Posttraumatische belastungsstörung auf Grund eines Erlebnisses, von dem man nicht selbst betroffen ist?

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4 Antworten

Eine Posttraumatische Belastungstörung hat ein Betroffener. Wobei "betroffen" ist auch ein Helfer, ein Angehöriger, ein zufälliger Zusehender... eben jeder, der massiv belastet ist. 

In der ersten Phase sol der Betroffene übrigens einfach frei von seiner Belastung reden, dann muss es nicht zu einem Belastungstrauma kommen.

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Kommentar von Planlos12345
31.12.2015, 01:18

Denkst du es ist möglich das ein 17 jähriger das bekommt weil er ein paar Tage nach dem Flugzeugunglück über Frankreich geflogen ist und ihn das daran erinnert hat?  sorry wenn ich frage ich weiß das ist doof aber mich interessiert das Thema und ich habe hier etwas gelesen das sich so ziemlich danach anhört.  Ich bin kein Psychologe deshalb die Frage.  Will auch keine Diagnosen stellen.  Würde mich nur interessieren ob es rein theoretisch möglich wäre das wie gesagt etwas von dem man nicht selbst betroffen ist so etwas auslösen kann 

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Kommentar von Eselspur
31.12.2015, 11:14

ich bin auch kein Psychologe, habe aber einmal eine Schulung über posttraumatische Belastungsstörungen gehabt. Laut dem, was damals Experten gemeint haben: ja, das kommt vor. wir leben in einer Mediengesellschaft. Dadurch können wir alle Betroffene sein.

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Wenn man bestimmte Bilder lange Zeit nicht aus dem Kopf bekommt, ist das ja eigentlich auch eine posttraumatisches Symptom.

Mir ist das mal in Italien so gegangen; als ich über einen Marktplatz in einem Dorf am Gardasse ging, sah ich etwas schwarzes sich bewegen. Ich dachte es wäre ein spielendes Kätzchen.

Es war auch ein Kätzchen, dessen untere Hälfte aber plattgefahren war. Es schrie erbärmlich und bewegte verzweifelt seinen Oberkörper. Dieses Bild hing mit noch noch fast ein Jahr lang nach.

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Bei besonders empfindsamen Menschen kann das passieren. Eine PTBS kann man quasi davon bekommen, dass man von irgendetwas Schrecklichem hört, oder auch nur etwas sehr Beängstigendes sieht. Dann sind die Folgen meist auch nicht so dramatisch wie bei einem selbst erlebten Trauma.

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Das Trauma als schädigendes Ereignis muss die Person immer selbst betreffen, um dadurch eine posttraumatische Belastungsstörung (PTB) hervorzurufen.

Die Überbringung einer schlechten Nachricht oder deren Berichterstattung im Fernsehen löst keine PTB aus



Traumatisierende Ereignisse können beispielsweise Naturkatastrophen, Geiselnahmen, Vergewaltigungen, sowie Unfälle mit drohenden ernsthaften Verletzungen sein. Außerdem zum Beispiel Kriegserlebnisse, Entführungen, Terroranschläge, Folter, Lagerhaft, politische Haft oder gewalttätige Angriffe auf die eigene Person.

Die Person befindet sich dabei in einer lebensbedrohlichen Lage! 





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