Politische Verantwortung der Kirche?

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3 Antworten

Die Religionen der Welt mischen sich gern in ihrem Sinne in die Politik ein, obwohl sie auf dem Gebiet eigentlich keine Kompetenzen haben. Politik sollte weltanschaulich neutral sein und allen einen möglichst weiten Rahmen zur Selbstentfaltug geben und so wenig wie möglich einschränken. 

Dem steht die katholische entgegen, zum Beispiel in der Diskussion um aktive Sterbehilfe. Diese zuzulassen würde die Freiheiten der Christen nicht einschränken. Wer glaubt, er müsse leiden, bis er von selbst stirbt, könnte das immer noch tun. Die, die aber lieber sterben wollen, als ein Leben zu führen, das nur noch eine nicht enden wollende Folter ist, hätten die Freiheit gewonnen, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden. Die christlichen Kirchen sind dagegen, wollen den Andersgläubigen diese Freiheit nicht gönnen, obwohl selbst viele ihrer eigenen Schäfchen gegen diese Art der Einschränkung sind.

Auch in der Abtreibungsdebatte nimmt vor allem die katholische Kirche Stellung, natürlich dagegen. Sie sind selbst dagegen, einen stecknadelkopfgroßen Zellhaufen abzutreiben, denn für ist dieser Zellhaufen heilig, obwohl er es für die Mutter vielleicht nicht ist. 

Die mischen sich auch jedes mal ein, wenn es um gleichgeschlechtliche Ehen sind und sind - wen wundert´s- dagegen. 

Dabei haben sie die Freiheit, sich abgesehen vom Gesetz das für alle gilt. zusätzliche Regelwerke aufzubürden, nur das reicht ihnen nicht, die Anderen sollen auch nach ihren Regeln leben.

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Eines ist sicher: Der Vatikan hat seine politischen Vertreter überall in der Welt. Mit seinem mächtigsten Orden hat er die Welt entscheidend verändert; er hat diesen Planeten mit Blut überzogen, und die Erde, die trunken ist vom Blut der Heiligen, schreit zu Gott, der einst kommen wird, um sie zu richten. Ja, sie hat hohe Verantwortung dafür, unheimlichen und mächtigen Einfluss zu nehmen auf die Politik.

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Jetzt mal ganz kurz und knapp:

Eine Institution, der Milliardenvon Menschen folgen, hat natürlich politische Verantwortung. Wenn sich ihre obersten Vertreter öffentlich äußern, hat das Gewicht.

Deshalb müssen diese Äußerungen politisch korrekt sein.

Die obersten Vertreter (natürlich vor allem der Papst) müssen auch die konsequenzen des Geäußerten bedenken.

Als Beispiel nenne ich Dir das Kondomverbot in Zeiten von AIDS. Darüber kannst Du ja mal selbst nachdenken.

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