Plötzlich langsame / stockende Kopiervorgänge zwischen Festplatten - woran könnte es liegen?

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1 Antwort

Querverweis AFD Festplatten:

Man kann nicht mehr in den Laden gehen und einfach eine beliebige Festplatte mit der gewünschten Speicherkapazität kaufen. Man muss vorher klären, ob Betriebssystem, Dateisystem und sonstige Hardware auch mit 4Kn-Festplatten klarkommen.

Folgende Betriebssysteme sind mit nativen 4-kByte-Sektoren kompatibel:

- Windows 7 (Achtung: nicht bootbar und nur eingeschränkt nutzbar)

- ab Windows 8.1 mit Microsoft-Treiber storahci.sys (nicht mit Intel Rapid-Storage-Treiber iastor.sys)

- ab Windows Server 2012 R2

- jedes aktuelle LinuxMac OS X (Achtung: nicht bootbar)

Partitionsgrenze 2 TByte

Dank höhere Datendichte auf den Magnetscheiben ist die Speicherkapazität auf über 3 TByte angestiegen. Leider gibt es eine Grenze, aufgrund der Festplatten mit mehr als 2 TByte nicht als Bootlaufwerk zu gebrauchen sind.

Schuld ist die Partitionstabelle, die sich seit den 80er Jahren im Master Boot Record (MBR) befindet. Damit kommen alle x86-Betriebssystem zurecht. Zum Beispiel Windows und Linux. Doch diese Partitionstabelle fasst nur 32 Bit breite Felder für die Sektornummern. Rein rechnerisch ist bei 232 mit 512-kByte-Sektoren Schluss. Das wäre 2 TByte.

Die beste Lösung wäre der Einsatz von EFI bzw. UEFI anstatt dem veralteten PC-BIOS und der GUID Partition Table (GPT) statt dem Master Boot Record (MBR). Doch die PC-Hersteller lassen noch auf sich warten. Mit ein Grund ist, dass es kein 32-Bit-Windows gibt, das UEFI beherrscht. Bisher unterstützt nur Windows Vista und Windows 7 in der 64-Bit-Version den Boot-Vorgang von GPT-Festplatten und auch nur dann, wenn statt dem herkömmlichen BIOS das Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) zum Einsatz kommt.

Anstatt dem seit Jahren bekannten Problem mit einer zukunftsweisenden Lösung Herr zu werden, wird lieber an Notlösungen gebastelt. So formatieren die Festplattenhersteller ihre 3-TByte-Festplatten mit 4-kByte-Sektoren anstatt mit 512-Byte-Sektoren. Auf diese Weise reicht der Speicher des MBR für die Partitionstabelle wieder aus.

Vom Einsatz als Boot-Laufwerk solcher Festplatten wird jedoch abgeraten. So lange kann man Festplatten über 2 TByte nur als Zweitspeicher verwenden.

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