Prinzip der Luftverflüssigung nach dem Linde-Verfahren

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1 Antwort

das Lindeverfahren basiert auf den sogenannten Joule-Thomson-Versuch:

Man lässt Gas durch ein wärmeisoliertes Rohr strömen, dass innen einen einen porösen Stopfen hat. Für das Gas ist der Stopfen ein Hinderniss(es wird hineingepresst), und es reagiert darauf, indem es sich nach dem Hinderniss entspannt (Der Teilchenabstand von den Gasmolekülen nach dem Stopfen ist grösser als der Teilchenabstand von den Gasmolekülen vor dem Stopfen).

Es gibt "Gasarten" die sich abstossen oder anziehen. Wenn es sich um ein Gas handelt, wo sich die Gasmoleküle anziehen, verliert das Gas beim entspannen Energie, und es kühlt ab. Wenn sich die Moleküle abstossen, dann wird der Abstosseffekt beim entspannen quasi verstärkt und die Temperatur steigt.

Beim Lindeverfahren will man ein Gas (N2)verflüssigen und man nutzt diesen Joule-T. Effekt aus. Das Gas wird verdichtet, und eben durch den Joule-Thomson effekt entspannt. Dadurch kühlt das Gas ab und wird flüssig bzw. wird wegsiedender Dampf (kalt) im Gegenstrom zurückgeschickt, womit quasi im Gegenstrom gekühlt wird. Ich glaube es geht darum, dass man sich durch den J-T-Effekt eine extra-Kühlung sparen kann.

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