Power faktor = Effizienz?

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1 Antwort

Nein. Der Power-Factor ist nicht etwa der Wirkungsgrad, sondern das Verhältnis von Wirk- zu Scheinleistung.

Scheinleistung ist die geometrische Addition (Pythagoras!) von Wirk- und Blindleistung. Wirkleistung ist Leistung, die tatsächlich im Verbraucher umgesetzt wird. Blindleistung wird von der Energiequelle zum Verbraucher geliefert, dann aber vom Verbraucher wieder zurück gespeist.

Blindleistung belastet die Leitungen und Transformatoren, setzt aber keine Energie um. Ein Generator wird zum Beispiel nicht bedeutend langsamer, wenn man ihm große Mengen an Blindleistung abverlangt. Die Entnahme einer großen Menge Wirkleistung würde ihn natürlich bremsen.

Die Angabe würde ich so verstehen, dass die UPS-Geräte die entsprechende Schein- und Wirkleistung bereitstellen können. Somit wäre die erste UPS prinzipiell "besser", denn sie kann auch Geräte betreiben, die über einen schlechteren Power-Factor verfügen. (Große Motoren beispielsweise haben in der Regel einen sehr schlechten Power-Factor.)

Bei Geräten, die Strom entnehmen, möchte man möglichst einen Power-Factor nahe eins haben. Moderne Schaltnetzteile für Computer erzielen beispielsweise einen Power-Factor, der größer als 0.99 ist, d. h. sie sehen für das Stromnetz fast wie ein perfekter ohm'scher Widerstand aus. Ein solcher hätte einen Power-Factor von exakt 1.

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