Porzellan herstellung..?

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5 Antworten

Hallo!

Arrrgghh! Mußt Du gleich mit der Königsklasse anfangen? Versuch erstmal Tonarbeiten zu machen, das bereitet Kopfzerbrechen genug! Wichtig ist, Richtig, das Mischungsverhältnis der Zutaten. Man wird Dir nicht alles sagen, da Einiges ein absolutes Betriebsgeheimnis ist. Du kannst FIMO (R) im eigenen Ofen backen. Für Ton brauchst Du schon einen vorheizbaren Spezialofen von über 300- oder 500 Grad Celsius, den gibt es aber in den meisten Schulen, die auch eine Mittelstufe (7./ 8. Klasse) anbieten. Keramik wird bei Temperaturen von weit über 800 - 1000 Grad gebrannt. Du wirst keine sofort-tollen Ergebnisse bekommen, da - richtig - das Mischungsverhältnis stimmen muß, die gleichmäßige Trocknung und mehrmaliges brennen und Lackieren. Dein Objekt kann unter Umständen um die 20- 30 Prozent schrumpfen und bei Serienfertigung, oder Kannen mit Deckeln und Tassen mit Untertassen schrumpfen demnach unterschiedlich große/ dicke werkstückeauch unterschiedlich. Wenn der Durchfeuchtungsgrad, unregelmäßige Lackierung oder Eintragungen, Steinchen nicht gleichmäßig sind, so kann es leicht zu Spannungsrissen kommen. Für dünne Objekte kann es hilfreich sein, geriebene Knochen mit Gelatine beizumengen, wie im China-Bone (Keramik-China+Knochen), was glasige und teilelastische Komponenten in bestimmeten Phasen des Herstellungsprozesses suggeriert. Rechne famit, daß Du unter Umständen länger, als 2-3 Wochen an einem Objekt sitzt, mit allen Phasen der Herstellung, Trocknung, Bemalung. Letztere ist auch noch mal kritisch, da auch hier unterschiedliche Dicke des Material-Auftrags das Erwämungsverhalten im und am Objekt ändert ( siehe Chemie-/ Physik-Unterricht Enthalpie) - Spannungsrisse, Blasenbildung und abspengungen sind möglich. Achte darauf, daß der Boden auf der eigentlichen Stellfläche unlackiert bleibt: Dort soll die Restfeuchtigkeit ausdampfen und das Verkleben mit dem Ofen verhindern. Da der Ofen seine Heizstäbe an den Innenwänden hat, oder Flammen verwendet werden, so ist der Bereich, der am Objekt fern davon liegt, auch bei vorgeheiztem Ofen kühler und ann im Übergangsbereich von bereits erhitzter - zu r noch kühleren Zone im Objekt - Risse bilden. Die Lacke haben oft eine ganz andere Farbe vor dem Brennen, als nacher. Das Werkstück sieht manchmal vor der Fertigstellung scheußlich-grau aus. Einig Bestandteile sind mega-teuer, wegen Gold-Komponenten, oder mega-giftig, wegen Chrom, Arsen oder radioaktiv... Echt Keramik-Öfen sind sehr teuer und selten. Normale Tonöfen in Backofengröße kosten nicht selten schon um die 2000- 3500 Euro. Es gibt gelegentlich an den klassischen Produktionsstätten in Süddeutschland und Ostdeutschland, wie etwa Meissen, aber auch Delft in den Niederlanden, Schnupperkurse, oder Tage der offenen Tür. Mit sehr viel Glück geben sie einem Fertig-Mischungen mit, damit das Betriebsgeheimnis der genauen Inhaltsstoffe gewahrt bleibt. Du zahlst zumeist nach Zeitaufwandt und Kubik-zentimeter für die Trocknungs-Dauer, ~Häufigkeit und Größe des Werkstücks, das ja anderen Objekten Platz im Brennofen abnimmt. Viel Glück und Erfolg!

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Kommentar von Maximilianibus
16.10.2011, 21:48

Danke für die Antwort! :D Mit Ton habe ich schon öfters gerabeitet, aber in diesem Fall müsste es Porzellan sein. Das Werkstück, das ich brauche, ist massiv und hat eine einfache Form, das dürfte nich allzu schwer werden... Und wie gesagt, Lack brauche ich nicht, es geht bloß um das Porzellan. Danke nochmal!

Lg

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Hey, so ganz verstehe ich deine Frage nicht. Ich selbst arbeite mit Ton, aber bei mir im Töpferladen gibst fertige Porzellanmischungen auf denen steht, wieviel Wasser man braucht oder man fragt die Verkäuferin.

Das ganze ergibt dann eine Gießmasse, die in die vorgefertigten Gießformen gegossen wird. Dann, nach einer bestimmten Haltezeit wird der Rest ausgegossen und du klappst die Gießform auf und holst dein Stück raus. Die Teile können dann glasiert und gebrannt werden. Ich sehe auf Weihnachtsmärkten an jeder Ecke diese Gießkeramikteile - also, kann es nicht allzuschwer sein.

Gruß vom Vulkan

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FAQsimile hat ja schon eine perfekte Antwort gegeben ... ich nehme aber an, dass Du bereits beim fein Mahlen der Rohstoffe scheitern wirst ;-)

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Da haste eine grobe Anleitung:

http://www.augarten.at/produktion/rohmaterial/

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Kommentar von Maximilianibus
15.10.2011, 23:13

da steht aber auch keine antwort zu meiner frage, weil ich weiß ja schon, dass man feldspat, kaolin und quarz braucht...

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Hallo, am Besten Du gibst die Form einen Porzellanhersteller, der für Dich das Ding herstellt. In der Garage oder im Wohnzimmer nicht zu machen.

Viele Grüße

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