Praktikum an Berufskolleg?

1 Antwort

So wie Du von Berufskolleg sprichst, gehen ich mal davon aus, dass Du aus NRW bist.
Alle folgenden Aussagen gelten also hauptsächlich für NRW und müssen nicht unbedingt für andere Bundesländer zutreffen!

1. Für die FOS11 müsstest Du dir selbst ein passendes Praktikum suchen. Bei einer Höheren Berufsfachschule(HBFS)  macht man soch ein Praktikum erst hinterher.

2. Am Berufskolleg in NRW kann man nicht studieren, dort gibt es nur Schulen. Um FOS oder HBFS machen zu können, braucht man nur die Fachoberschulreife (Realschulabschluss).

3. Die FOS ist ein Bildungsgang, das "Berufskolleg" ist in NRW einfach nur die Sammelbezeichnung für Berufsschulen. Leider Gottes versteht man BaBü aber unter "Berufskolleg" was ganz anderes, nämlich eine HBFS.

4. Ja, an der FOS13 macht man das Abitur, welches zum Unistudium berechtigt. Die FOS13 kann man in NRW (im Gegensatz zu Bayern z.B.) aber nur mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung besuchen, also nicht einfach direkt nach der FOS11/12 und auch nicht direkt nach einer HBFS.

Für die FOS13 bieten sich die 3jährigen Berufsfachschulen an, die eine schulische Berufsbildung mit der Fachhochschulreife verbinden. Man kann also danach direkt in der FOS13 weitermachen und hat auch das Problem mit dem Praktikum erst gar nicht. Da sollte man sich so früh wie möglich um einen Platz bemühen!!

Als langjähriger Abteilungsleiter eines Berufskollegs würde ich den Satz "das "Berufskolleg" ist in NRW einfach nur die Sammelbezeichnung für Berufsschulen", doch ein wenig präzisieren:

Die Berufsschule ist ein wesentlicher Teil des Berufskollegs und bedient im Dualen System den theoretischen Teil der Berufsausbildung, kann aber auch in Absprache mit den Ausbildungsbetrieben Praktika anbieten, wenn diese vom Ausbildungsbetrieb nicht wahrgenommen werden können.

Ein Berufskolleg kann aber daneben auch Bildungsgänge für eine Berufsausbildung nach Landesrecht anbieten, bei denen Praktika und Theorieunterricht allein in der Hand der Lehrkräfte des Berufskollegs liegen, zum Beispiel Assistentenbildungsgänge, die aufbauend auf der FOR neben dem Berufsabschluss auch die FHS anbieten, bei entsprechenden Eingangsvoraussetzungen (FOR mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe) sogar ein Vollabitur anbieten (es sind hier allerdings die LKs vorgegeben).

Zusätzlich besteht häufig die Möglichkeit, an einer FS für Technik in Teilzeit- seltener Vollzeitausbildung eine Weiterbildung zum Techniker zu durchlaufen (im Wirtschaftsbereich kenn ich mich nicht so gut aus).

Weiterhin bietet das Berufskolleg die Möglichkeit, in Berufsvorbereitungsjahren an die Anforderungen des Berufslebens herangeführt zu werden. Das kommt eher für schwächere und schulmüde Schüler in Frage. Durch Besuch einer BFS kann gegebenenfalls auch ein Jahr Ausbildungszeit eingespart werden.

Die Bedeutung der FOS 11/12 ist zurückgegangen, wird aber dennoch in Voll- oder Teilzeitform angeboten, wenn Bedarf besteht. Das Problem der zur AHR führenden FOS 13 ist, dass die Schulaufsicht eine eingeengte Fachbezogenheit verlangt, die gewöhnlich nur in Zusammenarbeit mit weiteren Berufskollegs erreichbar ist. Während meine Dienstzeit sind Versuche, eine FOS 13 zu etablieren, stets daran gescheitert. Da ist der Weg über die AHR-Assistentenberufe der einfachere Weg.


Manche Berufskollegs bieten auch in Eigeninitiative diverse Weiterbildungskurse an, die häufig über die Fördervereine abgewickelt werden.


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@KHLange

"Das Problem der zur AHR führenden FOS 13 ist, dass die Schulaufsicht eine eingeengte Fachbezogenheit verlangt, die gewöhnlich nur in Zusammenarbeit mit weiteren Berufskollegs erreichbar ist. Während meine Dienstzeit sind Versuche, eine FOS 13 zu etablieren,"

Das mit der "eingeengten Fachbezogenheit" verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Wäre nett, Sie könnten das mal näher erläutern könnten! Immerhin gibt es die FOS13 ja an einer Reihe von Schulen. Allerdings, das stimmt, ziemlich selten.

Die gymnasialen Bildungsgänge mit schulischer Berufsausbildung sind wohl für den Fragesteller völlig uninteressant, da er offenbar nur über eine einfache FOR verfügt.

Diese Technikerausbildung ist aber eine sogenannte Aufstiegsweiterbildung, die zwar einen Universitätszugang eröffnet, aber mit erheblichen Einschränkungen (nur kleine Sonderquote für diese Bewerber, bei Bewerberüberhang sucht die Uni nach eigenem Ermessen aus). Das bietet sich eher nur für ein Uni-Ingenieurstudium an.

Auf jeden Fall kann aber jemand mit einer dreijährigen Assistenenausbildung auch sein (richtiges) Abitur an einem Weiterbildungskolleg oder einem Abendgymnasium machen, falls es über die FOS13 (mangels Angebot) nicht möglich sein sollte.

Einfacher wäre es dann allerdings, einfach nur eine 2jährige Berufsausbildung (Verkäufer, Sozialassistent) zu machen, um damit das Abitur dann am Weiterbildungskolleg oder Abendgymnasium in aller Ruhe in 3 Jahren zu machen.

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