Prävention für Depressionen (Rückfall vermeiden)?

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3 Antworten

Ich weiß nicht welches Ausmaß und Formen deine Depression hatte, aber ich kann dich glaube ich ganz gut verstehen.

Ich habe selber auch Depressionen, immer so Phasenweise. Ich bin jetzt 21 und ich habe oft einen innerliche Kampf gehabt. Meistens an den Momenten wo man keinen Ausweg mehr sieht und alles über den Kopf wächst, findet man irgendwie doch einen Ausweg. Und an solch "kleinen" Lichtblicken solltest du glauben.

Ich habe für mich, auf einem langen Weg, erkannt das Depressionen auch etwas schönes sein können. Denn jedes mal, wenn man es überwunden hat fühlt man sich besser und stärker. Klar man hat auch Angst davor das es wieder kommt und schlimmer wird, dann nicht mehr weggeht.. Aber diese Angst und die depressiven Gedanken sind nur Illusionen. Illusionen der Erinnerungen aus der Vergangenheit und die Illusionen aus den Ängsten der Zukunft. Das JETZT zählt. 

Depressionen können einem auch Zeigen wie verdammt schön jedes Leben ist. Weil man den Abrund vor Augen hat/hatte. Und man fragt sich "hört es auf, wenn ich reinspringe. Belaste ich andere zu sehr und sollte springen?" Genau das ist eine der Illusionen und Ängste die man sich irgendwie selber setzt, es sich so anfühlt als würde es keinen Weg geben. Es gibt auch keinen Weg, gab es noch nie. Zumindest keinen falschen und auch keinen Richtigen Weg. 

Heute, wenn ich mal wieder am Boden zerstört bin und weinend neben meiner Verlobten einschlafe, so dass sie nichts merkt, dann fühlt es sich gut an traurig zu sein, traurig über alles und vor allem einem selbst. Aber heute habe ich gleichzeitig das Gewissen das es nur Illusionen sind, aus denen man in jedem Augenblick erwachen kann. Aber wenn man das so krampfhaft will und es jetzt anders sein MUSS, fällt es meistens am schwersten. Egal wieviel Leid ich erfahren habe und werde, ich weiß heute ganz genau dass, sich dieses verkackte leben lohnt. Über all und in jeder Kleinigkeit steckt eben so viel Finsternis wie auch Licht. 

Mit deinen Freunden solltest du ganz offen und ehrlich sein, keine Angst davor verurteilt, verachtet oder missverstanden zu werden. Denn wenn es wahre Freunde (Wahre Freunde im Leben, kann man meist an einer Hand abzählen) sind, dann werden sie dir zuhören. Sie müssen dich auch nicht sofort verstehen. Sie werden es mit der Zeit, wenn man keine Angst mehr hat, wenn man es nicht mehr leid ist zu kämpfen. Denn dann ist all das, was einem das Leben zur Hölle gemacht, nur noch eine kleine Schneeflocken die in der Frühlingssonne verschwindet.

Gib nicht auf, du wirst es schaffen. Du wirst es schaffen keine Angst mehr zu haben. Man darf auch Angst haben, manchmal muss man ängstlich sein um mutig zu sein. Aber das Leiden in dieser bitter-süßen Geschichte hört irgendwann auf. Auch wenn man das nicht versteht, oder manche denken, was labert der für ein Unsinn... Ich war auch einst ein junge der den Sinn gesucht hat und oft daran verzweifelt ist.

Aber der Sinn des Lebens ist, dass das Leben keinen Sinn macht.

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Kommentar von Fack717
18.06.2017, 20:11

Edit:


Ich meine nicht, dass ich den Schlüssel zu einem sorgenlosen Leben gefunden habe. Den gibt es nicht. Ich habe nur gelernt mit den Ängsten die mich begleiten umzugehen. Es wird immer irgend was passieren, was traurig machen kann oder man das anschleichen depressiver Gedanken verspürt. So ist das halt und weil man solche Dinge nicht beeinflussen kann, auch wenn man denkt man muss es beeinflussen, macht es doch gar keinen Sinn depressiv zu sein. Traurig über etwas, was man nicht rückgängig machen oder Angst davor nicht zu wissen was in der Zukunft passiert.

Es macht keinen Sinn und wird es höchstwahrscheinlich auch nie machen, also lasst uns Glücklich sein dieses Leben überhaupt leben zu dürfen. So viele schöne Sachen verspüren zu können.


So... jetzt bin ich glaube ich fertig :'D bitte nehmt es mir nicht übel, falls ich bei einem Kopfschmerzen verursache.

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Kommentar von thatwemaylive
18.06.2017, 20:11

Vielen Dank für deine schönen Worte! Ich fühle mich sehr verstanden, man merkt, du kennst dich mit dem Thema aus. Danke!

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Depressionen können geheilt werden. Haben jedoch die Eigenschaft wieder aktiv zu werden. Wenn Du erst vor kurzem eine Therapie beendet hast, bist Du sicherlich darauf aufmerksam gemacht worden, weiterhin einen Psychologen aufzusuchen. Bevor es schlimmer wird solltest Du das auf jeden Fall tun. Depressionen verarbeitet man am Besten mit Gesprächen. Wenn Du meditierst kannst Du zwar Denken aber nicht mit jemanden sprechen der Dir Rat gegen kann. Und das ist es was Du  brauchst.

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Welche Art Therapie hattest du gehabt, psychologische oder psychiatrische. Hast du Medikamente genommen. Ich denke nicht, dass du die Depressionen wieder bekommst !!!

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