Politische Einstellung von Parteien im Bundestag (SPD, FDP, Linke, NPD, CDU/CSU, Gruene)

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8 Antworten

Die bräuchte auch der Wähler, bzw. die Parteien selbst.

Wofür eine Partei steht und welche politische Einstellung sie derzeit hat, ist nicht so einfach zu ermitteln und nur subjektiv wahrnehmbar. Ich nenne hier nur plakativ Beispiele, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben::

CDU: Die CDU hat in ihrem derzeit gültigen Programm in Leipzig eine Politik verabschiedet, die man als sehr wirtschaftsliberal bezeichnen könnte. Die Wirklichkeit der aktuellen CDU-Politik sieht aber völlig anders aus. Das kommt vordergründig eher einer sozialdemokratischen Linie entgegen.

SPD: Die SPD hat in ihrem derzeit gültigen Berliner Programm eine Politik verabschiedet, die an die alten Traditionen der SPD heranreicht, nämlich dem Thema der sozialen Gerechtigkeit. Die Wirklichkeit in der Regierungszeit Schröder sah aber völlig anders aus. Das war eher eine wirtschaftsliberale Politik.

Grüne: Die Grünen haben in jedem Parteiprogramm den Parzifismus als einer der wesentlichsten Bestandteile Ihrer Politik dargestellt und beschlossen. Dennoch hatten sie in ihrer Regierungsverantwortung dem Bundeswehreinsatz in Ex-Jugoslavien wie auch in Afganistan beschlossen.

Linke: Die Linke ist Rechtsnachfolger der WASG sowie der PDS, die wiederum Rechtsnachfolger der SED ist. Damit muss die LINKE sich die Verantwortung für die SED-Vergangenheit in der DDR auch anrechnen lassen. Denn sie hatten ja die Alternative die Partei aufzulösen und eine neue Partei zu gründen. Das wollten Sie aber nicht und wurden somit zum Rechtsnachfolger, der auch das nicht unbeträchtliche Parteivermögen einstreicht.

Sie fordern stets Mehrausgaben im sozialen Bereich und werben damit, dass die Vermögenden diese Mehrkosten zu tragen hätten. Kaum sind sie aber in der Regierungsverantwortung, unterwerfen sie sich ebenso wie alle anderen Parteien auch, dem Spardiktat des Haushalts.

FDP: Die FDP hat noch unter Westerwelle beschlossen, die Steuern zu senken und die Bürokratie abzubauen. Sie sind dafür mit dem besten Wahlergebnis, dass die FDP je bei Bundestagswahlen erreichte, vom Wähler belohnt worden. Aber außer einer Mehrwertsteuersenkung für Hotelies, die den Steuerzahler jährlich 4,5 Milliarden Euro kostet und die der CDU mit 1,2 Millionen, der FDP mit 800.000 Euro Parteispende versüßt wurde, ist auch nicht ansatzweise eine Steuervereinfachungspolitik, eine Steuersenkungspolitik oder gar ein Bürokratieabbau vorgenommen worden.

Daher noch einmal: Selbst die eigenen Parteimitglieder der jeweiligen im Bundestag vertretenen Parteien wissen nicht wirklich, wofür ihre Partei derzeit steht, weil diese Einstellung durch ihr Handeln nicht mehr sichtbar ist. Es ist leider so, dass der Wähler den politischen Streit nicht mit seiner Stimme honoriert. Das Ergebnis sind Parteien der Beliebigkeit. Daher mein Rat für deinen Aufsatz: Geh auf die jeweilige Homepage der Parteien und lade dir ihr Programm runter. Damit kannst du auf Nummer sicher gehen, weil du auf andere Weise nur deine gute Note riskieren würdest, wenn dein Lehrer deine Sichtweise nicht teilt.

Objektiv aus der Sicht der "Sozial"-demokraten.

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Da ich gerade schreibwütig bin, geb ich dir trotzdem mal ne Antwort, auch wenn sich das leicht über Google herausfinden ließe.

Grundsätzlich ist natürlich zu beachten, dass die Parteien häufig stark von ihren Idealen abweichen und man sich selbst ein Bild davon machen muss, inwiefern die Beschreibung auf die Realpolitik zutrifft.

Die SPD hat sich früher als Arbeiterpartei betrachtet, hat sich also hauptsächlich für die Rechte der Arbeiter eingesetzt (Bezahlung, Arbeitszeiten und was so alles dazu gehört). Die Partei strebt allerdings seit längerer Zeit an, mehr in die politische Mitte zu gelangen, also einen größeren Teil der Bevölkerung anzusprechen. Dafür will sie sich z.B. für kleinere Unternehmer einsetzen.

Die CDU/CSU sind christlich-konservativ, wollen innere Stabilität und setzen sich für die Förderung und Beibehaltung althergebrachter gesellschaftlicher Strukturen ein (Familie, Ehe, geschlechtliche Rollenverteilung durch Regelungen wie die Herdprämie) und verfolgen einen verschieden stark ausgeprägten Patriotismus.

Bündnis 90/Die Grünen sind für einen bewussten Umgang mit der Umwelt (Tierrechte, erneuerbare Energien, Regelung des Klimawandels, etc.), Demokratie-Ausbau, Erhalt und Förderung von Menschenrechten und Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen.

Die FDP ist eine liberale Partei mit besonderem Augenmerk auf Marktliberalismus, das heißt sie wollen möglichst wenig Eingriffe von Seiten des Staates, insbesondere im Bereich der Wirtschaft, sind also für niedrige Steuern, geringere Sozialleistungen, etc. Es gibt auch außerwirtschaftliche Bereiche, in denen sich dieser Liberalismus ausprägt, darüber bin ich aber gerade nicht so informiert, da die FDP meist Juniorpartner der CDU/CSU ist und in diesen Bereichen so starke Zugeständnisse machen muss, dass davon in der Realpolitik nicht viel übrig bleibt.

DIE LINKE lässt sich relativ schwer verallgemeinern, da es sich um eine Sammelpartei handelt. Hervorgegangen ist die LINKE aus der SED (sozialistische Einheitspartei Deutschlands), also der Regierungspartei der DDR. Diese hat im Zuge der Reformbewegung und der Wiedervereinigung eine Demokratisierung erfahren, hieß erst PDS (Partei für demokratischen Sozialismus), dann Linkspartei.PDS und nach der Fusion mit der Partei WASG (Arbeit & Soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative), welche sich aus Enttäuschung wegen zu unsozialer Politik von der SPD abgetrennt hat, dann DIE LINKE. Das hebe ich so hervor, weil hier vorhin irgendein Spaten meinte, DIE LINKE wäre immer noch wie die SED und wäre total autoritär und antidemokratisch, da muss man sich einfach mal angucken, was für eine Entwicklung diese Partei hinter sich hat. Naja, zurück zum Inhalt. DIE LINKE ist eine Sammelpartei für verschiedene linke Strömungen und beinhaltet linke Sozialdemokraten, Links-Keynesianisten, demokratische Sozialisten, einige Ökosozialisten, Reformkommunisten (gib mal bei Wikipedia Eurokommunismus ein, das dauert mir zu lange, das zu erläutern) und orthodoxe Kommunisten. Hier nochmal hervorzuheben ist, dass die KPF (Kommunistische Plattform) nur 6.000 der 69.000 Parteimitglieder enthält, also weniger als ein Zehntel. Das nur nochmal als Seitenhieb zu dem Typen der meinte, die Gesamtpartei die Linke wolle einen kommunistischen Staat errichten. Forderungen der Linken sind vor allem Erhöhung der Sozialleistungen, stärkere Besteuerung von Millionären und Pazifismus (keine Auslandseinsätze, Verbot von Waffenexporten, insbesondere an Diktaturen).

Tut mir leid, dass ich zur kleinsten Partei im Bundestag so viel schreiben musste, aber da hier so krasse und unbelegte subjektive Äußerungen zu der Partei gemacht wurden musste ich da einfach mal wieder ein bisschen die realen Bedingungen betonen. Fairerweise muss ich hier zugeben, dass ich momentan noch Mitglied in der Linksjugend ['solid] bin, allerdings werde ich wohl bald austreten, ich denke also, dass ich da nicht allzu parteiisch geworden bin und meine Ausführungen objektiv und faktenorientiert genug waren.

Die NPD ist übrigens nicht im Bundestag vertreten, also werd ich mir die mal sparen.

PS: Ich sehe gerade, wie lang dein Aufsatz werden soll, ich würd an deiner Stelle auf jeden Fall nochmal auf die Internetseiten der Parteien gehen und mir das Parteiprogramm angucken, um mehr Details in Erfahrung zu bringen.

Schön! So muss eine objektive Antwort aussehen: Darstellung von Fakten ohne Wertung und Seitenhiebe auf persönlich unliebsame Parteien- wunderbar.

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@Immofachwirt

Was ich über die Linke geschrieben habe sind alles frei zugängliche und offizielle Fakten. Ob die Forderungen umsetzbar sind habe ich nicht dazu geschrieben, weil das wertend wäre, genauso wie ich nicht dazu geschrieben habe, inwiefern die anderen Parteien sich an ihr Programm halten, weil das auch wertend wäre. Ich habe nur die Inhalte der Partei widergegeben und bei der Linken anhand von Fakten betont, dass die Behauptung, die Fennske aufgestellt hat, auf keinerlei Fakten beruht.

Und um nochmal zu betonen, dass es mir hier nicht darum geht, Linken-Werbung zu machen (wie gesagt, ich werde bald austreten, weil mich da so einiges ärgert) auch nochmal eine Korrektur zu dem, was Fennske über die Grünen geschrieben hat. Der erste Teil seiner "Ausführungen" ist subjektive Meinung, die hat hier nichts verloren hat und der zweite Teil berücksichtigt nicht, dass die Grünen meist nur Junior-Partner sind und es ihnen demnach nicht unbedingt möglich ist, alle Ansichten auch wirklich umzusetzen. Dass die Grünen, wenn sie stark genug dafür sind, auch Werte wie Basisdemokratie etc. durchsetzen hat z.B. die Volksabstimmung zum Thema S21 gezeigt.

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Das ist die mit Abstand beste Antwort auf diese Frage. Mit Abstand!

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SPD und CDU wollen als Volksparteien möglichst alle ansprechen,

SPD dabei traditionell den gewerkschaftlich orientierten Arbeitnehmer, sie ist die große Sozialpartei, die sich irgendwie um gerechte Verteilung kümmert - oder auch nicht

CDU den regelmäßigen katholischen Kirchgänger und ein bürgerlich konservatives Milieu, sie steht für innere Sicherheit und den Erhalt christlich-konservativer Werte wie Ehe, Familie und für das Subsidaritätsprinzip. Ihre kleine bayerische Schwester CSU betont konservative und christliche Werte stärker als die CDU

die FDP steht für den Liberalismus, sie setzt sich für niedrige Steuern und möglichst wenig staatliche Einmischung in Wirtschaft und Gersellschaft, aber auch für allgemeine Bürgerrechte und Minderheitenschutz ein. Sie wird viel von Selbstständigen und Reichen gewählt. Derzeit erlebt sie eine schwere Krtise, nachdem sie 2009 mit einem Rekordergebnis in die Regierung kam

Die Linke ist die Staatspartei der DDR-Diktatur und heißt eigentlich SED. Sie wurde mehrfach umbenannt in SED-PDS, PDS, Linkspartei.PDS, Linkspartei, und schließlich die Linke. Sie steht für die Abschaffung der Freiheit und eine Diktatur nach dem Muster der kommunistischen Staaten, in der eine allein herrschende Partei alles im Staat lenkt, und alle die die Linie der Partei nicht gut finden und nur was dagegen sagen ins gefängnis steckt oder umbringt. Sie ist die gefährlichste aller Parteien, weil sie sich demokratisch gibt und viele sie auch für demokratisch halten

Die NPD ist eine Neonazipartei, die die Demokratie auch abschaffen und einen autoritären führerstaat wie unter hit.ler schaffen will. Sie hasst ausdländer und alles was anders ist und besteht zum großen Teil aus Kriminellen, die Jagd auf Ausländer oder andersdenkende machen

die Grünen stehen für einen übertriebenen Feminismus, sie wollen Frauen mit Gewalt und ohne Leistung nach vorn bringen, indem sie Männer diskriminieren und ausbremsen. Außerdem stehen sie für alternative energien und den Atomausstieg, viele scheinbar basisdemokratische und scheinbar pazifistische Elemente, die aber in der Wirklichkeit meist fallengerlassen werden und hauptsächlich populistrischen zwecken dienen - möglichst viel Stimmen gewinnen und sich zum Besser-Menschen machen. die Grünen sind eine Partei besserverdienendenr, großstädtisch-akademischer, pseudoengagierter und von allen Parteien am meisten verlogenen Milieus und eigentlich ein politisches Auslaufmodell, das keiner braucht. Durch den Unfall in Fukushima und durch den angeheizten Wahnhsinn um Stuttgart 21 konnten sie aber noch mal ein populistisches Hoch erleben.

Viel subjektiver geht eine Beschreibung wohl kaum.

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...zum Glück ist es nur eine Simme die soetwas aufs papier bringt.

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@Fragesteller: Diesen beitrag solltest du idealerweise NICHT als Grundlage für deinen Aufsatz benutzen, sonst wird ihn dir dein lehrer vermutlich um die Ohren hauen aufgrund der extremen Voreingenommenheit und Stimmungsmache.

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Es fühlt ein Mensch sich stets im Recht und findet anderer Meinung schlecht. Sein Meinungsbild wird nicht gestört durch Argumente, die er hört. Denn würd` er diese erst erwägen, könnt´s sein, dass sie ihn widerlegen. Dies ist es wohl, woran es liegt, dass seine Meinung nicht viel wiegt.

Zitat von Wolfgang Hey.

@Fennske hat nur seine politsche Einschätzung dargelegt, die bei jedem User, je nach Anschauung und Kenntnisstand unterschiedlich ausfällt. Daher finde ich die Art und Weise der Kommentare, mit Ausnahme von Wolli1960, der einen wichtigen Hinweis gegeben hat, neben der Sache und sehr subjektiv. Es wäre für den Fragesteller sicherlich hilfreicher, wenn man sachlich seine andere Wahrnehmung darstellt, als so eine undifferenzierte Kritik zu üben. Man sollte sich schon die Mühe machen, auf den Inhalt einzugehen und Differenzen darzustellen.

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@Fennske

Ziemlich asozial, ne Ratgeber-Website zu benutzen, um lustige Reaktionen hervorzurufen...

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@Azarael

Ach weißt du, mit "benutzen" oder "hervorzurufen" hat das herzlich wenig zu tun, das machen so lustige Kreaturen wie du von selber - wie man eindrucksvoll beobachten konnte. Quietschkomische Selbstentlarvung, wie ich finde ein sehr schöner Anschauungsunterricht, was Diktatur und ihre Jünger ausmacht.

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Alter, subjektiver gehts ja gar nicht. Der Fragesteller hat meines Erachtens um eine objektive und sachliche Antwort gebeten. Das was sie da geschrieben haben kann man für keinen Aufsatz verwenden.

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Bei den ganzen Parteien die es gibt, findest du im Internet soviel Stoff, dass du 50Seiten schreiben kannst. Du musst nur danach suchen.

So machst du deine Hausaufgaben selbst (und dafür sind sie ja gedacht): Du suchst dir von jeder dieser Parteien das jeweilige Parteiprogramm heraus und liest es aufmerksam. Da stehen die politischen Einstellungen drin, die die jeweilige Partei vertritt. Alles andere sind nur persönliche Meinungen und Interpretationen.

das solltest du mit Hilfe von Google alles selber heraus finden

Den Bürger soweit ausnehmen, dass er nicht (lange) auf die Barrikaden geht!

Das solltest du auf google selber nachforschen. Hier wirst du wahrscheinilch nur subjektive antworten erhalten.

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