Politik schuld an der Politikverdrossenheit der Jugend? Pro/Contra

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6 Antworten

@MasterL123 Wenn du dir die bisherigen Antworten ansiehst, dann gibt es derzeit überhaupt keine „Pro Argumente“. Die Zeiten sind vorbei.

Deshalb setze ich auch noch einen drauf, denn offensichtlich dürfen auch Lehrer in der heutigen Zeit nur genehme Zitate lehren und müssen Erlebtes und Tatsachen verschweigen.

Wir haben ca. 60 Jahre nach Kriegsende von dem Wiederaufbau und Anstand im eigentlichen Sinne gelebt. Es war alles viel normaler und damit Bescheidener. Will der Bürger denn überhaupt mehr?

Es gab den Größenwahn, Selbstherrlichkeit, Öffentlichkeitsgeilheit und Geldgier, etc. der heutigen Zeit nicht. Und das gab es auch nicht:

Einen Bundeskanzler der Vergesslichkeit, ohne Demenz zu sein!

Eine Justizministerin, die sich eine Wahlperiode lang nur mit dem selbstgefälligen Schwulen- und Lesbenproblem befasst hat und damit die Mehrzahl der Bevölkerung vernachlässigte.

Eine Verbraucherschutzministerin, die Betrugsfälle in dem Lebensmittelbereich verharmloste, weil sie nicht gesundheitsschädigend sein sollen.

Einen Gesundheitsminister, der sich von Anfang an auf einen Versorgungsposten eingestellt hat.

Bundestagsmitglieder, die betrügen, in dem sie persönliche Vergünstigungen an Dritte ungestraft weitergeben.

Eine Justiz, die nach Möglichkeiten suchen muss, um einem Prominenten für vorsätzliche Steuervergehen mit bindender Gefängnisstrafe und nach einer Bewährung von ca. zwei Jahren urteilen wird. Entspricht das alles überhaupt noch dem Artikel 3 des GG?

Offensichtlich gibt/gab es bisher nur sehr wenige Politiker, die dem Bürger wohlwollend in Erinnerung bleiben werden: hierzu zählen u. a. Helmut Schmidt und Wolfgang Bosbach.

Was fehlt uns möglicherweise? Eine klare nationale Gesetzgebung ohne Ausnahmeregelungen!

Wo liegen unsere Probleme? Unter anderem hier: http://www.bundestag.de/dokumente/lobbyliste/lobbylisteaktuell.pdf. Wie soll bei der gewollten Vielfalt eine staatliche Ordnung erhalten bleiben?

Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit!

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Ich würde ja gern die Frage / das Thema dahingehend erweitern, dass Politikverdrossenheit keineswegs nur bei Jugendlichen, sondern allgemein drastisch vorhanden ist - - - und so den Rechten immer mehr Zulauf gewährt !

In 40 (!) Jahren Dienst an einem Gymnasium ist mir nichts so aufgefallen wie - Ausnahmen mögen wie üblich die Regel bestätigen ! - das sprunghaft zunehmende Desinteresse "der" Jugend an jeglicher Politik (lokal, regional und national).

Ich sehe mehrere Ursachen:

  • ein schrecklich langweiliger Politik-Unterricht, der sich NUR nach den Richtlinien richtet, ohne bei brandaktuellen Themen das "normale" Pensum zu unterbrechen,

  • eine seit den 90ern gezielt (!!) gesteuerte Verblödung auch der Jugend durch ein zum Himmel schreiendes niveauloses TV-Programm,

  • die maßlose Enttäuschung der Erwachsenenwelt über die Bundespolitik (ich sage nur: der Alptraum von Kohl bis Merkel); diese Enttäuschung wird auch auf die Jugend übertragen, färbt auf sie ab;

  • eine durch immer mehr Schul-Leistungs-Drill immer mehr mit sich selbst beschäftigte Jugend, der vor lauter Schulstress (G 8 !!) keine Zeit für Hobbies mehr hat,

  • eine Umwälzung innerhalb der Gesellschaft, die - auch ! - zur Verblödung UND ISOLATION der Jugend beiträgt, deren "Lebensraum" nur noch auf Handy / Smartphone / Tablet / SMS / twitter / facebook fixiert ist und keinen über den Tellerrand blickenden Gedankenaustausch mehr zulässt

  • u.a.m. .

pk

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Kommentar von firearmor
09.03.2014, 15:31

Warum sollte die Politikverdrossenheit zu einem stärkeren Zulauf rechter Parteien fühen? Ich sehe es eher so, dass sowohl rechte, als auch linke Parteien einen stärkeren Zulauf bekommen, umso mehr sie sich von den etablierten Parteien distanzieren. Rechte Parteien gibt es im Grunde wenige und werden auch kaum gewählt. Gruß.

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Politiker werden von Bürgern im eigenen Land gewählt und erwarten dafür entsprechende Gegenleistungen. Nur sind sie sich ihrer Verantwortung nicht mehr bewusst.

Wie soll man als Bürger verstehen, wenn deutsche Politiker ihre bezahlte Zeit im Ausland verbringen, dort demonstrieren und gegen nationales Landesrecht verstoßen?

Wie soll man als Bürger verstehen, das deutsche Politiker sich mit verurteilten Straftätern anderer Länder solidarisieren und diese auch noch hoffieren?

Haben unsere Politiker nicht genug Arbeit in Deutschland?

Wie würden sich unsere Politiker wohl verhalten, wenn die Bürger sich genauso oder ähnlich wie Klitschko, Timoschenko und Pussy Root, etc. aufführen würden? Alle haben als Bürger ihres Landes gegen nationale Gesetzte verstoßen. Ist das wirklich in Deutschland so förderungswürdig?

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@paulklaus
@firearmor

Ich würde die Verantwortung der Entwicklungen nicht auf mögliche und quantitativ, aber auch unbedeutende Dritte abschieben wollen, denn nach dem Krieg haben sie noch nie eine Rolle gespielt. Sie mussten nur für die angeblich „etablierten Parteien“ zur Vertuschung vieler Unfähigkeiten herhalten.

Im Grunde genommen ist es inzwischen doch völlig egal, ob man mitte, oben, unten, rechts, links oder Farbenbezeichnungen wählt, für die Bürger ist es doch nur wichtig, dass auch von diesen „Herren und Damen“, sofern überhaupt brauchbare Gesetze ohne Ausnahmen vorhanden sind, auch eingehalten und befolgt werden.

Welcher Bürger will schon die ständigen Sonderregelungen für Politiker, Lobbyisten und Nutznießer?

Welcher Bürger will schon die ständigen "Eiertänze" der Vergangenheit? Wem haben sie eigentlich auf Dauer gedient?

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@MasterL123

Ist es nicht bedenklich, dass sich zu dem Thema praktisch keiner meldet? Offensichtlich sind es alle (viele) Leid über solche „Nebensächlichkeiten“ noch zu diskutieren.

Es gibt kein Pro und Kontra, wenn es um Politik geht, weil man mit seiner Wählerstimme eben nichts mehr erreicht. Oder etwa doch?

Jeder Bürger schafft mit seiner Wählerstimme nur einen Posten mit guter oder gesicherten Altersversorgung.

Hat sich das Wort „Demokratie“ aufgrund vieler Rücksichtnahmen einfach abgewirtschaftet?

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Die herrschenden Politiker/innen haben dermaßen viel Dreck am Stecken, dass es nicht wundert, dass ein Großteil der Jugend von der Politik abgewandt haben. Doch das ist keine Lösung, lediglich ein bloßes Wegducken, statt sich in Opposition zu den bestehenden Herrschaftsverhältnissen zu begeben.

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