Politik- wie komme ich rein?

5 Antworten

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Lese erst mal das Grundgesetz, das Landesgesetz um das Mindestmaß an Grundlagen zu bekommen.

Bilde Dir nicht ein in eine Partei eintreten zu müssen. Politische Veränderungen lassen sich durchaus auf andere Weise schaffen.

Höre regelmäßig einen Sender von dradio um ein Verständnis von den Vorgängen zu bekommen.

Arbeite Dich durch das Archiv des Spiegel von der ersten Zeitung an.

Finde auf diese Art ein Thema welches Dich besonders interessiert und arbeite Dich da in Ruhe ein. Achte auf Fakten. Berücksichtige die internationalen Vereinbarungen zumindest zum Thema welche hier als verbindlich entweder schon übernommen wurden oder zu übernehmen sind, beachte die jeweiligen Zuständigkeiten.

Ok. An diesem Punkt überlege wenn Du magst ob eine Partei Deinen Vorstellungen entspricht. Gehe auf alle Fälle nicht zu früh in eine Partei. Sie wird sonst nur versuchen Dir eine Gehirnwäsche zu verpassen. Und dabei glaube absolut nicht Gehirnwäsche sei eine Methode von Links. CDU / CSU und FDP sind da besonders gut drin aber auch die Grünen müssen sich zum Thema ebenso wenig verstecken wie die SPD. Sei versichert dass ich darüber nicht aus der hohlen Hand schreibe. Beachte: Ludwig Erhard war in keiner Partei, hat aber eine geführt. Es ist also noch nie nötig gewesen irgendwo Mitglied zu sein. Es ist wesentlich eine eigene Meinung zu entwickeln, zu lernen diese zu äußern, sie zu vertreten und an der Umsetzung zu arbeiten.

Beachte: Politik fängt direkt vor der eigenen Haustür an. Schaue Dich aufmerksam um dann findest Du reichlich Themen die bearbeitet werden wollen. Zum Beispiel in der Schule: Gibt es da eine Schüler-Mitverwaltung und Was steht dazu im Landesschulgesetz? Gibt es eine Schüler-Zeitung? Wie ist das Verhältnis von Lehrkörper, Elternbeirat und SMV? Welche Projekte lassen sich von der Seite "Schulpreis" übernehmen?

Natürlich kannst Du Dich auch auf den Weg nach Wolkenkuckucksheim begeben. Wo der schon mal endete lehrt uns die Geschichte.

In der Theorie hört sich Dein Beitrag wunderbar an. Leider leben wir nicht in der Schweiz und haben keine Tradition einer direkten Demokratie. Wie schwer es ist, gerade in der Schule etwas zu verändern, dafür gibt es viele Beispiele: Vor allem Eltern mit behinderten Kindern führen oft einen jahrelangen Kampf gegen die Schulbürokratie und selbst große Organisationen wie die "Aktion Mensch" können nicht immer helfen: http://www.familienratgeber.de/kinder/schule/integration_in_regelschule.php Der Vorteil einer Partei: Man lernt zu argumentieren und zu debattieren. Bevor man einen Rhetorik Kurs besucht, kann hier die "freie Rede" als Kernbestandteil der demokratischen Bürgerbeteiligung geübt werden. Auch in einer Partei gibt es unterschiedliche Meinungen, mit denen man sich beschäftigen muss.

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@Maya36

Leider leben wir nicht in der Schweiz und haben keine Tradition einer direkten Demokratie

Wenn man sich ansieht, zu welchen Ergebnissen das manchmal führt, bin ich etwas skeptisch gegenüber der direkten Demokratie.

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@PatrickLassan

Maya, Inklusion ist 1. ein sehr komplexes Thema und angesichts der Tatsache, dass erst 2004 die letzten Heime für sogenannte schwer erziehbare Kinder geschlossen wurden, bis heute noch nicht mal geklärt ist wer die dringend nötigen Therapien zur Behebung der dort entstandenen massiven Schäden bezahlt und so fort. Ich zitiere da gerne Adenauer: "Um Kinder brauchen wir uns nicht kümmern. Die bekommen die Leut immer." Bis heute hat sich an dieser Auffassung in der Politik nur das Gerede geändert. - Nun gut. Die Ausnahmen nehmen zu wie auf "Schulpreis" festgestellt werden kann. Es wird auch allerhöchste Zeit.

Ich schreibe aus Erfahrung und nicht theoretisch. Als Kind durften wir Franz Josef Strauss und Konsorten zusehen wenn sie sich im Deutschen Bundestag stritten. Manche dieser Sitzungen kann auf youtube angesehen werden. Sie sind besser als heutige Rhetorikkurse das kann ich Dir versichern. Heute lässt sich auf Phoenix regelmäßig zusehen Was im Deutschen Bundestag geschieht, auf der Seite des Deutschen Bundestages verfolgen was mancher Ausschuss so macht.

Ich habe mit dem Spiegel lesen gelernt und es hat mir absolut nicht geschadet. Heute gibt es bedeutend mehr Zeitungen und Magazine um den Wortschatz und die Wahrnehmung zu schärfen. Auch Dies spricht klar gegen einen Rhetorikkurs. Solche Kurse sind für Dummbachel die das Volk verdummen wollen um es belügen, bestehlen und betrügen zu können. Vorwürfe welche sich nachweisen lassen, teilweise gerichtsbekannt sind. Die Rundfunksender sind absolut nicht zu unterschätzen in ihrer Wissensvermittlung und bedeutend besser als zu meiner Zeit.

Ich habe politisch Veränderungen angestoßen und teilweise mit anderen gemeinsam durchgesetzt sowohl auf Bundes- als auch auf Landes- und Kommunalebene. Dabei ist uns bei den Themen welche sich um das Grundgesetz und seine Beachtung drehten immer ein sehr scharfer Wind aus allen Parteien entgegen geweht. Erfolgreich waren wir dennoch. Und wenn ich schreibe aus allen Parteien, dann meine ich alle bis zur friedlichen Revolution in diesem Land anerkannten Parteien.

Es geht mir allerdings nicht darum zu animieren meinen Weg nachzugehen. Es geht mir vor allen Dingen darum sich erst selbst eine eigene Meinung zu bilden anstatt sich auf Bauernfängerei einzulassen die ohne ausreichende Vorbereitung nicht durchschaubar ist. Gerade die Jugendorganisationen sind darauf spezialisiert den noch kritischen und unvoreingenommenen Menschen das freie Denken gründlich abzugewöhnen. Dazu sind solche Jugendorganisationen da. Ich wage sehr stark zu bezweifeln dass es für unsere Zukunft sinnvoll ist viele Nachplapperer zu haben. Davon haben wir schon mehr als genug und wo diese Haltung hinführt lehrt uns unsere Geschichte. Es ist zu bedenken, dass Historiker welche auf die Neuzeit spezialisiert sind unsere Jetzt-Zeit mit 1938 vergleichen. Das machen sie gewiss nicht ohne gute Gründe. Es ist also durchaus sinnvoll zunächst die Außenperspektive zu erlernen um diese immer wieder nutzen zu können.

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Egal, welches Thema es hier bei "Gute Frage" betrifft, verändern können wir es ALLE leider nicht. Mein Gefühl sagt mir hier nur eins: "Schön mal Luft und Frust rauszulassen". Veränderungen wird es nie wirklich geben, da es von Politikern in Zusammenarbeit (meist nicht offen gesagt) mit Wirtschaft u. Lobbyisten einhergeht. Aber warum beschweren wir uns, haben "WIR" sie nicht letztendlich gewählt, weil wir Vertrauen haben? Na ja Na ja Na ja

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Hahaha, den Spiegel lesen..... Dein ernst?? sich andere Meinungen eintrichtern lassen von irgendwelchen linken und Pazifisten?

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Parteien haben meist Jugendverbände. Für jemand in deinem Alter wäre das der Einstiegspunkt. Du engagierst dich dort, debattierst, argumentierst und suchst dir deinen Weg nach oben. In deinem Alter hast du noch ein paar Jahre Zeit, bis du ein Amt begleiten darfst.

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