Privat Geld verliehen, Person untergetaucht (BEWEISE)?

7 Antworten

Das Kosten/Nutzenverhältnis beim Einschalten eines Rechtsanwaltes wurde schon von @MAB82 erwähnt. Wichtig dabei ist auch noch, dass ihr zunächst alle Kosten für den RA und einem möglichen Prozess vorstrecken müsst.

Dieses Geld kann man sich später vom Schuldner wieder zurück holen, aber wenn der nichts hat oder ihr verliert, dann bleibt ihr darauf sitzen. Ein Mahnbescheid wäre denkbar, aber auch der kostet vorab Geld und der Schuldner müsste ermittelt werden. Ist der untergetaucht, dann .. du ahnst es schon.

Man soll sein gutes Geld dem schlechten Geld nicht hinterher werfen.

Die Polizei hat übrigens mit solchen zivilrechtlichen Dingen nichts zu tun.

So hart das auch klingt, das Geld ist wahrscheinlich nicht wieder zurück zu bekommen.

"Als Sicherung... wurde das Auto angegeben..." - was soll das denn bringen? Etwas anzugeben ist doch keine Sicherheit! Ihr hättet euch - wenn schon - den Kfz-Brief ("Zulassungsbescheinigung Teil II") geben lassen sollen. So aber habt ihr gar nichts in der Hand. Die 300€ sind wohl weg. Seht es als Lehrgeld an.

Da von den 550.--€ bereits 250.--€ bezahlt wurden, lohnt es sich nicht einen Anwalt einzuschalten.

Alleine das Anlegen einer Akte bei dem Anwalt für diese Sache kostet schon mal mindestens 200.--€.

Die Polizei einzuschalten nutzt auch nichts, da es sich um eine zivilrechtliche Angelegenheit handelt. Da wird die Polizei nicht tätig.

Was man da tun kann wäre herauszufinden, wo sich die Schuldnerin aufhält. Eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt ( gebührenpflichtig) ob sie sich abgemeldet und evtl. den neuen Wohnsitz angegeben hat. Wurde ihre Wohnung aufgelöst, oder wohnt sie immer noch an der bekannten Adresse ? Evtl. weiss der Vermieter der Wohnung etwas. Man muss da eben nachfragen und selber aktiv werden. Vieles kann man selber herausfinden, was ich empfehlen würde.

Vielleicht weiss man im näheren Bekanntenkreis der Schuldnerin, wohin sie sich abgesetzt hat, haben könnte.Evtl. wissen Nachbarn der Schuldnerin etwas.

Steht die Schuldnerin in einem Arbeitsverhältnis ? Erscheint sie dort am Arbeitsplatz ?

Erst wenn du weisst wo sich die Schuldnerin aufhält, eine ladungsfähige Adresse hast, dann könntest du einen Mahnbescheid beantragen. Kosten etwa 25-30.--€.

Das geht auch ohne Anwalt.

Aufgrund des "geringen" Betrages um den es hier geht, würde ich auf Eigeninitiative setzen und keinen Anwalt beauftragen.

Woher ich das weiss, eigene Erfahrung mit einem Mietnomaden den ich auch suchte, schliesslich nach Monaten fand.Zu holen war leider nichts.

Die ist vielleicht nur verzogen und geniesst erst mal die Ruhe vor ihren Gläubigern.

Irgendwann wird sie sich ummelden. Also immer mal wieder beim Einwohnermeldeamt nachfragen und den Vertrag mitnehmen.

Woher ich das weiß:Beruf – Seit über 20 Jahren Leiter einer Rechtsanwaltskanzlei.

Ohne Anschrift ist es natürlich schwer, ein Mahnverfahren zu starten. Die Polizei ist nicht zuständig, da sie ja Raten gezahlt hat.

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