politische Beeinflussung von Schulkindern durch Lehrer unterbinden?

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11 Antworten

Als allererstes stehen Eltern in der Erziehungspflicht. Wenn dir politische Bildung wichtig ist, dann hast du doch viel mehr Zeit außerhalb der Schule dein Kind zu prägen, als der Lehrer in 2-3 Std. Politikunterricht. Schon kennt dein Kind 2 politische Positionen und ist vielleicht in der Lage ein eigenständiges Politikverständnis zu entwickeln und selbst zu entscheiden, wo es steht. Wo ist das Problem?

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Kommentar von vfboweh
22.09.2016, 21:16

Seine Frage ist berechtigt. Es ist nicht in Ordnung, wenn Lehrer Kinder politisch beeinflussen, egal welche politische Richtung. Und da hat er die Frage gestellt, ob das legal ist bzw ob es dazu Gesetze gibt. Ich frage mich eher was dein Problem ist...?

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Sorry aber deine Kinder wurden bereits 10 und 12 Jahre einseitig und falsch gebildet und beeinflusst. Viele Theorien werden als Wahrheit gelehrt und das die Geschichte der Gewinner schreibt muss ich ja nicht erwähnen.

Am besten sprichst du mit deinen Kindern so über die Themen wie du es für richtig hälst und erklärst ihnen das die Lehrer einen Bildungsauftrag haben und das sie sich immer eine eigene Meinung über Sachverhalte zulegen sollen.

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Eigentlich sollten Lehrer ihren Unterricht objektiv gestalten, und eigene Meinungen außen vor lassen, aber tatsächlich halten sich die wenigsten daran. Ich kenne es selbst auch zu genüge: Lehrer die meine Meinung aufs schärfste kritisieren oder sogar verleugnen, weil es ja ihren Unterricht in eine falsche Richtung lenkt.
Was auch zu beachten ist, sind die Rahmenlehrpläne. Sie teilweise so ausgelegt, dass die Lehrer etwas unterrichten müssen, das zu der Beeinflussung der Schüler beiträgt.
Ich möchte nicht sagen, dass Alles perfekt durchdacht ist, ganz im Gegenteil. Das deutsche Bildungssystem weist teils gigantische Lücken auf. Was ich viel mehr sagen will ist, dass Deutschland ein Überwachungsstaat ist, indem keine "schädlichen" Meinungen geduldet werden. Das fängt schon in der Schule an.

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Wären wir ein eher rechtsorientierter Staat, so wie es die AfD gern hätte, dann würde in der Schule genauso wenig neutral gelehrt. Außerdem verkörpert die AfD alles andere als Neutralität. 

Natürlich gilt es im Politikunterricht die demokratischen, menschlichen Grundwerte usw. zu lehren und auf die Kinder zu übertragen. Bekanntlicherweise hält die AfD nicht immer etwas von solchen Werten und hätte das wohl am liebsten anders, "neutraler", wie du sagen würdest. 

Ich habe im Politikunterricht bisher immer das Gefühl gehabt, dass alle Seiten der Politik beleuchtet werden. Meist fragt dann der Lehrer die Schüler, wie sie die Positionen der einzelnen Parteien finden. Die AfD schneidet da meist eher schlecht aber aber das ist ja kein Wunder. Sie repräsentieren ja nur etwa 10%-15% der wählenden Bevölkerung. Von daher finde ich den Politikunterricht schon relativ neutral aber eben schützend für die Demokratie und die damit verbundenen Werte. 

Hier ein Auszug aus dem Wahlprogramm der AfD zur Bildungspolitik in Sachsen-Anhalt:

2.3.2 Tugenden vermitteln!
Schule ist auch eine Sozialisationsinstanz. Neben grundlegenden
Kulturtechniken müssen deshalb ebenso die klassisch preußischen
Tugenden Geradlinigkeit, Gerechtigkeitssinn, Ehrlichkeit, Disziplin,
Pünktlichkeit, Ordnungssinn, Fleiß und Pflichtbewusstsein vermittelt
werden. Um solche Tugenden zu vermitteln, bedarf es Autorität, weshalb
die Stellung des Lehrers auch und gerade schulrechtlich zu stärken ist. 

Hört sich gut an, vor allem neutral, wie ich finde...Die Frage ist natürlich und darüber schweigt die AfD, wie in so vielen Sachen, wie man denn dem Lehrer mehr Autorität geben kann und wie man dem Schüler Disziplin beibringen soll. Wie ist das gemeint und wie setzt man das durch...Kollektivbestrafungen wieder einführen?, Schlagstock?, es gibt so viel Interpretationsspielraum...

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Leider kann man Lehrern nicht ALLES vorschreiben. Das Thema das du ansprichst ist generell für 10-12-jährige ncht geeignet, denn die meisten Erwachsenen kommen damit nicht klar.

Lehere sind auch nur Menschen und bringen ihre Ansichten vor die Kinder. Wegen dem o.g. würde ich generell manche Themen ab einem passenden Alter angehen.

Gegenfrage: wie schützt man Kinder vor dem was sie zu Hause hören?

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Mal angenommen, das ist so, dann handelt es sich dabei nicht um eine politische Einflussnahme der Lehrer, sondern um die Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages, der eben auch die Vermittlung humanistischer und aufklärerischer Positionen beinhaltet, die auch zu den verfassungsmäßigen Grundlagen dieser Gesellschaft gehören.

Positionen, die dem entgegenstehen, sind wegen ihrer Menschenverachtung und ihrer latenten Verfassungsfeindlichkeit keine Positionen, die Anspruch auf Vermittlung in der Schule hätten.

Wenn es also so ist, dann ist es gut.

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Ja, Lehrer sind aufgrund der meisten Landesgesetzte zur Neutralität verpflichtet. Da es aber gerade bei der AfD einige Thesen gibt, die nicht unserem derzeitigen Stand in der Wissenschaft entsprechen, kann es natürlich sein, dass Schüler darüber informiert werden. Klimawandel steht z.B. in jedem Lehrplan.

Im Politikunterricht werden die Positionen der einzelnen Partein klar angesprochen. Dabei wird natürlich oft erklärt, was die einzelnen Punkte auf Deutsch heißen. So kann am Ende natürlich doch persönliche Meinung mit einfließen. Von Gehirnwäsche oder ähnlichem ist dies jedoch weit entfernt.

Außerdem sollte man darüber nachdenken, dass man selbst die Kinder ja am meisten beeinflusst. Sie scheinen der AfD ja nahezustehen und das werden ja sicherlich auch Ihre Kinder mitbekommen. Insofern ist der Prozess, verschiedene Meinungen mitzubekommen für die Kinder nur gut und ein Teil der politischen Persönlichkeitsbildung.

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Kommentar von natzebonnie
22.09.2016, 21:35

da haben sie Recht, allerdings sind Kinder in diesem Alter noch paar Jahre vom Politikunterricht entfernt.

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und mich nervt deine reaktionär offensichtlich angebräunte Haltung. Du gibst indirekt dieser elenden AfD dadurch Schützenhilfe, in dem du was vobn Neutralität schwadronierst. So was erscheint mir ausgesprochen Tartuffe-haft.

Wie selbstverständlich erwartest du auch noch Zustimmung für deinen unappetitlichen Standpunkt.

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Kommentar von natzebonnie
22.09.2016, 21:32

bist du Lehrer ??

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Woher weißt du, daß die Lehrer einseitig Stellung beziehen? Oder vermutest du das eher, da deiner Meinung nach die Lehrer sowieso eher links sind?

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In der Schule wird das gelehrt wofür die Parteien wirklich stehen. Und zwar wahrheitsgemäß neutral ohne Wertung. 

Das da die AfD so dargestellt wird wie sie nun einmal ist, liegt in der Natur der Sache.

Warum soll man die Schüler belügen?

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Da kann man eigentlich nur eins machen (wenn man es kann): Diskutiere mit deinen Kindern. Wenn der Lehrer ihnen erzählt dass der Geschäftsmann seinen Gewinn immer durch den Verlust eines anderen macht und dass das Ausbeutung ist, dann frage sie ob der nette Bäcker Meier ein Ausbeuter ist, weil er ja immer Gschäfte macht. Erzähle ihnen von den Sozialisten in der DDR, die im Namen des Antifaschismus die Nazi-Konzentrationslager wieder eröffnet haben. Frage sie warum die Sowjetunion ihre Bündnispartner nur mit Panzern überzeugen konnte, während die Amis einfach Demokratie und CocaCola angeboten haben. Oder warum die Armut - angeblich ein Übel des Kapitalismus - ausgerechnet im links regierten Bremen am größten ist.

Für ihre Noten wird das wohl nur begrenzt gut sein - aber mit etwas Geschick erziehst du deine Kinder damit zum selbständigen, kritischen Denken - genau das was ihre linken Lehrer ja angeblich wollen.

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