Polizei als Zeuge bei der Gerichtsverhandlung?

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9 Antworten

Hallo BrookerWC,

wenn Polizisten zu einem Strafverfahren Feststellungen getroffen haben, werden die Polizisten vom Gericht als Zeuge vorgeladen.

Ein Polizist ist im Strafprozess wie jeder andere Zeuge auch zu behandeln. Er wird als Zeuge vorgeladen, ist genauso wie jeder anderer Zeuge verpflichtet der Vorladung Folge zu leisten und muss auch Aussagen.

Ein Polizist hat aber selbstverständlich auch die gleichen Rechte, wie jeder andere Zeuge, sprich weder braucht er sich zu belasten, noch muss er aussagen, wenn er damit einen Verwandten belastet.

Auch gilt das Wort eines Polizisten vor Gericht nicht mehr, als das Wort eines anderen Beteiligten.


Das Du damals der Vorladung der Polizei keine Folge geleistet hat, darf Dir nicht negativ ausgelegt werden, denn im Gegensatz zur gerichtlichen Vorladung bist Du nicht verpflichtet der polizeilichen Vorladung Folge zu leisten.

Das Dir der Geschädigte geschrieben hat, dass er Polizisten kennt ist juristisch gar nichts. Ich kenne auch genügend Polizisten, wenn ich aber mal als Angeklagter vor Gericht stehen würde, wäre das aber auch kein Vorteil.

Schöne Grüße
TheGrow

Der Polizist kann z.B. auch der die Aussage des Geschädigten aufgenommen haben, am Tatort Fotos gemacht oder andere Zeugen befragt haben. Wofür genau er Zeugnis ablegen soll, erfährt man allerdings erst bei Akteneinsicht.

Und nein, "ich kenne Polizisten" stellt ebenso wenig eine Drohung dar wie die Aussage, man kenne Bestatter oder Holzfäller.

Die Drohung und den als Zeugen geladenen Polizisten sehe in in keinem Zusammenhang. Polizisten werden häufig als Zeuge geladen. Sie sind dabei immer sehr sachlich unterwegs und sagen nur das, was sie auch aufgenommen haben. Einen Freundschaftsdienst für den BEschädigten brauchst du nicht befürchten.

Gruß S.

Ist das jetzt ein Zeuge?

Ja.

Weil der Polizist mich vorgeladen hat und unter den Zeugen steht.

Siehst Du, jetzt ist er Zeuge.

Der Beschädigte drohte mir bei einer SMS mit ,, Ich kenne Polizisten".

Der "Ge"schädigte. Erzähle es deinem Verteidiger. Oder dem Richter, wenn Du keinen Verteidiger hast.

Was soll denn das für eine Drohung sein? "Ich kenne Polizisten", wer denn nicht? Die stehen und fahren doch in ihren Uniformen in der Gegend rum. Kennt jeder, oder? Und wenn der polizist etwas zur Wahrheitsfindung beitragen kann, kann er doch auch als Zeuge genannt werden.

Streiche "Beschädigte"

Setze "Geschädigte"

und eine Drohung kann ich in der SMS nicht wirklich erkennen. Eher einen Hinweis, wie wertvoll dieser auch immer sein mag.

Ein Polizist kann durchaus auch als Zeuge auftreten.

ER muss es sogar wenn eine Straftat vorliegt.

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Ich bin nicht dort hingegangen.

wärste hin gegangen,wäre die sache vielleicht geklärt worden,gehste jetzt wieder nicht hin,wirste in abwesenheit verurteilt.

wärste hin gegangen,wäre die sache vielleicht geklärt worden,

Oder er hätte sich (noch wahrscheinlicher) um Kopf und Kragen geredet.

gehste jetzt wieder nicht hin,wirste in abwesenheit verurteilt.

Nein. Aber vielleicht gibt es U-Haft bis zum nächsten Hauptverhandlungstermin.

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@jurafragen

Es gab doch noch gar keine Hauptverhandlung...

Da steht nur, dass der als Zeuge geladene Polizist (als Ermittlungsbeamter) den TE vorgeladen hat (ich nehme an zur Aufnahme der Aussage als Beschuldigter) und der TE ist dieser Vorladung nicht gefolgt...

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@Ammerguer

ich würde hingehen. bin zu meiner vorladung nicht erschienen und 2 tage später in handschellen zur dienststelle gebracht worden (als opfer nicht als täter)

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@BlazeHD

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ich würde hingehen. bin zu meiner vorladung nicht erschienen und 2 tage später in handschellen zur dienststelle gebracht worden (als opfer nicht als täter)>

Ich möchte bezweifeln, dass Du zu einer polizeilichen Vernehmung abgeholt und zur Dienststelle gebracht worden bist und noch weniger, dass dieses mit Handschellen geschehen ist.

Es gibt keinerlei rechtliche Verpflichtung einer POLIZEILICHEN Vernehmung Folge zu leisten. Dementsprechend fehlt es erst recht an der gesetzlichen Grundlage für eine zwangsweise Vorführung.

Egal ob Beschuldigter, Geschädigter oder Zeuge; Niemand ist verpflichtet Angaben zur Sache vor der Polizei zu machen.

Ganz anders sieht es aus, wenn es sich um eine gerichtliche Vorladung gehandelt hat, dann muss man auf jeden Fall erscheinen. Das gilt dann wiederum egal ob man Beschuldigter, Geschädigter oder Zeuge ist.

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Der Beschädigte

Drollige Formulierung. Hoffentlich konnte alles repariert werden.

Weil der Polizist mich vorgeladen hat und unter den Zeugen steht

Das steht der Zeugenvernehmung nicht entgegen.

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