbringbar. -Es muß nur noch der pfändbare Anteil vom Einkaommen an den IV/TH abgeführt werden. Davor ist es ja meist bis zum letzten Cent. -3 Jahre nach Erteilung der RSB ist auch die Schufa bezüglich der Inso wieder sauber. Nachteile: Kann ich im vergleichbaren Zeitraum durch Verhandlungen mit den GL meine Schulden auch abbauen, ist die Schufa ehr sauber und die Gerichtskosten fallen nicht zusätzlich an. Umfassende Infos zur Insolvenz findet man bei pleite-was-nun.info oder forum-schuldnerberatung.de

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