politik-wahl-Stimmen?

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3 Antworten

Grund für hohe Wahlbeteiligung: Ein alles überstrahlendes Thema, dass kontrovers in der Bevölkerung diskutiert wird (könnte jetzt dann eventuell aufgrund der Flüchtlingsthematik der Fall sein)

Grund für niedrige Wahlbeteiligung (Dauerzustand in Deutschland): Wähler denken, dass es egal ist, wen sie wählen, weil niemand ihre Interessen vertritt. Meiner Meinung nach haben sie sich aber oft nur nicht genug mit den Parteiprogrammen auseinandergesetzt, da wohl im gesamten politischen Spektrum von DKP/MLPD bis hin zur NPD selbst für die verrücktesten politischen Ansichten eine passende Partei dabei sein sollte. Man könnte als als Grund für eine niedrige Wahlbeteiligung ein Desinteresse an Politik angeben. Ein weiterer Grund kann auch sein, dass Menschen, den es im großen und ganzen gut geht, nicht mehr zur Wahl gehen. Ich glaube, gerade der oberen Mittelschicht ist es oft ziemlich egal ob CDU oder SPD den Kanzler stellen.

Erststimme: Damit wird eine Person aus dem Wahlkreis gewählt. Der Kandidat mit den meisten Stimmen (relative Mehrheit genügt) bekommt ein Direktmandat im Parlament.

Zweitstimme: Damit wird eine Partei gewählt und deren Anteil an den Sitzen im Parlament bestimmt.

->Sitzverteilung: Eine Partei hat z.B. durch die Zweitstimmen einen Anspruch auf 200 Sitze im Parlament. Durch die Erststimmen haben nehmen wir mal an 150 Kandidaten der Partei ein Direktmandat erlangt. Die restlichen 50 Sitze werden dann nach der Wahlliste der Partei besetzt.

Anderes Beispiel: Eine Partei hat durch die Zweitstimmen einen Anspruch auf 200 Sitze. Durch die erststimmen haben aber 250 Kandidaten der Partei ein Dirketmandat erlangt. -> Die Partei bekommt trotz des geringeren Anspruchs alle 250 Sitze. Auf die Wahlliste der Partei braucht bei der Besetzung nicht zurückgegriffen werden. Die Partei hat also 50 Sitze zu viel bekommen, also 50 sogenannte Überhangmandate. Dieses Phänomen tritt aktuell oft bei CDU/CSU und SPD auf. Die Überhangmandate der Parteien werden dann auf die kleineren Parteien umgerechnet. Eine andere Partei mit einem Anspruch auf 100 Sitze würde dann in dem beschriebenen Fall 125 Sitze bekommen. Damit das Größenverhältnis der Parteien wieder stimmt. Die 25 Sitze werden dann Ausgleichsmandate genannt. Durch dieses System hat der Bundestag in der Regel deutlich mehr als die theoretischen 598 Mitglieder.

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Hei, gooofy, bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag hast du zwei Stimmen, die Erst- und die Zweitstimme. Die Erststimme bestimmt den künftigen Abgeordneten deines Wahlkreises (der / die  mit den relativ meisten Stimmen); die Zweistimme entscheidet prozentual über die Stärke der Parteien. Bekommt die CDU/CSU z. B. bundesweit 38 Prozent, so bekommt sie auch 38 Prozent der Mandate im Parlament ( = Verhältniswahl).

Nichtwähler überlassen die Politik den anderen; das ist Vogel-Strauß-Kopf-in-den-Sand-Haltung. Damit verzichtet man auf das Recht, mitreden zu können . Es ist also das dümmste, was man in einer Demokratie machen kann.

Viele gehen nicht wählen, weil entweder das Wetter gerade zu schön oder zu schlecht ist, weil sie sowieso keine Ahnung von Politik haben, weil sie sich nicht darum kümmern und weil sie denken, dass die da oben doch eh  machen was sie wollen und die Parteien im Bundestag ohnehin alles nur eine Wichse ist. Und so. Grüße!

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