Point of no-return in der Mitte des Wassers

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8 Antworten

Hallo,

die Auftriebskraft hängt nur vom Dichteunterschied ab, von sonst nichts. Wenn Dein Gegenstand sich durch den Wasserdruck nicht verformt (also seine Dichte verändert), ist Deine Aussage natürlich richtig.

Plastik ist vermutlich schwerer zusammenzudrücken, als Wasser. Dadurch hat der Druck für diesen Gegenstand aus Kunststoff, sofern dieser keinen Hohlraum hat, keine Auswirkungen. Einzig die Dichte (oder wie Du es nennst, das spezifische Gewicht) ist relevant und dieses bleibt beim Kunststoff gleich, während durch den steigenden Druck die Dichte bei zunehmender Tiefe ebenfalls zunimmt. Dadurch würde dieser Kunststoffgegenstand, sofern in einer bestimmten Tiefe seine Dichte der des umgebenden Wassers entspricht in dieser Tiefe schweben, oder sofern er eine geringere Dichte als Wasser hat, selbst aus größter Tiefe aufsteigen und je größer zuvor diese Tiefe gewesen ist, je schneller wird er in diesen größeren Tiefen nach oben streben. Dies kann sich aber durch den Strömungswiderstand und die abnehmende Differenz der Dichten von Kunststoff und Wasser bei Annäherung an die Oberfläche des Wassers verringern. Allerdings ist es auch so, dass der Wasserdruck den Strömungswiderstand beeinflusst, sodass die Form dieses Kunststoffgegenstandes ebenfalls dazu beiträgt, wie seine Aufstiegsgeschwindigkeit sich verändert.

Das was du vom spezifischen Gewicht sagst stimmt. Die Tiefe würde erst dann eine Rolle spielen, wenn der aufgrund der Wassertiefe vorherrschende Druck so hoch wäre, dass das Wasser dadurch komprimiert werden würde. Dieser Effekt ist jedoch selbst am tiefsten Punkt aller irdischen Meere so gering, dass man ihn vernachlässigen kann. LG

Aber wenn man das Wasser komprimiert, dann steigt das spezifische Gewicht, d.h. die Dichte des Gegenstandes wird relativ zur Dichte des Wassers noch geringer, d.h. es wäre noch ein Grund mehr, aufzusteigen, nicht ein Grund unten zu bleiben...

Natürlich: wenn der Gegenstand vom Druck zerquetscht würde, dann würde sein spezifisches Gewicht grösser, und dann könnte er untergehen. Aber nehmen wir mal an, das Ding sei stabil genug um dem Druck zu widerstehen, ohne sich zu verformen...

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@Iwaasnet

Das mag sein aber wie oben genannt wird das Wasser nur ganz minimal komprimiert. Also nehmen wir mal an, der Gegenstand würde schwerer zu komprimieren sein als das Wasser, dann müsste aber seine Dichte nahezu mit der des Wassers gleich groß sein. Bei der genannten minimalen Komprimierbarkeit des Wassers, dürfte die Dichte nur um den Bruchteil eines Prozentes abweichen. Das exakt hinzukriegen, dürfte bestenfalls mit hochmodernen Techniken möglich sein. LG

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@gerechttigkeit

Wieso? Komprimierbarkeit hat an sich nur mit der STabilität des Materials zu tun, nicht unbedingt mit der Dichte...

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@Iwaasnet

So habe ich das nicht gesagt. Ich meinte, das Wasser ändert seine Dichte nur ganz minimal, wird also nur minimal zusammengedrückt. Hat ein Gegenstand die gleiche Dichte wie Wasser und wird in der Tiefe aber nicht stärker komprimiert als das Wasser, dann würde sich das Dichteverhältnis zwischen Wasser und Gegenstand verschieben.

Also z.B.: Wasser = 1g/cm³ und Gegenstand = 1g/cm³. Der Gegenstand schwebt.

Wasser (Beispiel) = 1,0001g/³ und Gegenstand = 1g/cm³. Der Gegenstand steigt auf.

Da mir (im Moment kein Gegenstand bekannt ist, welcher die gleiche Dicht wie Wasser hat, müsste man ein sogenanntes Stoffgemisch verwenden. Doch die Mischung so hinzukriegen, dass sie nur maximal um 0,1% abweicht, dürfte (wie gesagt) sehr schwierig sein.

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Was du sagst ist grundsätzlich richtig! Bedenke aber das sich das spez. Gewicht von Wasser durch den Druck verändert

Da Wasser kaum komprimierbar ist, ist dieser Effekt vernachlässigbar.

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Hi,

da liegst Du genau richtig mit Deiner Antwort. Das hat schon Archimedes damals herausgefunden. Natürlich kann man da auch alles fein säuberlich berechnen. Hier mal ein Link zum weiterlesen :-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Archimedisches_Prinzip

Viele Grüße

deine Version ist richtig.

Hallo,

Du liegst mit Deiner Vermutung ziemlich richtig.

Hier hier gilt das Gesetz des Archimedes.

Das Gesetz von Archimedes besagt, dass ein Körper im Wasser schwimmt, wenn das Gewicht des Wassers, das er v e r d r ä n g t größer ist, als sein Eigenes.

Die Tiefe des Wassers spielt keine Rolle, ebenso nicht der Druck.

Gruß Klaus

mit dem spezifischen Gewicht hat das nichts zu tun, sondern mit der Verdrängung,

Schau noch mal genau nach, was "spezifisches Gewicht" bedeutet und sag dann drei mal "Ich bin ein Kind ein deppertes, in meinem Kopf da scheppert es".

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@Iwaasnet

meinst du mich? soll ich dir beweisen, dass z.B. ein Stück Blei mit einem spezifischen Gewicht von 11,3 schwimmt und auch nach oben treiben kann ?

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@barolo86

wenn deine Flüssigkeit (wird wohl kaum Wasser sein) ein spezifisches Gewicht von 11.4 hat, dann treibt dein Blei nach oben...

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@Iwaasnet

es kommt auf die Verdrängung an, nicht auf das spezifische Gewicht, ist das so schwer zu verstehen

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@barolo86

Es kommt auf die Masse des verdrängten Wassers im Vergleich zur Masse des Gegenstandes an.

Ergo auf das spezfische Gewicht des Gegenstandes im Vergleich zum spezifschen Gewicht der Flüssigkeit. Oder auch auf die Dichte des Geganstandes im Vergleich zur Dichte der Flüssigkeit. (Da dichte das spezifische Gewicht/spez.GEw Wasser ist, kürzt sich das spezifsche Gewicht des Wassers raus, wenn du ein Verhältnis zwischen zwei Dichten ausrechnest, also kannst du gleich das Verhältnis der spezifischen Gewichte nehmen...)

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Ein Gegenstand verdrängt eine Wassermenge, welche genau dem Volumen des Gegenstandes entspricht, es sei denn, dass sich Luftblasen in Ecken verfangen. Übersteigt das Gewicht des Gegenstandes dem des verdrängten Wassers, dann sinkt er. Bei geringerem Gewicht steigt er, usw.. Das Gewicht spielt also eine Rolle. LG

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@Iwaasnet

Den Begriff "spezifisches Gewicht" hast du verwendet. Ich dachte, du meintest das relative Gewicht, oder sagen wir, das Gewicht im Verhältnis zum Volumen. Je höher das Gewicht bei gleichbleibendem oder geringer ansteigendem Volumen des selben Gegenstandes, desto höher die Dichte. Mein Physikunterricht ist schon etwas her, aber ich behaupte deine obige Frage trotzdem verstanden zu haben.

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