Präzisionszahntechnik?

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1 Antwort

Ein Zahntechniker fertigt den Zahnersatz nach den Modellen des Zahnarztes für die Patienten an. Diese Prothesen können in der Herstellung eher einfach sein, z.B. eine totale Prothese, wenn der Patient in einem Kiefer keine eigenen Zähne mehr hat. Dann ist die Prothese nur aus Kunststoff, mit Kunststoffzähnen.

Etwas schwieriger ist eine Metallgussprothese. Die bekommt der Patient, wenn er noch ein paar eigene Zähne in einem Kiefer hat. Diese Prothese besteht aus einem Metallgerüst, an dem die Kunststoffzähnen befestigt werden, und Klammern, mit denen die Prothese an den eigenen Zähnen des Patienten befestigt wird. Das Metallgerüst wird zusammen mit den Klammern in einem Stück gegossen und muss dann genau auf den Kiefer des Patienten passen, also sehr präzise gearbeitet sein.

Wenn der Patient keine Klammern möchte, kann man auch die noch vorhandenen Zähne abschleifen, eine Metallkrone darauf setzen, und in die Prothese eine Hülse einarbeiten, die genau auf die Metallkrone passt. Das funktioniert dann wie ein Druckknopf. Natürlich müssen die Teile ganz genau zusammenpassen, da geht es um hundertstel Millimeter, deswegen werden diese Kronen heutzutage nicht mehr aus Zahngold gegossen,  sondern aus einem speziellen Metall gefräst. 

Bleiben noch die Kronen und Brücken, die heutzutage entweder aus Edelmetall (Zahngold) oder aus Nichtedelmetall (spezielle Metalllegierung) gegossen werden, oder aus einem Keramikblock gefräst und dann weiter bearbeitet werden.

Während früher ein Zahntechniker alleine arbeitete und alle Herstellungsarten beherrschte, haben sich in den letzten Jahren Spezialisten herausgebildet. So lässt man z.B. die Keramikkronen gerne von Frauen bemalen, weil diese feinere Farbnuancen erkennen können als Männer. 

Da die Geräte zum Fräsen sehr teuer sind und in einem kleinen Labor nicht ausgelastet und somit unrentabel wären, haben sich große Labore auf solche Arbeiten spezialisiert. D.h. ein Zahntechniker lässt in einem großen Labor die Fräsarbeiten machen, die Ausarbeitung, bei einer Keramikkronen die Verblendung und Bemalung, macht er dann selbst. 

Für das große Labor hat das den Vorteil, dass die Maschinen besser ausgelastet sind, für das kleine Labor hat das den Vorteil, dass es keine teuren Maschinen anschaffen muss, und für den Zahnarzt hat es den Vorteil, dass er mit einem kleinen Labor in der Nähe arbeiten kann. In dem Fall kann der Zahntechniker auch mal in die Praxis kommen, oder der Patient zum Zahntechniker. Ein weiterer Vorteil sind die kurzen Versandwege. Wenn eine Prothese mal kaputt geht kommt ein Fahrer von Labor, holt die Sachen ab, der Techniker repariert sie,  und sie werden wieder in die Praxis zurückgebracht. Dann muss der Patient nur 24 Stunden ohne seine Prothese auskommen.

Viel Erfolg beim dem Vorstellungsgespräch! 

    

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