Pot Odds berechnen.(Mathe Frage)

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2 Antworten

Zuerst mal eine Faustformel für die Odds. Ist natürlich nicht exakt, aber macht das Ganze ein bißchen einfacher.

Vom Flop zum Turn / vom Turn zum River: Outs * 2 + 2 (Bsp. 9 * 2 + 2 = 20%)

Vom Flop zum River: Outs * 4

Zu deiner Frage (ich nehme einfach mal 20% weil es sich leichter rechnen lässt):

Wenn du 20% (oder weniger) des entstehenden Gesamt-Pots bezahlst, machst du nichts falsch.

Bsp: 120 sind im Pot, Gegner setzt 40. Callst du die 40, ist der Pot 200 groß. 40 von 200 = 20%. Ein guter Call, oder anders: ein Fold wäre hier ein Fehler.

Vom Flop zum Turn oder vom Turn zum River kann man auch durchaus mal Calls machen, die auf den ersten Blick nicht wirklich gut sind. Wenn man davon ausgehen kann, dass man nach einem Treffer (also nach einer Verbesserung der eigenen Hand) vom Gegner noch den einen oder anderen Chip/$/€ kassieren wird. Das Stichwort hier ist: implied Odds.

Es hängt auch noch davon ab, ob und wie Du versichert bist, wenn keine der 9 outers kommt, zB mit einem wie hohen Paar. Auch mußt man mit flushdraw mit As immer mal ein fullhouse des Gegners einkalkulieren .. bei Paar im board umso mehr.

Dann hängt es von Deiner Position am Tisch auch ab, "was an pott zu erwarten ist" .. wenn nach Dir noch welche kommen, die raisen könnten (oder die Du zum callen nötigst mit Deinem raise, was den pott mehr erhöht), wieviele Gegner überhaupt noch im Spiel sind und °wie sehr der Tisch brennt°, also, was Du vorhast zu tun, wenn turn Dir nicht hilft und an einem spielfreudigen Tisch, daß deftig nacherhöht zu erwarten ist. Entsprechend, wo Du mit Deinem stack gegen die Gegner stehst. Zwar alles nicht pot-Odds, fließt aber in dessen Bewertung und Entscheidung, was Du tust, unbedingt alles mit ein.

Ansonsten mußt Du einfach nur mindestens gut den fünffachen pott, von, was Du setzt oder callst, zurückgewinnen mit den Fällen, wo Deine beste Hand kommt.

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