Politik in Sparta

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Eine Legitimation einer politischen Ordnung ist eine Rechtfertigung. Die Politische Ordnung, das Herrschaftssystem, wird als rechtmäßig dargestellt und mit Hilfe bestimmter Begründungen für gut, richtig und zweckmäßig erklärt.

Die Bewertung soll eine eigene Beurteilung der politischen Ordnung Sparta sein, mit Argumenten dafür (Pro) und dagegen (Kontra). In der Erörterung steht dann, was an der politischen Ordnung unter welchem Gesichtspunkt für gut und für schlecht gehalten wird. Die Aufgabe besteht darin, eine eigene Meinung zu schrieben. Inhaltlich ist dabei nichts festgelegt, nur sollte ein Bezug zur politischen Ordnung zeigen, sie verstanden zu haben.

Die Spartaner hatten sich durch Leistungen im Kampf als die Stärkeren gegen eine ursprünglich ansässige Bevölkerung durchgesetzt. Dies wurde zusätzlich auch durch Religion und Mythologie legitimiert. Sie sahen sich als Herakliden, Nachkommen des Helden (Heros) und Halbgottes Herakles und ihr Volk. Herakles war danach vom obersten Gott Zeus, seinem Vater, eigentlich als Herrscher über Argos, Lakonien und Pylos vorgesehen. Hera, die eifersüchtige Ehefrau sorgte aber listig für eine frühere Geburt des Eurystheus, dem als gegenüber seinem Vetter Herakles eher Geborenen die Besitzungen zufielen. Die Herakliden erkämpften sich schließlich das väterliche Erbe und teilten es sich durch Los. Eine Inbesitznahme/Eroberung wird als Rückkehr und Eintreten in ein rechtmäßiges Eigentum gedeutet.

Innerhalb der spartanischen Gesellschaft sind die Könige durch Abstammung legitimiert (Herkunft von Nachkommen des Herakles). Beim Rat der Ältesten (Gerousia aus 28 Männern über 60 Jahre (auf Lebenszeit gewählt) und den 2 Königen) kann Erfahrung geltend gemacht werden. Durch eine gewisse Beteiligung der Volksversammlung, die auch jährlich 5 Ephoren (Aufseher) wählte, ist in einem gewissen Ausmaß eine Zustimmung der Spartiaten (Vollbürger Spartas) gegeben.

Die politische Ordnung ist auf einen Gesetzgeber Lykourgos (Lykurg) zurückgeführt worden (seien tatsächliche Existenz ist umstritten), der sich dabei unter anderem auf Weissagungen des Orakels von Delphi (Sitz des Gottes Apollon) berufen haben soll. Sie wurde als „Eunomia“ („Wohlordnung“, „Gute Ordnung“ bezeichnet. Die bestehende politische Ordnung konnte dann später als auf die gestiftete Tradition zurückgehende legitimiert werden.

Bei der Erörterung können sowohl Nützlichkeitsgedanken (was ist für wen wozu nützlich), darunter Überlegungen, wie gut die politische Ordnung unter welchen Umständen funktioniert; als auch Bewertungen aufgrund politischer/ethischer Grundsätze herangezogen werden.

Einige denkbare Argumente, die aber nur zum Durchdenken anregen und nicht eine Meinung verordnen sollen:

Argumente Pro:

  • militärische Leistungsfähigkeit

  • Disziplin

  • Stabilität

  • Kontrolle übermäßiger Einzelmacht durch Beschränkung (Doppelkönigtum, Befugnisse der Gerousia und Ephoren)

  • ein gewisse Maß an politischer Mitbestimmung für die Vollbürger

Argumente Kontra:

  • einseitige Ausrichtung (Folge: ab dem 7. Jahrhundert wird in kulturell kaum Neues geschaffen) durch Überbetonung des Militärischen und rigide Kontrolle

  • Gefahr einer Hemmung bei Unstimmigkeiten innerhalb der politischen Führung

  • Tendenz zum Konformismus und Mangel an freier individueller Entfaltung

  • keine politische Gleichberechtigung für Spartaner, die keine Vollbürger waren (Spartaner mit minderen Rechten und Periöken (freie „Umwohner“))

  • Unterdrückung der Heloten (Staatssklaven oder zumindest Unfreie aus der unterworfenen Bevölkerung; ihre Lage steht nicht im Einklang mit dem Gedanken der Menschenwürde und universaler Menschen- und Bürgerrechte)

  • demokratisches Prinzip nur sehr eingeschränkt wirksam (Volksversammlung nur Vorschläge annehmen oder ablehnen, einfache Bürger konnten keine Anträge stellen und nur mit Genehmigung der Ephoren reden)

  • ziemlich schmale Grundlage für eine Großmachtpolitik (große Verluste an schwerbewaffneten Kämpfern [Hopliten] konnten nicht leicht ersetzt werden und die Zahl der Spartiaten hat nach einem Höhepunkt abgenommen, auch weil das volle Bürgerrecht an einen Mindestbesitz gebunden war und für dessen Erhalt anscheinend nicht immer besonders gut gesorgt wurde; über die inneren Verhältnisse in dieser Hinsicht gibt nicht sehr viel Informationen, die Vollbürger (Spartiaten genannt) haben der Überlieferung nach einmal die gleiche Menge Land zugeteilt bekommen haben, tatsächlich sind allerdings Besitzunterschiede entstanden und Spartiaten sind verarmt)

Hilfreich sind Darstellungen in Büchern, z. B.:

Ernst Baltrusch, Sparta : Geschichte, Gesellschaft, Kultur. Original-Ausgabe, 2., überarbeitete Auflage. München : Beck, 2003 (Beck'sche Reihe ; 2083 : C. H. Beck Wissen). ISBN 3-406-41883-X

Karl-Wilhelm Welwei, Sparta : Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht, Stuttgart : Klett-Cotta, 2004. ISBN 3-608-94016-2

naja, Sparta war eine Militär Regierung! kleiner Tipp, bei Wiki findest du es sehr ausführlich!

Bei der zweiten Frage sollst du beantworten warum das so war und welche Vor bzw Nachteile das ganze hatte

Das mit der Politik hab ich verstanden mit dem Doppelkönigtum dem 4 Stände system und dem Ältestenrat aber.

Aber ich weiß nicht was daran gut und schlecht ist und ich weiß nichtmal was legitimatorisch heißt >.<

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@Jula0505

Legitimation kann man googeln. Heißt soviel wie rechtmäßig oder rechtens. Bei deinem anderen Problem hilft einfaches Nachdenken. Stell dir vor alle wären nur auf Kämpfen trainiert, weil Kriegsführung auf Platz 1 steht. Was hat das wohl für Vorteile und was für Nachteile?

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@erniekeks

genau! Wie gesagt, schau mal bei Wiki rein und les dir alles über die Spartaner durch, dann erkennst du auch swchnell die Vor und NAchteile einer solchen Regierung!

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