Preis pro Stunde für Gartenpflege wie hoch?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Im Jahr 2016 haben wir einem selbständigen Handwerker, der bei uns im Haus Räumarbeiten, aber auch Malerarbeiten durchführte, 39 Euro gezahlt.

Unser Sanitärunternehmen hat für Dach- und andere Rinnenreinigung seine Leute mit 47 Euro pro Stunde berechnet.

Dies nur mal als Anhaltspunkt.

Es hat ja keinen Sinn, einen Nettobetrag anzubieten. Schließlich muss der Arbeiter davon Steuern und Sozialabgaben und die Anschaffung und Abnutzung und Lagerung seiner Maschinen usw. zahlen.

So teuer ? das verdiene ich nicht mal brutto. wofür ? warum ?

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@PyroManiac9944

Steuern, Sozialabgaben, Maschinen, Auto, Anfahrt, Mitgliedschaft in der Handwerkskammer, Versicherungen (auch bzgl. Schäden, die er während der Arbeit anrichtet). Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein.

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@SchwarzerTee

ja trotzdem es sind ganz einfache abreiten. ncihts schwieriges. kann niemand bezahlen und ist niemand bereit dazu nicht einmal unsere nachbarin mit viel geld

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@PyroManiac9944

Wenn man jemanden beschäftigt, der schwarz arbeitet, zahlt die Allgemeinheit mit. Ob das gerechtfertigt ist? Und was passiert, wenn dem Arbeiter etwas passiert oder er einen Schaden anrichtet?

Mir ist auch aufgefallen, dass auch Menschen mit Geld oft nicht bereit sind, gute Arbeit anständig zu bezahlen.

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@PyroManiac9944

Wie schon von Tee geschrieben. Vorher war es Schwarzarbeit und für alle Schäden hättest Du aufkommen müssen. Würde er von der Leiter fallen, würdest Du alle anfallenden Kosten tragen, also die Versicherungen würden die sich bei Dir wiederholen. Je nach Aufwand und Folgen können das einihe 100.000 werden. Geht was am im Haus kaputt, geht das auch auf Dein Konto. Nun aber als Firma muß er sich versichern und eine Versicherung kommt dafür auf.

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@McBean

aha oke verstehe also werden alle normalverbraucher und normalverdiener ausgebeutet ? er war 3 jahre hier und jetzt auf einmal. unverschämtheit. bin sauer.

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@PyroManiac9944

Der Unternehmer bezahlt mit seinem Stundensatz seinen ganzen Betrieb.
Da ist der Unternehmerlohn noch das Wenigste.
Als Arbeitnehmer hast du deinen Bruttolohn und mußt dich um den Laden nicht rund um die Uhr kümmern, in dem du arbeitest.
Deswegen kann dein Bruttolohn mit dem Stundensatz von Selbssttändigen nicht verglichen werden.

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@PyroManiac9944

Dein Bruttolohn ist geringer, weil Du davon nicht das Gebäude bezahlst, in dem Du arbeitest, nicht die Gewerbesteuer, nicht die Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung, nicht die Arbeitsmittel, nicht Strom und Wasser, die Du während der Arbeit verbrauchst, nicht die Versicherung für Schäden, die Du anrichten oder die Du Dir im Zusammenhang mit der Arbeit zuziehen könntest. Usw.

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@SchwarzerTee

So ist das. Es kann ja gut sein, daß dem fleißigen Gärtner nach Abzug aller Betriebskosten nun auch nicht mehr als 10,00 € übrigbleiben - und das vor Steuer!

Der Unterschied zu vorher: Er hat ein eigenes Geschäft.

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@PyroManiac9944

Aber wenn Du Dir die 10 € die Stunde eh kaum leisten kannst, warum dann nicht selber Hand anlegen. Das kommt Dich billiger, ist gesünder, mach viel Spass. Und wenn man wenig Zeit hat, kann man sich einen Garten anlegen der pflegeleicht ist und dennoch für die Tierwelt viel zu bieten hat. Also nix mit Nadelgehölzen, Kirschlorbeer, Forsythie - habe ich meiner Bekannten auch gezeigt, wie man ihren schönen Staudengarten erhalten kann und den Arbeitsaufwand senkt. Sie konnte immer schlechter laufen.

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Dankeschön für den Stern!

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Hast du eigentlich selbst einen Job?

Wenn ja, frag doch mal bei deinem Chef nach, für welchen Kurs er deine Arbeitszeit verkauft.

Auf den Bruttostundenlohn sind Aufschläge ab 100% üblich, um die Kosten zu decken.

Aus meiner Sicht solltet ihr ihm wenigstens so viel bieten, dass er mit einer theoretischen 75%-Beschäftigung über die Runden kommen kann. Immerhin muss er neben der Arbeit an sich zeitgleich noch neue Kunden finden, sich um die Buchhaltung kümmern, sicherstellen, dass er funktionierendes Equipment und von dem Geld deutlich mehr Steuern, Krankenversicherung, neues Equipment und Co zahlen. Wenn er seine Sache gut macht, habe ich keine Bedenken dabei ihm 28€ netto zu geben - selbst wenn er ungelernt ist. Am Ende sollte es ja um seine Fähigkeiten gehen und nicht darum wie er diese erlangt hat.

40€ die Stunde brutto für einen selbstständigen Menschen finde ich tatsächlich immer noch relativ wenig.

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