Polizeiverhalten (Hausdurchsuchung) nach Suicide/Selbstmord?

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2 Antworten

Es erfolgt eine Untersuchung wegen des Verdachts auf einen unnatürlichen Tod. Ob das nun ein Tötungsverbrechen oder ein Suizid war ist erst mal egal und wird sich erst im Laufe des Verfahrens herausstellen.

Das legt nicht der Beamte am Tatort fest und ein Abschiedsbrief ist ein Indiz unter vielen. Al zu oft hat man im Laufe der Untersuchung festgestellt das der Suizid gestellt war und ein Verbrechen verdecken sollte.

Es wäre daher sträflich wenn man eine umfassende Beweissicherung, auch von Computern oder Handys, unterlassen würde.

Wer wann was durchsuchen darf ist gesetzlich geregelt. Für Deutschland in der StPO und den Polizeigesetzen der Bundesländer. 

Deutsches Recht

Für eine Hausdurchsuchung brauchst du immer eine Rechtsgrundlage, unabhängig davon, ob die Durchsuchung von der Polizei, Staatsanwalt oder Richter angeordnet wird. 

Werden durch einen Suizid Tabestände erfüllt, die in einem der Rechtsgrundlagen aufgeführt sind, dürfte auch durchsucht werden. 

Kurz: liegen Verdachtsmomente vor, dass der Suizid in Zusammenhang mit einer Straftat oder eine weitere Gefahr besteht, kann durchsucht werden.  

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