Prähistorische hochentwickelte Zivilisation vor mehreren zehntausend Jahren?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann auch behaupten, dass es vor mehreren zehntausend Jahren pinkgefleckte Einhörner gab. Ohne einen Beweis für diese Behauptung bleibt es aber nur ein Märchen, ohne Anspruch, als Theorie diskutiert zu werden.

Eine Umpolung des Magnetfeldes fand zuletzt vor mehr als 780.000 Jahren statt. Damals gab es noch keine Menschen, zumindest nicht den Homo sapiens. Dass Homo erectus oder andere Vorfahren des Jetztzeitmenschen in jener Zeit bereits eine Zivilisation gebildet haben sollen, halte ich prinzipiell zwar nicht für unmöglich, aber doch für sehr, sehr unwahrscheinlich.

Außerdem, warum sollte die Umpolung des Magnetfeldes so problematisch gewesen sein? Bislang gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass es überhaupt Auswirkungen auf Organismen hat. Auch eine Klimaveränderung halte ich als Folge für ausgeschlossen.

Fakt ist: Wir haben keine Indizien dafür, dass es vor den ersten
Hochkulturen in Ägypten und Mesopotamien bereits eine Zivilisation gab.
Punkt.

Dann stellt sich mir nur die Frage wie ist es den Menschen in Ägypten gelungen die Pyramiden zu erbauen. Vor ein paar Jahren haben Wissenschaftler versucht eine kleine Pyramide mit den gleichen Mitteln wie die Ägypter zu bauen. Sie sind gescheitert und die Pyramide ist nach nur wenigen Monaten eingestürzt. Wie also haben das die Ägypter vor rund 4000 Jahren vollbracht.

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@diego26

Weil wir überhaupt nicht wissen, was für Techniken die Ägypter genau hatten. Die Wissenschaftler, die das versucht haben, sind gescheitert, weil sie eine falsche Herangehensweise verwendet haben. Und weil sie im Pyramidenbau überhaupt keine Erfahrung hatten.

Ich kann noch so viel über das Autofahren in Büchern nachlesen, wenn ich dann aber selbst zum ersten Mal am Steuer sitze, macht mich das noch nicht zum nächsten Formel1-Weltmeister.

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@diego26

Fangen wir doch mal kleiner an. Bau du als vermutlicher Nicht-Architekt doch mal ein Haus. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mächtig in die Hose gehen.

Aber nur weil DU es nicht hinkriegst, heißt es nicht, dass niemand ein Haus bauen kann.

Zu den Pyramiden gibt es reichlich Hinweise auf die Art des Baus. Aber es ist halt die gleiche Sache wie bei allen anderen Experimenten in der Archäologie: Nur weil es die sesselpupsende Fraktion nicht gleich hinbekommt, heißt es nicht, dass es nicht geht.

Beispiel: Immer wieder basteln sich Kollegen neolithische Äxte und hauen damit auf Bäume ein. Sie sind dann hochgradig fasziniert, hantieren schwerfällig damit herum, kriegen einen Muskelkater, hacken sich halb ins Bein und platzen vor Stolz, wenn sie nach 6 Stunden die kleine Staude umgelegt haben. Diese Zeit nehmen sie als Referenz für Berechnungen zum vorgeschichtlichen Holzhandwerk.

Drückt man nun die gleiche Axt einem Mitglied eines traditionellen Volkes, beispielsweise in Borneo, in die Hand, der schon sein ganzes Leben mit ähnlichen Werkzeugen arbeitet, dann hat der nach 20 Minuten einen Baum gefällt.

(Für die Damen geht das dann mit Reproduktionen von Spinnwirteln und der Frage "wie lange brauche ich, bis ich x Meter Garn gesponnen habe".)

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Alles klar danke für die anschauliche Antwort

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Och, nich schon wieder...

Liebe Verschwörungstheoretiker und Geheimnissucher,

Wir pfriemeln in der Archäologie konsequent an unseren Datierungsmöglichkeiten und Chronologien herum. Es gibt Bibliotheken voller Informationen über das, was wir wissen. Wer etwas Neues herausfindet, macht sich im Fach einen Namen.

Warum zum Geier sollte irgendein Archäologe also neue Erkenntnisse verheimlichen, die ihn bekannt machen und ihm in einem Fach mit Stellennot so vielleicht einen stabileren Stand verschaffen könnten? Wir werfen regelmäßig alte Forschungsmeinungen über Bord, das ist Sinn und Zweck unserer Wissenschaft.

"Man kann nicht beweisen, dass es nicht so gewesen ist" ist keine wissenschaftliche Arbeitsweise. Wir arbeiten mit Belegen. Und die gibt es für das, was du suchst nunmal nicht.

Als das Magnetfeld der Erde sich das letzte Mal umgekehrt hat, war die Menschheit mit ganz anderen Dingen beschäftigt als Hochkulturen, die hinterher niemand findet.

Es gibt so viele tolle Themen in der Archäologie, da muss man doch keine dazuerfinden. Oder liegt es einfach daran, dass es schneller geht, "Verschwörung!!!" zu brüllen als sich vernünftig in die Materie einzuarbeiten?

Nein, keine Hochkulturen zur Zeit von Matuyama-Brunhes.

Ich habe mir schon selbst gewusst das die These unlogisch ist oder klingt aber ich kenne mich in dem Bereich einfach zu wenig aus und mich hat es interessiert was andere davon halten. Danke!

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@diego26

Wenn du dich für Geschichte und Archäologie interessierst, wende dich an die, die sich damit auskennen, das ist immer der sicherste Weg. Es gibt eine Menge archäologischer Literatur auch für interessierte Laien. Nur ist die halt nicht so reißerisch.

Leider machen diese Verschwörungstheoretiker eine Menge Kohle mit der Unsicherheit von Leuten, indem sie ohne Belege wissenschaftliche Arbeitsweisen ad absurdum führen wollen. Klopft man diesen Irrsinn dann methodisch ab, bleibt nichts davon bestehen. Das Schlimmste daran ist aber, dass plötzlich die Wissenschaftler von solchen Menschen mit Scheinargumenten in die Ecke gedrängt werden und die Nichtexistenz irgendwelcher Hirngespinnste beweisen sollen. Aber so funktioniert das nunmal nicht.

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Wird ein Esoteriker-Schundartiekel gewesen sein, mehr nicht. Die menschliche Zivilisation ist nicht älter als 10000 J., vor etwas mehr als ca. 6000 J. kamen die ersten entwickelten Hochkulturen auf wie Ägypter, Sumerer, Babylonier und Assyrer.

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