Politik in Bwl?

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3 Antworten

Hallo sportgenie45, in der Politikwissenschaft begegnen Dir einige Theorien der Wirtschaftswissenschaften, v.a. der VWL. Vor allem, wenn Du Dir eine Uni aussuchst, die eher dem Rational Choice-Gedanken folgt und entsprechend "moderne" politikwissenschaftliche Theorien lehrt. Dazu kommt es darauf an, für welche Uni Du Dich entscheidest.

Ein VWL-Studium ist sicherlich ein guter Kompromiss zwischen beiden Disziplinen. Ich würde mir an Deiner Stelle auf jeden Fall genau die Universitäten ansehen, die für Dich in Frage kommen und dann entscheiden, was das richtige für Dich ist.

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sportgenie45 05.10.2017, 16:04

Danke! Nur hab ich bei VWL angst, dass das eine ziemlich „passive“ richtung ist, also dass man wirklich nur auf das Analysieren eingeschränkt ist. 

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gfchristian 05.10.2017, 16:23
@sportgenie45

Jetzt weiß ich nicht, wie "aktiv" Deine Erwartung an ein politikwissenschaftliches Studium ist. In erster Linie geht es da ja auch ums Analysieren. Nur ist das Analysieren der Modelle vielleicht etwas greifbarer in der Politische Soziologie (weil auf Wahlverhalten etc. angewandt) oder in den spieltheoretischen Ansätzen in der Politischen Theorie und Internationalen Politik, um Handlungsoptionen zu analysieren. Das theoretische Fundament ist aber das gleiche wie in der VWL ... Um so wichtiger, die Lehrstühle an Deinen Wunsch-Unis daraufhin abzuklopfen: Ich habe das damals so gemacht, dass ich mich einfach als Gasthörer in ein paar Vorlesungen gesetzt habe und mir selbst ein Bild der Professoren und der Inhalte gemacht habe. War sogar in ein paar Pro-Seminaren, um auch in den Arbeitscharakter der Veranstaltungen zu schnuppern. Wenn Du vorher den entsprechenden Prof fragst, sollte das kein Problem sein.

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Wie wäre es stattdessen mit einem Volkswirtschaftsstudium? Da hast du reichlich von beidem... 

Informiere dich mal genauer. Oft kannst du einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften machen, der beide Bereiche umfasst und kannst dann zum Master entscheiden, in welcher Richtung du weitermachen willst. 

Ich würde dir empfehlen, den Bachelorstudiengang möglichst breit zu wählen. Wenn du dich da schon zu sehr spezialisierst, hast du  hinterher weniger Möglichkeiten. Gerade wenn du dir noch nicht so ganz sicher bist, wo du mal hin willst, ärgerst du dich am Ende noch. 

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MissAwesome 05.10.2017, 14:01

"Ich würde dir empfehlen, den Bachelorstudiengang möglichst breit zu wählen. "

Darf ich mal fragen, was du damit meinst? Den Studiengang an sich oder Wahlmöglichkeiten innerhalb des Studiengangs? Denn die sind sehr begrenzt.

Hatte vor einer Weile auch mal ein Bewerbungsgespräch in dem ich gefragt wurde, worauf ich mich im Bachelor denn spezialisiert hätte. Die Frage hat mich doch sehr überrascht denn das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht möglich sondern kommt erst später. Würde mich mal interessieren ob das ein allgemeines Missverständnis ist oder ob es an meiner Uni unterdurchschnittlich viele Wahlmöglichkeiten gibt.

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FataMorgana2010 05.10.2017, 14:23
@MissAwesome

Wenn du an der Uni studierst, hast du in der Regel einen breit aufgestellten Bachelor. In Wiwi bedeutet das, dass du im Anschluss eine ganze Reihe von Masterstudiengängen zur Auswahl hast. Insofern machst du das schon richtig :-). Und natürlich gibt es dort auch eine Spezialisierung, du schreibst ja z. B. deine Bachelorarbeit über ein spezielles Fach und wählst ein paar Wahlmodule. 

Es gibt aber auch eine ganze Reihe wirtschaftswissenschaftlicher Bachelors an Fachhochschulen usw., die sehr spezialisiert sind (z. b. Tourismuswirtschaft etc.) Bei denen ist man dann oft bei der Wahl eines Masters dann sehr eingeschränkt. Oft fehlen einem dann Creditpoints in dem ein oder anderen Fach, das macht den Anschluss dann schwieriger. 

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In der BWL (vor allem international) ist man mit politischem Interesse sogar sehr gut aufgehoben! Das kann entscheidende Wettbewerbsvorteile für ein Unternehmen bringen wenn du über aktuelle Themen Bescheid weiß und Veränderungen frühzeitig kommen siehst. Zum Beispiel Gesetzesänderungen durch den Brexit wenn man britische Kunden hat.

Allerdings bekommst du das im BWL Studium nur bedingt vermittelt. Aber auch dort geht es beispielsweise in Mikro- und Makroökonomie um Prozesse in den jeweiligen Märkten. Auch das hat politische Bezüge aber eher allgemeiner gehalten ohne konkrete aktuelle Themen, eher als einzelne Beispiele wenn es gerade zum Stoff passt.

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gfchristian 05.10.2017, 16:28

Gebe ich Dir recht. Was mich an BWL gestört hat, war das dünne theoretische Fundament. Das fand ich an VWL und in der PoWi wesentlich tiefer und als Student spannender. Wenn ich heute auf das schaue, was ich davon im Job brauchen kann, würde ich auch eher in Richtung BWL tendieren ... das ist sicherlich praxisnäher. BWL fand ich im Studium eher "verschult", während PoWi eher dem entsprochen hat, was ich mir unter einem Studium vorgestellt habe. Aber das hängt sicherlich ganz stark von den Dozenten und der jeweiligen Uni ab ... 

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