Politische Anerkennung der Religion/Religion im Wandel?

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4 Antworten

"Politische Anerkennung der Religion" klingt nach einer Verliererüberschrift, mit der man ganz schnell das Thema komplett verfehlen kann...

Seit der Christianisierung im frühesten Mittelalter ist die Religion, namentlich die christliche, quasi Staatsdoktrin und DIE Legitimationsideologie der "gottgewollten" Feudalordnung.

Da geht es nicht um die politische Anerkennung der Religion, sondern um die klerikale Akzeptanz weltlicher Herrschaft!

Die verheerendste Kriegskatastrophe auf deutschem Boden, der Dreißigjährige Krieg, hat u.a. darin seine Ursache!

Erst mit der Französischen Revolution wird die Idee eines säkularen Staates entwickelt, der dann in Form der Religions- und Weltanschauungsfreiheit ein äquidistantes Verhältnis zu den Religionsgemeinschaften aufbauen muss...

Aber wirklichen Überblick habe ich über das Thema auch nicht...

Fang vielleicht mal mit dem wiki-Stichwort "Kulturkampf" an...

Wieso "politische Anerkennung"? Die Staaten nutzten Religion als Rechtfertigung für ihre Politik und für die Machtverhältnisse. In den letzten 500 erleben wir, jedenfalls in Europa, nicht in islamischen Ländern, wie die Religion ihre politische Macht verliert und endlich ein säkularer Staat entsteht, der die Voraussetzung für Freiheit, Demokratie und Wissenschaft ist. 

Die Menschen merken so langsam, dass Religionen in der Politik keine nennenswerten Kompetenzen haben und deswegen im Interesse aller besser bei Seite gelassen werden sollten. Ihr Einfluss schwindet auch, weil die Gläubigen nach und nach weg sterben.


Hallo.

Das wird schon seit der Grundgesetzverkündung immer wieder angeschoben.

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