Polizei-Kontrolle, Waffen- und Drogenbesitz

12 Antworten

Na super, dann ist ja beinahe alles ok. Hast mit dem Schlagring noch Keinen zusammen gehauen. Bravo. Hast du dir rein zufällig aber mal Gedanken gemacht, was beim Fahren unter Drogeneinfluss alles so passieren kann? Der Gesetzgeber hat es getan, darum dürfte deine Fahrerlaubnis auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein. Du wirst eine Sperrzeit bekommen, musst danach zur MPU (viel Glück dort) und billig wird das mit Sicherheit nicht, das ist man wohl klar. Falls du außer bei Drogen und Waffen schon polizeilich aufgefallen bist, könnte noch einiges dazu kommen. Ich hoffe für dich, du hast dich hier nur etwas ungeschickt diesbezüglich ausgedrückt.

verkehrsrechtlich ist das eine sehr intressante sache. wenn du über ein drogenscreening nachweisen kannst, dass du keine drogen nimmst,. bzw. innerhalb der letzten Monate keine genommen hast, dann sollte sich das auf deinen Führerschein nicht negativ auswirken. das allerdings impliziert wiederum, dass du ggf. mit Betäubungsmitteln handelst. hier kommt dann das Strafrecht ins Spiel.

da das aber alles individualgeschichten sind, die von vorstrafen, dem verhalten bei Entdeckung des Deliktes, so wie wieteren ermittlungsergebnissen abhängen, ist hier keine genaue Prognose möglich...

das einzige was ich dir hier und jetzt dazu raten kann ist auf keinen fall eine Aussage zu machen und einen Rechtsbeistand zu konsultiren, der Akteneinsicht erlangen und dir ggf. aus der Patsche helfen kann...

mit vieeeeeeeel glück, kommst du "mit einem blauen Auge" davon, wenn du glaubhaft machen oder beweisen kannst, dass du mit dem Zeug noch nicht gehandelt hast., nachweisen kann man dir ohne hin nur den Besitz und den Konsum, was den schlagring angeht, bleibt nur zu hofffen, dass es positiv gewichtet wird, dass du (achtung wortspiel) noch nicht einschlägig vorbestraft bist.

zu guter letzt sei noch die frage gestattet, was du mit den drogen und dem schlagring vor hattest, wenn du sie weder vertickst, noch selbst nimmst, bzw. den schlagring nicht benutzt?

lg, Anna

Hallo? Anna? Er schreibt doch: ...bis dann ein Drogentest gemacht wurde. Amphetamin und Kokain - positiv.

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So, da Du nun auch alle selbsternannten Heiligen von GF, mit ihren drakonischen Strafmaßen kennengelernt hast, die nur zu gerne jeden hier in Angst und Schrecken versetzen, da bekommst Du von mir auch mal eine vernünftige Antwort. Leider scheinen einige diese Seite mit den obersten Gerichtshof zu verwechseln, bei dem sie wohl nur zu gerne tätig wären. Das man hier lediglich nur eine gestellte Fage beantworten soll, damit sind diese Leute wohl völig überfordert.

Nun zu Deiner Sache. Was für Dich spricht ist, dass Du früher noch nie Strafrechtlich in Erscheinung getreten bist. Auch kann man Dir kaum, bei der geringen Menge einen gewerbsmäßigen Handel unterstellen und so bleibt es letztendlich beim Eigenkonsum. Wenn Du Dich dazu im Vorfeld nicht weiter geäußert hast, so hat Dein Anwalt, der wohl ein Pflichtverteidiger sein wird (?), die Möglichkeit, es als eine einmalige Sache hinzustellen. Ähnlich verhält es sich mit dem Schlagring. Er wird versuchen, das Gericht dahingehend zu überzeugen, dass Du dieses Teil mehr zum Selbstschutz und aus Angeberei mit Dir herumgetragen hast. Sicherlich fällt es in die Rubrik, unerlaubten Wafenbesitz. Doch auch hier macht das Gericht sehr wohl einen Unterschied, ob es sich dabei um eine scharfe 9 mm, oder um so was handelt. Du kannst damit rechnen, dass Du wohl Sozialstunden aufgebrummt bekommst und vielleicht auch den Führerschein für eine kurze Zeit abgeben musst. Das wird auch wieder davon abhängig sein, in wie weit Du auf Deinen Führerschein, in Deinem Berufsleben angewiesen bist? Denn man wird Dir ja nicht Deine berufliche Zukunft zerstören wollen. Aber das wird alles Dein Anwalt mit Dir besprechen, wo zu ich Dir rate, schon mal einen guten aufzusuchen, der dann mit Dit Dir die Prozesskostenbeihilfe beantragen wird. Damit kostet er Dir nichts.

Dann hast Du auch immer noch die Option, dass Du das Urteil des ersten Gerichts nicht anerkennst und in die Berufung gehst, was eigentlich jeder macht, weil in der nächsten Instanz das vorherige Urteil in der Regel immer gemindert wird. Wenn es ganz schlecht laufen sollte, dann kann nur das vorherige Urteil bestätigt werden. Ein höheres Strafmaß darf nicht ausgesprochen werden. Darum nutzt das auch jeder, weil es eigentlich nur besser werden kann.

Als erstes würde ich Dir jetzt raten, dass Du Dich nach einem guten Anwalt in Deiner Region umsiehst und dann sieht vieles gleich besser aus. Solltes Du zu Polizei vorgeladen werden, dann mache von Deinem Recht gebrauch, die Aussage zu verweigern. Denn je mehr jemand schon vor der Verhandlung erzählt, um so weniger hat dann der Anwalt in der Sache Spielraum.

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