Pony ausser kontrolle. Hilfe was soll ich tun?

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5 Antworten

Da hilft nur Reitlehre ... Es sind halt aktuell Wohlfühltemperaturen für die Pferde, denen sonst immer zu heiß ist. Im Winterpelz plus 5 bis 10 Grad ist genauso fies wie im Sommerfell 30 Grad. Ein paar Minuten endlich mal laufen dürfen, ist sehr willkommen, aber natürlich möcht man dann damit weitermachen und nicht gezwungen weden, Schritt zu gehen. Die Menschen, die meinen, man könne Pferd an der Longe oder frei laufend auspowern, täuschen sich in der Natur des Pferdes. Wenn ich meinen auf den Geschmack gebracht hab, ist es für ihn eine Strafe nicht richtig lang, das kann schonmal eine gute Stunde sein oder wenn es ihm gut geht, auch zwei Gas geben zu dürfen.

Sind sie dann noch in bewegungsarmer Haltung potenziert sich das noch ganz arg.

Ein fein gerittenes Pferd bleibt dennoch an den Hilfen, auch wenn es ständig nachfragt, ob man nicht vielleicht etwas mehr machen könnte. Aber Du beschreibst ihn als "störrisch" ... wer solche Vermenschlichungen in ein Pferd interpretiert, hat noch ein paar Jahre Lehre vor sich, bevor er zu feinen Hilfen kommt, denn Pferde denken nicht um die Ecke wie Menschen. Pferde reagieren im Moment und wenn ein Pferd im Moment lieber nicht reagiert, dann fehlts einfach am Horsemanship und am Reiten und beides erlernt man nicht so einfach auf die Schnelle. Sehr viele, die top Lektionen abspulen, wissen sich nicht zu helfen in Alltagssituationen, weil viel Lehre nur in Richtung Sport abzielt und oben sitzen, Lektionen abfragen, Punkte bekommen und sehr wenig in Richtung Alltag und wie meistere ich Situation xy. Die "guten" Dressurreiter, die ich im Freizeitreiterumfeld kenne, sind beispielsweise alle im Gelände völlig überfordert, woran man merkt, dass ihre Lehre etwas wichtiges ausgelassen, sie zu Fachidioten gemacht hat, so schlimm sich das jetzt anhört. Die Basisausbildung, die früher Monate gedauert hat, bis man erstmals aufsitzen und dann nochmal sehr lange Zeit, bis man antraben durfte, wird heut oft einfach übersprungen. Aber das rächt sich.

Daher: Back to the roots, bis das Pferd wieder so aufmerksam und motiviert an den Hilfen steht, bis man mit ihm zusammen Spaß an seinem Wohlfühlwetter haben kann. Es fällt keinem ein Zacken aus der Krone, wenn er bis dahin nur Schritt reitet. Wenn er aber durch "ich muss jetzt aber antraben" die Gesundheit von sich und seinem Pferd ruiniert, schon.

Grundlage dafür, dass die Lehre klappt, ist natürlich zwingend, dass das Pferd nicht vor einem Schmerz wegrennt, also der Sattel passt, biomechanisch alles in Ordnung ist, es auf korrekt gestellten Hufen steht und auch sein Zaum einwandfrei passt - bei Zäumungen auf Gebiss auch im Maul.

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als erstes auf jeden fall einen kompetemten trainer besorgen.

wie lebt dein isi? ein paar infos zur haltung und fütterung können manchen fehler aufdecken.
passt der sattel, das kopfstück, das gebiss?
wie reitest du?
ist stellung alles, was du im schritt von ihm willst?

solange im schritt(sowohl an der longe als auch unterm reiter) solide grundlagen nicht funktionieren, gehe ich weder trab, noch galopp(von tölt und pass mal zu schweigen)

und zu den grundlagen gehört definitiv, das das pferd sich ohne oder nur mit sehr wenig zügel anhalten lässt, sich unterm reiter entspannt, sich am hingegebenen zügel abwenden lässt, korrektes V/A geht bzw zumindest dran gearbeitet wird und das es ordendlich an der Longe läuft inkl. stellung und biegung oder zmd. ansätzen von biegung.kein wildes im kreis gejage sondern
L O N G I E R E N...

vorher rennen lassen kenne ich von vielen, halte es selber aber für völligen schwachsinn...
die meisten pferde pusht man damit nur noch mehr.

wenn das pferd feuer unterm ar5ch hätte, würde es auch im sommer so "abgehen"

kein pferd ist von natur aus störrisch. wenn du mit der einstellung auf dem pferd sitzt, würde ich als pferd auch auf dich pfeifen...

-> nimm guten unterricht, gib dein pferd in teilberitt und lerne, lerne, lerne... und hör auf, deinem pferd die schuld zu geben.

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Der Sattel passt und die Zähne sind auch in Ordnung? Ansonsten hat er auch keine gesundheitlichen Probleme?

Gerade wenn solche Veränderungen so plötzlich auftauchen, kann (muss nicht sein) das auf Schmerzen etc. hindeuten.

Was sagt den deine Reitlehrerin dazu? Wenn du das oben genannte ausschließen kannst, würde ich ein paar Reitstunden mehr nehmen und dort gezielt an euren Problemen arbeiten.

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vielleicht stört im was, sattel oder irgendwas druckt ihn. Vielleicht probierst mal davor ruhig zu longieren und dann raufsetzen oder er hat vielleicht schmerzen ? 

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Im Winter kommt das öfters vor. In der neuen ,Mein Pferd' sind glaube ich grade Tipps was man gegen die Winterunruhe machen kann.

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Kommentar von Baroque
31.01.2016, 16:53

Ich fürchte, diese Zeitung hat sich bei mir grade disqualifiziert, bevor ich sie erstmal gelesen habe ... wenn von Winterunruhe die Rede ist ... es sei denn - und da bin ich jetzt mal neugierig und versuche nachzulesen -, es wird im Artikel selbst erklärt, dass das eine Denkweise vom Menschen ist, dass er meint, sein Pferd wäre im Sommer normal und im Winter nicht.

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Kommentar von Viowow
31.01.2016, 18:33

was ist denn winterunruhe? unsere isis fetzen über die wiese, wenn sie hummeln im hintern haben, und sind unterm reiter entspannt....

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Kommentar von Viowow
31.01.2016, 19:03

XD, da schließe ich mich deiner Vermutung an;)

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