Politische Beziehungen nach Kriegen?

4 Antworten


Aufgrund meiner bescheidenen Kenntnisse, könnte ich dir zwar
zu jedem Beispiel etwas schreiben, da ich aber Pole bin, beschränke mich auf die Deutsch-Polnischen Beziehungen, aus offensichtlichen Gründen.  

Also da sind ja mehrere Ebenen, auf denen sich zwischenstaatliche
Beziehungen gestalten. Bei den Beziehungen auf Regierungsebene gibt es zurzeit starke Spannungen. Ich beschreibe nur die wesentlichen Punkte. Die polnische Regierung hat ja, teilweise in der EU umstrittene, Reformen durchgeführt. Es wird moniert, dass diese Reformen die Demokratie in Polen untergraben. Die deutsche Regierung meint nun, dass es klug ist die polnische Regierung diesbezüglich zu kritisieren, das kommt nämlich beim deutschen Wähler gut an. Der deutsche kann sich dann als der viel bessere Demokrat fühlen, als der für breite deutsche Massen minderwertige Pole. Dabei ist der deutschen Regierung sehr wohl bewusst, dass Kritik
aus Deutschland in Polen, bei der Nationalkonservativen Regierung nur eine
Reaktion erzeugen kann, aufgrund der polnisch/deutschen Vergangenheit. Diese Kritik erzeugt Missachtung ihrerseits. Mit dem Hinweis der polnischen Regierung in den polnischen Medien, was sich die deutschen herausnehmen Polen in Demokratie zu belehren. (Wahlkampf) Unverschämtheit! Typisch deutsche unverschämte Arroganz. Die Deutschen,
die man praktisch zur Demokratie prügeln musste, ausgerechnet die wollen andere belehren. Das Motiv muss jedem klar sein in Polen, dass die Deutschen die unliebsame Regierung in Polen schwächen wollen, um die alten deutschen Vasalen an die Macht bringen zu können.  So produziert
sich die deutsche Regierung vor der deutschen Öffentlichkeit/Wählerschaft,
weder besseren wissen, als Lehrmeister der Polen, die es nötig haben, von Deutschland Demokratielektionen zu erhalten. Natürlich ist der deutschen Regierung bewusst, dass wenn die EU der Meinung sein sollte, dass die polnische Regierung Demokratie Standards in Frage stellt, es EU Institutionen gibt, die das verhandeln/beurteilen müssen und dass die Deutschen die letzten sein sollten, die als Lehrmeister Polens auftreten sollten.

Was noch auf Regierungsebene für Differenzen sorgt, sind die
polnischen Forderungen nach Entschädigungszahlungen für die von Polen erlittenen Schäden, durch deutsche Schuld, wehrend der deutschen Okkupation. Die Deutschen meinen sie müssen die Polen dafür nicht mehr entschädigen, die Polen sind anderer Ansicht. Wie du siehst schreibe ich inzwischen die Polen/Deutschen. Also Volk zu Volk Ebene, denn die starken Differenzen zwischen den Regierungen strahlen natürlich auch auf die jeweiligen Bevölkerungen aus, z.B. sind ca. 70 % der Polen der Meinung, Deutschland soll den Polen für die erlittenen Schäden Entschädigung
zahlen. Umgekehrt ist die Zahl wohl noch grösser, beim deutschen Nichtentschädigungswillen.

Was in deutschen Publikationen festgestellt wird ist, dass
Polen inzwischen viel selbstbewusster mit den Deutschen umgehen. Sie sind nicht wie in der jüngeren Vergangenheit defensiv, sondern offensiv. Das ist wohl den diversen polnischen Erfolgen geschuldet, die das polnische Selbstbewusstsein gestärkt haben. Die Mehrheit der Deutschen dagegen hat das nicht begriffen und ist im Großen und ganzen der Meinung, dass wenn Polen etwas erreicht haben, dann ist das der EU geschuldet. Da eine beträchtliche Zahl der Deutschen der Ansicht ist, dass die EU im Großen
und Ganzen aus Deutschland besteht, sind die polnischen Erfolge den Deutschen geschuldet.

Da wären wir beim Empfindungen. Im Allgemeinen empfinden die
Polen die Deutschen als unverschämt arrogant und in Bezug auf Polen,
geschichtsvergessen. Die Deutschen meinen im allgemeinen die Polen sind undankbar, nur durch Deutschland durfte Polen in die EU. Da die Deutschen auf den meisten Gebieten den Polen ja sowieso überlegen sind, sollen die Polen einfach nur lernen und Mund halten. Außerdem
lassen die deutschen Polen großzügig bei sich arbeiten. In der EU hat Deutschland sowieso das sagen. Sie sind ja der Führer der EU und die Polen sollen sich einfach fügen.

Ich für meinen Teil kann nur feststellen, das wird böse enden.

Nach dem Krieg brach z.B. sofort die Allianz, die gegen Nazideutschland gekaempft hatte, auseinander.

Es bildeten sich Bloecke wie die Nato und auf der anderen Seite der Warschauer Pakt.  -Die Feindbilder waren wieder klar definiert, der Bevoelkerung wurde es taeglich so eingefloesst.-

Allein der Kapitalismus und der sich entwickelnde Sozialismus war schon wie Hund und Katz.

`Der Kalte Krieg` war dabei der Hoehepunkt, die in der Kubakrise 1962, gipfelte.

Somit kann deine Frage rundweg beantwortet werden, die politischen Beziehungen waren immer schlecht, voll von gegenseitigen Vorwuerfen.

Dazu laeuft ganz stillschweigend eine Aufruestung in der Welt ab, sowie die Rangelei noch Ressourcen in den verschiedensten Regionen.

Die Kriege, die vom Zaun gebrochen wurden und werden, meistens einhergehend mit einer Luege, tragen auch nicht gerade, zu besseren politischen Beziehungen der Voelker, untereinander bei.

Was meinst du, mit "fallen diese auf?"? 

Willst du jetzt Infos dazu wie die Beziehungen sind? Zu jeder der von dir gefragten? Das ist nämlich ein komplexes Thema, bei dem kurze Antworten schwierig sind, bzw. das Ganze nur sehr verkürzt darstellen. 

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