Praxissemester in Österreich, Wohnsitz in Deutschland

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2 Antworten

Hi,

ich werde mein Praktikum auch in Österreich machen, 6 Monate, ziehe aber nach Ö um, behalte aber mein fester Wohnsitz in D. Also auch was anders...

1.Zahle hier in D studentenversicherung bei AOK ca. 77 €. Wenn ich aber eine Bestätigung von österreichischen Krankenkasse bekomme, dass ich in Ö versichert bin, muss ich hier in D nichts zahlen!

Bei dir ist es so wie so komplizierter, wenn du 1800 € bekommst, bist du nicht mehr bei deinen Eltern mitversichert...

  1. Muss ich auch zahlen. Praktikum machen wir ja in Ö... ich glaube da gibt es auch irgend so was ähnliches wie (doppelbesteuerungsabkommen) aber halt sozialabgaben..

  2. ausländische Praktikaten, die nicht länger als 6 monate in Österreich arbeiten, sind von der ESt befreit, sofern vom Ausland Gegenseitigkeit gewährt wird (doppelbesteuerungsabkommen) steuern musst du aber in D bezahlen, wenn deine Einkünfte den Freibetrag überschreiten werden.

Ich habe auch noch viele offene Fragen, die ich wahrscheinlich nur in Ö vor Ort klären kann...

MfG, Praktikant

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Kommentar von DerStudent2012
21.08.2012, 21:00

Hi Rosrus, Ja wenn du nach A ziehst, dann macht´s das aber schon einfacher.

Das mit der Krankenkasse stimmt, natürlich bin ich mit 1800 Brutto nicht mehr bei meinen Eltern versichert. D.h. ich werde mich auf jeden Fall bei der VGKK versichern müssen.

Bleibt immernoch die Frage nach den Sozialabgaben. Ich denke die müssten ja auch in GER anfallen, da ich ja wie gesagt auch hier Arbeitslosengeld beziehen würde.

Wegen Steuern: Ich weis halt, dass man grundsätzlich immer dort die Steuern bezahlt, wo man wohnt. D.h. für mich in GER. Da auch Pflichtpraktika nicht davon ausgenommen sind (außer Freibetrag) werde ich die wohl auch bezahlen müssen. Wann und wie, das wird mir hoffentlich die Frau vom Finanzamt noch mitteilen (die arbeitet nur von 8:30 bis 11:30Uhr, muss ich morgen nochmal anrufen).

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Ich weiss es nicht. Vielleicht kommt noch ein Experte, der wirklich beide Rechtssysteme und die komplizierten Abkommen dazu kennt.

Auf jeden Fall aber erstmal der Tip: wenn die sowieso-Behörde "sagt", dass Du etwas musst, kannst Du darauf erstmal einen Pfifferling geben! Lass Dir erstmal schriftlich Auskunft geben unter Anführung der jeweiligen Rechtsgrundlage!

Das ist ein wichtiges Verfahren, denn damit bekommt man erstmal die Quellen in die Hand, in denen man selbst recherchieren kann.

Ich selbst kenne eine Menge Experten für deutsches Sozialrecht. Aber auch niemanden, der zufällig das deusche UND österreichische Recht und die sämtlichen geltenden internationalen, EU- und zwischenstaatlichen Abkommen. Solche Leute sind sehr rat gesät!

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Kommentar von DerStudent2012
21.08.2012, 17:18

Hi Vielfragerich, danke erstmal für deine Antwort.

Ich will ja nicht von Anfang an den österreichischen Behörten auf den Schlips treten. Außerdem habe ich Angst, dass sich diese Geschichte dann auf meinen Arbeitgeber ausweitet. Das könnte dann ggf. meine spätere potentiellen Festanstellung gefährden.

Mit den Experten dachte ich mir. Ich hoffe halt auf jemanden, der es selbst mitgemacht hat. Das Problem ist, dass die deutschen Behörden keine Ahnung von den Österreichischen haben und anders herum.

Mal sehen was hier noch kommt ;-)

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