Polizeiliche Vorladung ohne Begründung?

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3 Antworten

Hallo SchlaumeierX,

in dem Schriftstück ist:

  • die Telefonnummer der Dienststelle und
  • die Durchwahl des zuständigen Sachbearbeiters und
  • der Name des zuständigen Sachbearbeiters und
  • das Aktenzeichen/die Tagebuchnummer unter der der Vorgang geführt wird

angegeben. Ich würde nochmals die angegebene Telefonnummer anrufen, das Aktenzeichen nennen und den Sachbearbeiter bitten, Dir mitzuteilen worum es in der Vernehmung geht und ob Du als Zeuge oder Beschuldigter vorgeladen wurdest. Ich würde auf diese Information bestehen, denn diese steht Dir zu.

Dir steht es sowieso frei,  ob Du der Vorladung Folge leistest oder nicht. Ich würde denen mitteilen, dass Du der Vorladung ohne die Dir zustehenden Informationen keine Folge leisten wirst.

Du kannst alternativ natürlich auch der Vorladung Folge leisten, spätestens dann muss man Dir eröffnen, wie der Tatvorwurf lautet und ob Du als Zeuge oder Beschuldigter vernommen werden sollst.

Es steht Dir dann egal ob Du Zeuge oder Beschuldigter bist frei, zur Sache auszusagen oder nicht. Wenn Du nicht aussagen willst, machst Du nur die Pflichtangaben zu Deiner Person, äußerst Dich aber nicht zur Sache.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von SchlaumeierX
19.02.2016, 19:33

Hallo TheGrow, 

vielen Dank für deine Antwort!

Ich habe mich dazu entschieden, den Termin wahrzunehmen und mir anzuhören, worum es geht. Wenn ich dann im Zweifelsfall immer noch schweigen kann, ist das ja in Ordnung. Durch Recherchen im Internet hab ich lediglich erfahren, dass es als Beschuldigter besser ist, nichts zu sagen, auch wenn man nichts getan hat, das klingt auch recht klug.

Ich bin dennoch sehr verdutzt, denn ich kann mir auch nicht vorstellen, wo ich Zeuge geworden sein soll. Ich habe mich in den vergangenen Monaten zwar zwei Mal bei der Polizei als Zeuge gemeldet, der erste Fall schien jedoch ein internistischer Notfall nach einem Familienstreit auf offener Straße zu sein, beim zweiten Mal bin ich auf mehrere Männer aufmerksam geworden, die einen anderen verprügelten. Aber das hat ja beides nichts mit "Sexualdelikt" zu tun, nehme ich stark an...

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Im Termin müssen sie Dir sagen ob Du als Zeuge oder Beschuldigter vernommen wirst. Als Beschuldigter musst Du nicht aussagen.

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Kommentar von TheGrow
19.02.2016, 19:00

Als Beschuldigter musst Du nicht aussagen

Als Zeuge muss er genauso wenig vor der Polizei aussagen.

In beiden Fällen, muss er nur die Pflichtangaben zu seiner Person machen.

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Du musst nichtmal zum termin hin, wäre aber ratsam um zu fragen worum es geht.
Eine aussage musst und solltest du dort nicht machen! Und das darf dir dann in einer verhandlung auch nicht als nachteil angesehen werden

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