Praktische Hilfen/ Mildtätigkeit der Kirchen in Deutschland?

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6 Antworten

Das lässt sich so pauschal nicht sagen, was DIE Kirche leistet.

Aber da kommt einiges zusammen. Zum Beispiel eben jede Menge finanzielle Leistungen, Förderungen und Beteiligungen an unzähligen Organisationen. Oder Alphabetisierungskurse oder Deutschunterricht für Ausländer.

Begegnung wird mit Festen gefördert. Gut organisierte Fahrten in arme Regionen, um Kleider, Lebensmittel und Sachspenden hinzubringen.

Hey Du, Danke für deine Antwort!

Hmm... Ok, die von dir genannten Maßnahmen werden aber auch eher von "Subunternehmen" organsiert und durchgeführt bzw. von privater Hand.

Die Kirchen selber, oder organisierte Glaubensgemeinschaften, sind auch da wohl nicht konkret in der BRD aktiv.

Danke an Dich!

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Ich selbst sehe das ähnlich dem, wie es seinerzeit auch Al Capone gehandhabt hat:

Dieser Mann hat immer wieder auch sozial ausgegrenzten Menschen wirksam geholfen und war dadurch in diesen Kreisen auch recht beliebt. Er tat es aber nicht aus Nächstenliebe, sondern es war eine seiner Tarnmasken, durch die er gleichzeit bewirkt hat, daß die von ihm Begünstigten zu all dem anderen schwiegen, was Al Capone hauptsächlich getan hat.

Ebenso sehe ich es ähnlich dem, was auch Geschäftsleute hin und wieder tun, wenn sie Kunden anlocken oder bei der Stange halten wollen: Sie verteilen "großzügig" billige Werbegeschenke.

Für maßgeblich halte ich lediglich die Verteilung des Ganzen, also wieviel Prozent des Ganzen in nützliche Dinge investiert wird und wieviel Prozent in andere Dinge, die der offiziellen Selbstdarstellung kraß widersprechen. Der Saldo davon ist dann das, was wirklich ist.

Der Saldowert wirklich geleisteter praktischer Hilfe ist auch gut vergleichbar mit Schulsystemen. Auch dort gibt es eine Menge praktischen Nutzen. Aber was nützt z. B. einer evangelikal ausgerichteten US-amerikansichen Universität aller "wissenschaftlicher Lehrstoff", wenn dort gelernt wird, daß die Welt 6000 Jahre alt ist und der erste Mensch aus Lehm hergestellt wurde?

Hier geht es mir aber nicht um Sinn oder Unsinn von Inhalten, sondern um die effektive Wirksamkeit des vermeintlich Nützlichen und um die Frage, ob der wahre Zweck im "Nutzen für die Menschen" zu sehen ist, oder mehr in der listigen Strategie, unter der Maske von Menschenfreundlichkeit möglichst unbemerkt ganz andere Dinge zu erhalten oder zu verwirklichen.

Hey Du, danke für Deine Mühe!

Ich verstehe auch was Du schreibst, es regt auch die Gedanken an, aber die konkrete Frage wurde leider nicht beantwortet.

Dennoch ein ernstgemeintes Danke an Dich!

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Die Kirchen sind in Deutschland auch Anwalt für die Armen und Benachteiligten. 

Neben den praktischen Hilfen über die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie übernehme Kirchen - in Zusammenarbeit mit der Politik - einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des Sozialstaates.

Ja, da hast du wohl Recht.

Es ist also eine indirekte, politsche, strukturelle Hilfe in der Form von Lobbyarbeit (auf der eher "richtigen" Seite- salopp gesagt).

Danke!

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nahezu alle dieser Leistungen lassen sich die Kirchen recht gut bezahlen, der Rest dient der Missionierung neuer Mitglieder.
Es springt also immer ein Gewinn für die Kirchen heraus. Wären die Kirchen selbstlos, sähen sie anders aus. Dann gäbe es zum Beispiel keinen Papst, der in einem Raum voller Marmor und Gold für die Armen betet.

Keine bei der nicht auch Profit für die Kirche rausspringt.

Danke für die Antwort, aber Profit wird und kann es nicht sein, aufgrund der Gesetzeslage. Aber sie werden keine Verluste einfahren- ich denke, dass ist "fairer"

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@180Grad

Gesetzeslage hin oder her, die Gesetze werden seit jeher umgangen.

Wie war das noch gleich?

Bei der Caritas gelangen lediglich 10-15% aller Geldspenden in die beworbenen Projekte, der Rest ist Gewinn.

Die Altkleiderspende der Caritas ist noch schlimmer. Alle Kleidung die hier in Europa noch getragen werden kann, kommt in second hand shops um Gewinn zu machen. Der Rest kommt in dritte Welt Länder wo er auf Straßenauktionen versteigert wird.

Also nur Gewinn, Gewinn, Gewinn.

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Die Kirchen in Deutschland sind voll kapitalistische Unternehmen. Sie machen fast nichts umsonst und lassen, z.B. bei Kindergärten, Alternheimen, Bischöfen usw. voll den Staat oder die Nutzer zahlen.

Wenn doch mal kleine Mildtätigkeiten in Deutschland gegeben werden, dann als "Feigenblatt zur Rufpflege".

Die Kirchen sind Großgrundbesitzer und erzielen riesige Einnahmen an Mieten und Pachten. Die Verträge mit ihrem Personal sind härter und knickriger als in der sonstigen Wirtschaft.

Kirchen sind keine kapitalistische Unternehmen aber sie müssen in ihren Unternehmen betriebswirtschaftlich handeln. Nur so können die sozialen Aufgaben langfristig auch durchgeführt werden.

Kirchen als "Großgrundbesitzer" ? Kirchen in Deutschland haben Grund und Boden. Aber von einem Kirchturm kann man auch nicht abbeissen und der Unterhalt der kirchlichen Kulturgüter verschlingt unglaubliche Summen.

Dass die Verträge mit dem kirchlichem Personal "knickriger" sind als sonstwo hast Du wahrscheinlich in der BILD-Zeitung gelesen. Sonst wüsstest Du, dass Kirchen ihr Führungspersonal deutlich schlechter zahlen als die Wirtschaft und dafür die einfachen Tätigkeiten deutlich besser vergüten als gewerbliche Betriebe.

Ergo: 

Dein Posting ist nix als dummes Geschwätz, welches die gängisten Vorurteile ungebildeter Schreihälse kolportiert.

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@CamelWolf

Ich weise den aggressiven Quatsch von "CamelWolf" zurück.

Dieser scheint noch die davon gehört zu haben, daß die Kirchen riesig viel landw. Fläche besitzen und diese zu Höchstpreisen verpachten.

Bei kirchlichen Arbeitsverträgen kommen immer wieder Proteste, weil die besonders knickrig-kleinlich sind. Hierbei gehts nicht um Manager wie Bischöfe sonder Klein-Angestelle wie Haushälterin, Putzdienste, Sekretärin, Diakon usw.

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@Klarmann

Hallo ihr Beiden,

Danke für Eure Kommentare!

Tatsächlich ist es so, dass die Kirchen viel Grund haben. Dies liegt in der Historie und wird auch nicht hoch aufgehangen.
Das "Gemeinnützigkeitsrecht" lässt ein "rücksichtsloses Wirtschaften" nicht zu. Dass stimmt auch.

Allerdings versuchen viele Kirchen, tatsächlich ihren tatsächlichen Reichtum zu mehren, was wirklich im krassen Gegensatz zum ausgehängten Programm steht. Dies geschieht tatsächlich durch die Kirchengesetze und den Personalkosten, die allerdings, soweitich es in Erfahrung bringen konnte, deutlich über dem Mindestlohn liegen, aber auch nicht gerade dort, wo es möglich und oft nötig wäre.

Danke für Euren Anteil!!!

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@Klarmann

@Klarmann



"Bei kirchlichen Arbeitsverträgen kommen immer wieder Proteste, weil die besonders knickrig-kleinlich sind. Hierbei gehts nicht um Manager wie Bischöfe sonder Klein-Angestelle wie Haushälterin, Putzdienste, Sekretärin, Diakon usw."


Erst lesen, dann kapieren und dann posten.

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