Preise für Hörgeräte?

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3 Antworten

So wie sich dein Bericht liest, hast du anscheinend nur ein Hörgerätemodell und dann auch noch das teuerste angeboten bekommen. Bis vor kurzem war das eine gängige Praxis der Akustiker. Die Kunden fahren auf die vielen Finessen der teuren Geräte ab und finden dann im unmittelbaren Vergleich keine adäquate günstigere Alternative. Mittlerweile sind die Akustiker von den Krankenkassen verpflichtet worden, mindestens auch ein "zuzahlungsfreies" Hörgerät anzubieten. Passiert das nicht, kann die KK die Zuzahlung des gesetzlichen Betrages verweigern. Frage zu allererst bei deiner KK nach, wie hoch dieser Betrag ist. Der ändert sich nämlich immer mal wieder, da auch von den gesetzlichen Vorgaben abhängig, und kann auch von KK zu KK abweichen.Wenn dein HNO-Arzt eine Hörgeräteversorgung befürwortet, erhältst du von ihm eine entsprechende Verordnung. Nur mit dieser kann bei deiner KK die gesetzliche Zuzahlung beantragt werden. Und zusammen mit dieser muss der Akustiker dokumentieren, wie viele und welche Geräte welcher Preisklasse du getestet hast. Auch die jeweiligen Hörergebnisse mit den getesteten Geräten wird darauf festgehalten. Wenn dann erkennbar ist, dass kein günstigeres Gerät deinen Verlust ausgleicht, kannst du dich natürlich für das Teure entscheiden. Aber dann ist dir wenigstens der gesetzlich vorgeschriebene Kassenbeitrag sicher und du musst die teuren Geräte nicht komplett alleine finanzieren.Noch ein Hinweis in eigener Sache: Ich bin hochgradig schwerhörig und habe mich nach sechs Jahren dann von meiner auch sehr kostspieligen Hörgeräteversorgung (eigene Zuzahlung. 2009 lag € 4.600,--) verabschiedet und trage mittlerweile Kassengeräte. Schön ist zwar anders, die Technik reicht aber für meine Ansprüche aus. Die Kassengeräte arbeiten mittlerweile alle digital und sind technisch sehr ausgefeilt. Ein guter Hörgeräteakustiker wird dich dahingehend ausführlich beraten. Deinen bisherigen kannst du jedenfalls getrost vergessen. 

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Geh ruhig noch zu einem weiteren Akustiker... Habe ich auch gemacht... Bei jedem Akustiker habe ich mindestens 3 verschiedene Geräte getestet. Habe noch jetzt für ein im Ohr Hörgerät entschieden... Zuzahlung 980€

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Kommentar von frohnatur007
21.08.2016, 00:15

Vielen Dank, dann werde ich also a) nochmal mit dem sehr netten Akustiker sprechen und b) sonst halt auch noch Weitere testen. DANKE und noch einen schönen Sonntag.

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Jeder ernst zu nehmende Hörgeräteakustiker hat Hörgeräte ohne Zuzahlung. Die Kassen haben festgelegt, welche Ausstattung sie haben müssen. Entscheidend für die meisten Menschen sind die Bedienung und die Optik. 1. will man eine Automatik und 2. soll es nicht besonders auffällig sein. Mit anderen Worten: mit einer geringen Zuzahlung erreicht man schon, dass man die Richtmikrofone der Geräte nicht ein und ausschalten muss. Diese Richtmikrofone helfen in einer Umgebung mit vielen Sprechern und Geräuschen. Bei den Kassengeräten macht man das in aller Regel von Hand. Also für eine geringe Zuzahlung kann man diese Technik bekommen. Und das ist weit weg von den in der Frage genannten Preise. Bei der Optik sind in aller Regel Geräte mit einem ausgelagerten Hörer optisch ansprechend. Klein und kompakt verschwinden sie hinter dem Ohr. Ein nur sehr dünner Schlauch führt in den Gehörgang. Fasst jede Schwerhörigkeit lässt sich heute so versorgen. Insbesondere leichte Schwerhörigkeiten. Kurze Anfragen bei den Akustikern, ob sie Geräte mit der beschriebenen Technik und Form anbieten kann man getrost ohne Verordnung und Hörtest machen. Lässt der Akustiker sich nicht auf diese Auskunft ein; einfach zum nächsten. Es gibt genug davon. Was aber viel wichtiger ist, ist die Verwendung eines nach Maß gefertigten Ohrstückes. Hierzu wird eine Abformung des Ohres genommen. Ohne "Otoplastik" kann auch ein "teures" Hörgerät nicht das leisten wozu es in der Lage ist. Also keinen Test eines Hörgerätes ohne ein Ohrstücke. Und es muss "geschlossen" sein. Also maximal eine kleine "Belüftung". Das sind die Begriffe mit den Akustiker konfrontieren sollte. Jetzt wird gegen argumentiert, dass man bei leichten Hörverlusten im Hochton-Bereich offene Passstücke braucht. Das stimmt aber nur in ganz seltenen Fällen. Würde zu weit führen das jetzt im Detail zu erklären. Das Ohrstück sollte möglichst lang sein und eine kurze Bohrung haben. Dann ist die Technik und der Preis im Detail gar nicht mehr so wichtig. Und Akustiker sind keine Abzocker. Zumindest nicht in der Masse. Wir leben in einer Marktwirtschaft. Mein Autoverkäufer erklärt mir auch die Vorzüge eines spitzen Modells. Trotzdem kaufe ich das dann noch lange nicht. Viel Erfolg mit dem Hörgerät...

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