Potentialvorzeichen zu Ladung?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Potential heißt eigentlich "nur" Macht, Fähigkeit ...

In der Elektrotechnik wird der Begriff aber fälschlich auch für Spannungen benutzt.
Natürlich hat eine Spannung von +3V allein keine "Macht" und wenn, dann durch einen dadurch hervorgerufenen Strom. Die gleiche "Macht" würde aber auch eine Spannung von -3V entwickeln können.

Bei elektrischen Spannungen sollte man daher den Begriff Potential vermeiden, ihm auch keine Zahlenwerte in Spannungen zuordnen.

Null-Potentional wird oft immer für Erde oder Masse benutzt. Daran ist nichts auszusetzen.

Masse z.B. ein Chassis eines Computers, Radios ... gibt es in jedem Gerät  und Spannungen in solchen Geräten werden dann auch auf diese Masse bezogen.
Das bedeutet aber nicht zwingend, dass man zwischen Masse eines Computers und Masse eines Radios nicht Spannungsdifferenzen messen kann.

In solchen Fällen spricht man dann auch von einer Potetial-Differenz.

Wasserleitungen und die Schutzleiter der 230V-Stromverorgung sind auch nicht immer einfach "Erde". Zwischen beiden kann man durchaus Spannungen  messen.
Die sind nicht unbedingt gefährlich. Trotzdem ist es ratsam, einen Potentialausgleich (dicke Leitung) zu schaffen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Wechselfreund
25.11.2016, 16:04

Wasserleitungen und die Schutzleiter der 230V-Stromverorgung sind auch
nicht immer einfach "Erde". Zwischen beiden kann man durchaus
Spannungen  messen. 

 Dann liegt ein Fehler bei der Potentialausgleichsschiene vor.

0

Die elektrische Spannung ist eine Potentialdifferenz.

Das elektrische Potential ist definiert als φ = − ∫ E⋅ds und ist nur festgelegt bis auf eine Konstante, die man dem Integral noch hinzufügen könnte. Das heißt so viel wie dass der Nullpunkt beliebig gewählt werden kann und du jedem Punkt das Potential 0V zuordnen darfst. Da nur Potentialdifferenzen sich physikalisch bemerkbar machen, spielt das keine Rolle.

In der Elektrostatik legt man diesen Bezugspunkt gerne ins Unendliche, dann entspricht wegen

F = qE E = F/q → φ = − 1/q ∫ F⋅ds = W/q

das Potential φ(A) der Arbeit, die benötigt wird, eine Ladung q "vom Unendlichen" zum Punkt A zu bringen.

Das elektrische Potential ist das Analogon zur potentiellen Energie in der Mechanik.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Potentielle_Energie

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Usedefault
25.11.2016, 15:52

Und sagt das Potential etwas aus, ob ein Punkt mehr Elektronen als Protonen hat? Bei - 3V z. B.?

0

Wenn ich Deine aufwändig gestellte Frage richt verstanden habe, dann ja, dann bedeutet es genau das.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Punkt hat immer 0V. Wenn du vom Punkt zum selben Punkt misst, ist die Differenz immer 0. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann beseutet es das, ja. +3V würde beduten, dass 3V mehr anliegen als, am Bezugspunkt. Der Bezugspunkt ist häufig die Masse. 3V bedeuten 3 Joule pro C. C=eine bestimme Anzahl an Elektrone. Das heißt wenn +3V anliegen, haben an dem Messpunkt 1 C Eletronen, 3 Joule mwhr Energie als am bezugspunkt. Bei -1V hätten halt die Elektronen, im Vergleich zum Bezugspunkt, 1 Joule pro C weniger Energie. Achtung! Nur weil an einer Stelle 0V angezeigt wird, heißt das nicht, dass 1 C Elektronen 0 Joule haben, es heißt nur, dass die Elktronen am Bezugspunkt genau dieselbe Energie haben , wie am Messpunkt. Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen verständlich machen, ansonsten frag einfach nochmal nach :).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Usedefault
25.11.2016, 15:48

Misst ein Voltmeter die Lageenergie oder die Bewegungsenergie der Elektronen?

0

Was möchtest Du wissen?