Polizei Streifendienst, was macht man da?

6 Antworten

So wie du sagst. 1-2 Wagen sind immer mal draußen und fahren so rum. Nicht den ganzen Tag, nicht die volle Schicht, aber zu Stoßzeiten, an Brennpunkten.

Das macht man nicht aus Jux und Dollerei, sondern einfach, um Präsenz zu zeigen. Außerdem fischt man so mal die ein oder andere Trunkenheitsfahrt raus, erkennt ein gefaktes oder abgelaufenes TÜV Siegel, stolpert über irgendwas, was eigentlich niemand sehen sollte ...

Die, die drin sind, pennen ja auch nicht. Sie erledigen den Schreibkram.

Gruß S.

In größeren Städten hat man teils gar keine Zeit, tatsächlich Streife zu fahren, da oft ein Einsatz nach dem anderen reinkommt und man zwischendurch auch zum Schreiben reinfahren muss. Wenn du also z.B. in Düsseldorf im Stadtgebiet einen Streifenwagen siehst, ist es gut möglich, dass er zu einer bestimmten Örtlichkeit fährt, um einen Einsatz wahrzunehmen.

Wenn alle Schreibarbeiten erledigt sind und man „nichts zu tun“ hat, nutzt man die Zeit, um rauszufahren, Präsenz zu zeigen, Verkehrsverstöße zu ahnden und für Einsätze verfügbar zu sein. Das würde man dann als „Streife fahren“ bezeichnen.

Viele Grüße

Woher ich das weiß:Beruf – seit 2016 bei der Polizei NRW.
Polizei Streifendienst, was macht man da?

Die Antwort steckt in der Frage. Sicher macht man keinen Streifendienst, wenn man zuhause auf irgend etwas wartet, es sei denn man hat Bereitschaft.

Es kommt auch nicht immer darauf an, die Lage abzuchecken, ob alles ok ist, sondern manchmal kommt es allein darauf an, Präsenz zu zeigen, und der Bevölkerung einen Ansprechpartner zu bieten.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Nimm "Streife" mal wörtlich.

Die Beamten streifen herum, d.h. sie begehen oder befahren ihr Revier nach einem nicht festgelegten Schema.

Und natürlich warten sie nicht auf Befehle von oben, sondern achten auf Ordnungswidrigkeiten und Unregelmäßigkeiten. Wenn sie eine entdecken, werden sie tätig, ermahnen oder verwarnen oder erstatten in schwereren Fällen Anzeige. Bei offensichtlichen Straftaten schreiten sie ein. Ggf. nehmen sie einen Straftäter sogar fest.

In US-Serien im Unterschichtfernsehen fahren sie mit Straßenkreuzern durch die Stadt und ernähren sich von Fastfood. Oder setzen einen Bankräuber mit ihrem 45er Colt außer Gefecht.

Das richtige Leben ist ein wenig anders. Nicht so spektakulär. Aber das Leben hat ja auch mit dem Unterschichtfernsehen nichts zu tun - was Unmündige allerdings nicht kapieren.

In jedem Bezirk gibt es neuralgische Punkte, wo nicht alles so läuft wie es sollte. Das können einerseits mögliche Treffpunkte von randalierenden Jugendlichen sein, aber andererseits auch verkehrstechnisch kritische Punkte, wo es zum Beispiel viele Falschparker gibt. Solche Punkte werden in einen Plan aufgenommen, der dann von der Streife abgearbeitet wird, diese kritischen Punkte also angefahren werden.

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