Praktische / schöne Form der Schatzkiste / Erinnerungsstücke an Eltern

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5 Antworten

Für den Sohn meiner Schwägerin, haben deren Arbeitskollegen ein kleines Rezeptbuch mit Rezepten, Bildern und Geschichten die zum Leben meiner Schwägerin gehörten gemacht.

Die Fußballerinnen haben ihr Trikot unterschrieben und noch Bilder der gemeinsamen Zeit angeheftet und einschweißen lassen.

Wir von der Familie haben eine Art Tagebuch für die Zeit (ca.12 Monate) nach ihrem Versterben geschrieben.

Mein Mann hat seinen Schmerz - er hat als letzter mit Ihr telefoniert - eine Piratenkiste gebaut. So richtig mit rundem Deckel und großen Eisenbügeln und einem Schloss. Denn Schlüssel hat er in einem Schließfach mit wichtigen Unterlagen die sein Neffe, wenn er sich wegen der Staatsbürgerschaft entscheiden muss, benötigt deponiert. Dabei ein Brief und wo er die Kiste bekommen kann.

Jedes Familienmitglied hat noch eine Geschichte oder ein Erlebnis mit ihr aufgeschrieben. Halt etwas das ihren Charakter ziemlich gut gezeigt hat. Außerdem sind noch alle Kinderbilder in der Kiste.

Meine Schwiegermutter hat das Taufkleid noch einschweißen lassen und dazu gelegt. Muss dazu sagen sie hat in den USA gelebt, der Junge war erst 1,5 Jahre als und sie ist auf dem Heimweg tödlich verunglückt.

Liebe tipsie69, mein Mitgefühl für Euren Verlust. Ich finde Eure Ideen ganz toll. Das mit dem Lieblingsrezeptbuch werde ich auch machen, das ist eine super Idee. Das gemeinsame Familientrauertagebuch finde ich auch eine wunderschöne Idee, denn in den ersten Monaten nach dem Verlust gehen einem so vielen Begegnungen und Fragen durch den Kopf, die bewahrenswert sind. Ich werde das mal vorschlagen im Kreis der Freunde und Familie. Danke für die vielen Ideen und den Einblick in Dein Leben und wie man Trauer auch gut und positiv gestalten kann, denn das ist es eigentlich lernen möchte. Alles Gute, BB.

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@bittersweet

Ich denke Ihr seit noch sehr nah am Verlust. Bei uns ist das schon fast 18 jahre her. Aber immer wenn auf dem Kalender Bus-und Bettag steht - ist das beklemmend.

Ganz wichtig ist jetzt, dem Kind seine Trauer zu lassen.

Stellt ein schönes Bild auf und sorgt immer für eine frische Blume daneben. Beantwortet alle Fragen, auch wenn es schwer ist. Schon durch das darüber reden heltet ihr die Erinnerung wach.

Alles alles Liebe und ganz viel Kraft.

P.S. Vergesst auch Mutter nicht, denn es ist sehr schwer ein Kind zu begraben. Tipp nebenher: Wenn es in der Nähe einen Treff "Verwaister Eltern" gibt, nehmt mit den Betroffenen da Kontakt auf. Die können aus der Nähe helfen und wenn es nur mal das Zuhören ist. Das hat meinen Schwiegerletern damals sehr aufgebaut. Alleine schon das 1mal in der Woche aus dem Haus gehen, erst zu müssen und dann zu wollen.

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Ich finde, eine Holztruhe für derartige Erinnerungsstücke am schönsten. Gibts übrigens preiswert im Second Hand Laden (Second Hand Möbel). Da passt einiges rein.

Ja, das ist dann so wie die Mitgift-Truhen, die früher die gesamte Wäsche für den Haushalt des neuen Ehepaars enthielten. Das ist einen schöne Idee und außerdem kann man die auch in der Wohnung aufstellen, wenn sie schön ist, dann verrotten die Erinnerungsstücke nicht im Keller. Danke!

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mich erinnert das an die oberste schublade des verticor bei meiner oma. darin hat meine uroma ihre sachen aufbewahrt, die bibeln von ihren schwestern, die sie geerbt hat, familienbilder, alte briefe, altes geld, schmuck, eine brille, das jabo, das die uri trug und vieles in kleineren kästchen.

oder auch die quittungen der einkäufe der hochzeiten, möbelkäufe, alte zeugnisse, die hausordnung der genosenschaftordnung.

so können wir die letzten 100 jahre der familie belegen.

zudem hat man meine oma auch sehr viel aufgehoben, so gibt es alte taschenuhren, börtchen, knöpfe in einem kasten.

ich habe es geliebt, mit ihrer erlaubnis dort reinzugucken und mir dazu auch die geschichten erzählen zu lassen. und auch heute, wenn ich mit onkel und mutter dort reinschaue, macht es spass, vorallem kann man immer mehr von den alten briefen lesen.

ich würde auch nicht vergessen dinge von der familie dazu zu legen, da dies einen eindruck gibt wie die mutter aufgewachsen ist, wie die grosseltern, tanten, onkeln waren, was es für familienanektdoten gab und gibt.

je nachdem wird es vielelicht keine kiste sondern eine komode ode rman holt einen alten nahctisch vom trödelladen.

ich hatte vor 2 jahren einen unaufgearbeitet für 20 euro gesehen. ich schätze so 1900 plus/ minus.

vielelicht schaut ihr, ob ihr etwas findet, das zur zeit de rmutter aktuell war.

Finde ich eine gute Idee. Mein Tipp : Viele Fotos und Hefte ( Schulhefte ) sind anfällig für Umwelteinflüsse. Deswegen muss unbedingt etwas mit in die Kiste , das als "katalysator" dient. Hört sich witzig an , könnte aber so etwas wie Reiskörner oder Natron sein. Ansonsten verblassen die Sachen . Die Kiste sollte Lichtdicht ( UV - Strahlung ) sein. Hm , ich überleg mal weiter vielleicht fällt mir noch was ein

Krass aber geht, beim Fleischer des Vertrauens nachfragen ob er gegen Endgeld die Sachen einschweissen kann. Die proffesionellen Geräte arbeiten halt doch besser als die aus dem Haushalt.

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@tipsie69

LOL, beim Fleischer meines Vertrauens habe ich schon die ungewöhnlichsten Dinge gelernt. Das mit dem Einschweißen ist auch einen gute Idee und wenn die Profiausrüstung beim Fleischer steht, was soll's, fragen kann ich immer. Danke, cooler Tip. :P

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Wow, an den Erhalt der Sachen habe ich garnicht gedacht. Danke, das ist wirklich ein wichtiger Hinweis! Du hast meine Schatzkiste vor dem Verfall gerettet! Kann ich da auch diese kleinen Tütchen nehmen, die immer bei den Schuhen oder anderen eingepackten Sachen sind, auf denen steht, dass sie nicht essbar sind?

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@bittersweet

Silika ? Ja, sollte auch gehen. Das mit dem einschweißen finde ich schwierig , dann kann man ja nichts mehr lesen , wenns zugeschweißt ist. Oder immerwieder neu verschweißen

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es gibt kisten aus kiefernholz, die eigenlich für spielzeug gedacht sind.

guck mal bei ikea.

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